Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)


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Stox Dude:

Euro langfristig auf 2,00 ?

 
16.12.03 23:52
Wuerde bei der Wiedereinfuehrung des Goldstandards ein Gleichgewichtsgoldpreis
von derzeit 2,716 US$ entstehen. Dabei wurden die offiziellen US Goldreserven
von 265 Mio Unzen Gold ins Verhaeltnis der umlaufenden Geldmenge MO von ca.
710 Milliarden US$ gesetzt. Fuer den Euro belaeuft sich der entsprechende Preis
auf 1,335 EUR. Diese wuerde einem Wechselkurs EUR/US$ von 2,03 entsprechen.

Studie von Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein vom 15-09-03

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309470
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Müder Joe:

Jaja, die Studien von 23-jährigen

 
16.12.03 23:57
Uni-Absolventen, die statistisches Material der letzten 20 Jahre auswerten ...

.. war schon immer brauchbar, frei nach dem Motto: too little, too late.
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Da sind eh die Zentralbanken vor.

 
16.12.03 23:59
Ab ca. 1,30 bis 1,40 werden die massiv intervenieren....

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309475

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Stox Dude:

Japan hat dieses Jahr 11 Trillion Yen

 
17.12.03 00:01
zum intervenieren verbraucht mit dem Ergebnis das der Yen auf bisher 107 anstieg.
Das naechste Ziel von 103-105 steht auch kurz vor der Tuer.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309479
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Schepper:

Ganz so einfach ist das nicht, Müder Joe ...

 
17.12.03 00:09
Denn schauen wir uns das Subjekt der Begierde,
den Crash, doch mal genauer an. Er ist ja kein
Individuum, sondern ein Zusammengesetztes, ein
ökonomisches Debakel, das aus diversen Quellen
entspringt.

Allen vertraut dürfte der Gedanke sein,
dass Spekulationsblasen regelmäßig Bestandteil
eines Crashszenarios sind - erst aufblasen, dann platzen lassen!
Das Schuldenszenario ist ein zweiter Teil, die gefakten
Zahlen und Bilanzen ein dritter (Enron schon vergessen?).
Nebenbei gesagt: ein Staatsbankrott hat stets unerfreuliche
politische Entwicklungen im Schlepptau.

Wann der Crash kommen wird, kann ich in meiner Glaskugel
leider noch nicht erkennen - aber ich weiß, allzu lange wird
es nicht mehr dauern können, denn auch er, dieses Subjekt Crash,
folgt ganz objektiven, nämlich ökonomischen Notwendigkeiten.
(Es ist das Verdienst von Stox Dude, permanent auf diese hinzuweisen.)

Und es interessiert ihn, den Crash, nicht die Bohne, ob Du,
der Bürger, der für seinen Staat bürgt, freiwillig oder unter Zwang,
auf jeden Fall christlich, seinen Luxus-BMW zur Schuldtilgung hingibt ...

Gruß Schepper
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Müder Joe:

@schepper: wie wird aus Geld Kapital?

 
17.12.03 00:15
Durch Vertrauen.

Geld ist genug da, manche wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

Vertrauen ist DAS ELEMENT, das Geld in investive Prozesse lenkt.

Die Verschuldung weltweit ist angesichts des Vermögens, das theoretisch vorhanden ist, ein Witz.

Das ist das Thema, das China begünstigt und die westliche Welt auf der Strecke bleiben läßt. Hier ist einfach kein Vertrauen mehr da.

Crashs wird es in US nicht mehr geben, die Abfederungsregeln haben schon mehrmals gegriffen.

Es geht nur noch nach oben.

Die Frage wird sein: wer verdient daran?

Ich nicht.

Du?
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Stox Dude:

Mueder Joe

 
17.12.03 00:31
Leider hatten in der Vergangenheit die Amis die Schulden durch einen Krieg abgebaut.
Nun heisst es War against Terror !
Es gibt einen netten Chart der die Kriege in den langen Baissejahren aufzeigt.
Mir ist aufgefallen, das es waehrend einer Hausse nie einen Krieg gab, komisch oder?

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309493
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Schepper:

Lieber Joe

 
17.12.03 00:37
Die Antwort auf Deine Frage hat mit dem
folgenden Statemant aus obigem Posting zu tun:


Zitat von Paul Volcker (Vorgaenger von A.G.)   Stox Dude   16.12.03 22:36  
 
Das Schicksal der Weltwirtschaft haengt vollkommen vom Aktienmarkt ab,
dessen Steigerungen wiederum von ca 50 Aktien abhaengen, wovon die
Haelfte der Unternehmen noch nie einen Gewinn gemacht hat.

Warum steigen Aktien von Firmen exorbitant im Wert, die ganz offensichtlich
noch keinen Gewinn erwirtschaftet haben? Weil spekuliert wird auf ein
erforderliches Wertwachstum, das sich im tatsächlichen Warenverkehr nicht herstellen
lässt. D.h. das über die Börse verhandelte Wertwachstum wird fiktiv gegenüber dem tatsächlich kursierenden Werten. Das aber ist der Anfang vom Ende (des Wertwachstums).

Gruß Schepper
zu einer fiktiven Größe.
Antworten
bogard:

@Müder Joe

 
17.12.03 00:40
mit den Schulden und Umlegung auf Bevölkerung und dann Enteignung von Autos ist ja schlüssig formuliert. Aber wer kauft dann die Autos?
Antworten
Stox Dude:

Der Zusammenbruch des Dollar Standards

 
17.12.03 00:48
Als die USA und Großbritannien 1944 auf einer Konferenz in Bretton Woods (New Hampshire, USA) die neue Weltwirtschaftsordnung nach dem Krieg planten, lagen große Teile Europas in Schutt und Asche. Für alle Währungen wurde ein fester Wechselkurs zum US-Dollar und Gold festgelegt, doch durch die weltwirtschaftliche Erholung wurde es in den 1960ern immer schwieriger, das feste Wechselkursverhältnis aufrecht erhalten zu können, da die USA ein anhaltendes Zahlungsbilanzdefizit (Kapitalexporte übersteigen Handelsbilanzüberschüsse) aufwiesen. Die Vermehrung von US-Dollar im Verhältnis zu Gold führte zu einer Unterminierung des Vertrauens in die Goldkonvertibilität des US-Dollar. Als 1968 einige Zentralbanken beschlossen, keine US-Dollar mehr in Gold zu wechseln, entstand der US-Dollar-Standard (US-Dollar als Weltreservewährung ohne Golddeckung). 1971 gab die USA die Goldkonvertibilität auf und 1973 wurden feste Wechselkurse allgemein aufgegeben. Auslösende Ursache waren höhere Inflationsraten in den USA als auch in einigen europäischen Ländern, verursacht durch eine expansive US-Geldpolitik zwecks Sicherung von Vollbeschäftigung und eines steigenden Budgetdefizite ab Mitte 1960er Jahre durch den Vietnamkrieg.

Der Zusammenbruch des Systems von Bretton Woods lehrt, dass eine expansive Geldpolitik zu Inflation führt. In den 1970ern wurde der Konsumgüter- und Rohstoffbereich erfasst, in den 1990ern die Finanzwerte. Da Länder wie China oder Indien in den vergangenen Jahren zu eher deflationären Entwicklungen beigetragen haben, ist eine Inflation im Sinne steigender Preise in allen Bereichen, die durch diese beiden Länder abgedeckt werden können, nicht zu erwarten. Was hingegen teuerer wird sind die Preise bei Versicherungen, Energie, Steuern und Mieten. In der Summe zeigen die Indikatoren daher eine Inflationsrate nahe null. Aus Angst vor einer Deflation nach japanischem Muster weitet die US-Notenbank die Geldmenge weiter und weiter aus (Inflation im eigentlichen Sinne), auf Basis von Schulden (vgl. dazu hier). Aktienblase, Anleihenblase, Immobilienblase,... die Inflation erzeugt multiple Blasen, die sich abwechseln, denn wo es Schulden gibt, da gibt es auch auf der anderen Seite der Bilanz Vermögen und jenes will gewinnträchtig angelegt werden. Da die Geldvermögen (und damit auch die Schulden) aber allein schon durch den Zins wachsen und primär nicht mehr in Arbeitsplätze schaffende Realinvestitionen sondern in Anlagen fließen, kommt es immer wieder zu spekulativen Blasen, während derer die Preise allein durch den steigenden Trend weiteres Kapital anziehen. Es deutet vieles darauf hin, dass wir keine Entwicklung a la 1929 sondern eine wie in den 1970ern vor uns haben: Stagflation. Die Parallelen sind erstaunlich. Selbst der Irak-Krieg als Pendant zum Vietnam-Krieg fügt sich in dieses Szenario, denn auch dessen Kosten werden über Kredite finanziert, wodurch die US-Geldmenge wächst (Inflation).

Aus Sicht primär der asiatischen Länder stellt sich die Situation wie folgt dar: Damit die eigene Wirtschaft wachsen kann wird die eigene Währung künstlich niedrig gehalten, wodurch die Exportindustrie ihre Güter in den USA günstiger anbieten kann. Japanische oder chinesische Unternehmen erhalten nach dem Export ihrer Waren in die USA jedoch logischerweise US-Dollar, die sie aber gegen die heimische Währung wechseln wollen. Damit es aber nicht zu einer Aufwertung der Währung kommt, weiten die jeweiligen Notenbanken ebenfalls ihre Geldmenge aus und kaufen dann für die eigene Währung US-Dollar, die sie wiederum in US-Anleihen anlegen - wodurch das immense US-Handelsbilanzdefizit überhaupt erst ermöglicht wird. Daraus resultiert der Effekt, dass sich US-Anleihen und US-Dollar konträr entwickeln. (Chart) Nun wird dieses System aber nicht ewig funktionieren und zuletzt hat sich bereits angedeutet, dass die dadurch entstandene Anleihenblase vor dem Platzen steht. Bill Gross, Verwalter des weltgrößten Anleihenfonds Pimco, rechnet mit einem mehrjährigen Bärenmarkt bei Anleihen, was synonym zu steigenden Zinsen wäre. Und genau wie in den 1970ern deutet sich eben jenes in den USA an: steigende Rohstoffpreise gepaart mit steigenden Zinsen und einer Stagnation der Wirtschaft. Vor allem steigende Zinsen werden vermutlich dazu führen, dass große Summen aus dem US-Aktien- und Anleihenmarkt abfließen werden, wodurch der US-Dollar weiter unter Druck bleiben wird. Der US-Dollar-Standard steht vor dem Zusammenbruch, es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Interessant erscheint die Aussage von EU-Kommissionspräsident Romani Prodi wonach Russland in Betracht zieht, seine Öl- und Gasgeschäfte in die EU zukünftig in Euro zu fakturieren. Auch andere Länder wie Malaysia oder Iran suchen mit der Schaffung einer eigenen Transaktionswährung (Gold-Dinar) oder der Fakturierung der Ölgeschäfte in Euro nach Möglichkeiten, sich aus dem US-Dollar-Monopol zu befreien (vgl. dazu hier). Neben dem Yen, dem Euro und Gold entwickelt sich auch der chinesische Yuan zu einer echten langfristig tragfähigen Alternative. Derzeit ist die chinesische Währung noch an den US-Dollar angebunden, doch der Forderungen seitens zahlreicher Länder, den Yuan frei floaten zu lassen, wird früher oder später nachgegeben werden müssen. Die Unterbewertung dürfte bei rund 50% liegen, weshalb es wohl auch China schwer fällt, die Floatung zu ermöglichen, hält das Land doch immense US-Dollar-Reserven. Zudem drohte dann eine wahre Finanzblase, denn welcher Investor wollte sich diese Chance schon entgehen lassen? US-Anleger sollten in Betracht ziehen, ihr Geld in China anzulegen und womöglich ist es genau das, was die Chinesen beabsichtigen – neben der Gewinnung von Exportvorteilen. Sobald China den Yuan gegen den US-Dollar frei floaten lässt, wird der US-Dollar-Standard "Historie" sein. Die Frage ist allerdings: wohin mit den ganzen US-Dollar-Scheinen? Wer nimmt diese ab? Wie schafft man es, aus dem US-Dollar-Monopol auszuklinken, ohne das Finanzsystem ernsthaft ins wanken zu bringen? Wenn der US-Dollar weiter an Wert einbüßt, wird folglich die US-Nachfrage sinken, denn ausländische Anbieter werden kaum den Währungsverfall über höhere Preise abfangen können. Hinzu kommt, dass die Rohstoffpreise in US-Dollar weiter steigen, was den Verbrauchern wie auch den Unternehmen Kaufkraft für andere Güter und Dienstleitungen nimmt. Daher muss ein Ersatzmarkt gefunden werden und es scheint, als seien primär China und Indien dazu auserkoren.

Der Zusammenbruch des US-Dollar-Standards wird früher oder später zu einem massiven Anstieg der Inflationsrate in den USA führen, was globale "Schockwellen" hervorrufen dürfte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass eine Flucht aus den Papierwährungen (vgl. dazu hier) den Goldpreis auf neue historische Höchststände treiben wird. Es erscheint daher sinnvoll, langfristig in Gold und Goldminenaktien anzulegen. Auch Silber dürfte von einer Gold-Hausse nicht unbeeinflusst bleiben. Womöglich wird letzteres wie schon in den 1970ern den spektakulärsten Anstieg verzeichnen, was sich nicht zuletzt durch den Basiseffekt ergibt - Silber ist schlichtweg in absoluten Preisen günstiger als Gold. Die Chinesen haben ein tiefes Verständnis von Wirtschaft. Die Eröffnung von Gold- und Silberbörsen erscheint als Auftakt zu einer Bildung von Vermögen in der einzigen Anlage, die alle Jahrhunderte überlebt hat, daher nicht ganz zufällig.


PS: Interessanter Artikel, fuer mich auf jeden Fall ;-)
Antworten
bogard:

@Stox

 
17.12.03 00:55
Der Anstieg des Goldes wird in der Regel durch eine steigende Inflation begleitet. Ist bisher jedoch noch nicht der Fall.
Antworten
Schepper:

Zwei Dollar für einen Euro

 
17.12.03 01:00
erscheint unter solchen Prämissen
gar nicht mehr so unwahrscheinlich.
Die Dollarschwäche zwischen 1995 und 1997
hatte ja bereits Stände ergeben, die umgerechnet
(in der Spitze) ein EURO/DOLLAR-Verhältnis
von 1,45 ergeben würden.

Gruß Schepper  

Antworten
Stox Dude:

Die Boerse denkt voraus

 
17.12.03 01:04
Leider hatte ich mich fuer kurze Zeit blenden lassen und bin bei meinen kurzen
Shortausfluegen in Gold gluecklich davongekommen.
Die Commercial Short Seite von denen viele sprechen kann man auch als Absicherung
der Long Positionen interpretieren, zumal die Commercials wohl die Goldfirmen
selbst sind und die den rapiden Anstieg absichern wollen.

Sobald eine steigende Inflation bestaetigt ist, sehen wir wohl noch viel
hoehere Goldpreise.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309501
Antworten
jgfreeman:

@stoxx

 
17.12.03 01:30
dein vergleich Dollar-Euro-Gold hinkt etwas. die "geldmengen" sind so ohne weiteres nicht vergleichbar, einige stellschrauben sind anders eingestellt (z.B. reserve-einlage-verhältnis).

oder liege ich hier falsch?


gibts eigentliche schon eine relation geldmenge-dollar / geldmenge euro / globale anzahl wiener würstchen? ;-)
Antworten
Stox Dude:

nicht mein Vergleich

 
17.12.03 01:38
kannst ja mal einen Brief an die Dresdner senden ;-)

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309504
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Depothalbierer:

Da ist man mal ein paar Stunden nicht da und

 
17.12.03 10:22
schon ist hier wieder sehr viel geschrieben worden.

Deshalb nochmals meine Frage nach der Quelle zu # 1 :

Wo kann man die Daten über den Verschuldungsgrad usw. direkt nachlesen?
Antworten
Parocorp:

schliess mich dp an o. T.

 
17.12.03 10:36
Antworten
kalle4712:

MüderJoe: Das Problem mit den Autos

 
17.12.03 10:44
(Posting 20) ist: Bei 40 Mio. Autos müssten diese jeweils ca. 30.000 Euro wert sein, um auf eine Summe von 1,2 Billionen zu kommen.

Das wird wohl nicht klappen, denn jeder Bürger müsste einen relativ hochwertigen Neuwagen besitzen, der noch nicht angemeldet wurde. Die Realität sieht anders aus, und vor allem liegen sehr sehr viele Fahrzeugbriefe in den Tresoren der Banken.
Also: Der Großteil der in Autos steckenden Werte besteht wiederum aus Schulden. Oder willst Du die Banken enteignen, woraufhin es Pleiten geben würde? Dann müsste nämlich wieder der Staat einspringen. Die praktische Folge wäre indirekt: Der Staat würde seine Schulden tilgen wollen, indem er sich selbst enteignet. Ein schönes Perpetuum Mobile, das wohl nicht funktionieren würde.

Aber Spaß beiseite: Sollte es staatlicherseits auch nur einen Gedanken an Enteignungen geben (direkte meine ich; Steuern, Inflation und anderes lasse ich hier mal weg), dann werden die Leute natürlich ihre Kohle verstecken. Gold dürfte dann erst recht steigen.

Danke für dieses Pro-Gold-Argument, MüderBengel.

(bogard hat es viel einfacher auf den Punkt gebracht - Posting 34)
Antworten
kalle4712:

Stox: Die US-Geldmenge M0 als Basis

 
17.12.03 10:46
für den Goldpreis heranzuziehen, halte ich für etwas dürftig. Man sollte schon alles Geld heranziehen - dazu zählen für mich auch die Schulden der USA, denn ich gehe davon aus, dass die USA niemals die Hosen runterlassen wollen werden, indem sie ihre Schulden nicht bedienen. Da die Schulden aktuell bei ca. 6.000 Milliarden liegen, müsste der Goldpreis auf über 20.000 USD/Unze hochschnellen.
Aber das ist nur ein kleines Rechenspielchen.

Viel interessanter finde ich, dass die Schulden der westlichen Industrienationen niemals mehr auf erhliche Weise werden beglichen werden können. Gold wird daher weiter steigen, weil die Leute nach Sicherheit suchen werden. Der einzige ehrliche Weg aus der Verschuldung wäre eine sehr hohe Inflation - aber auch diese würde Gold begünstigen.
Antworten
kalle4712:

Posting 35 empfehle ich jedem zum Nachlesen

 
17.12.03 10:46
Zum Silber: Falls wieder das historisch gültige Gold/Silber-Verhältnis von 13 erreicht werden sollte, bedeutet dies folgendes: Wenn Gold sich vom Tief aus wieder (wie in den Siebzigern) ver-20-fachen sollte, dann stünde Gold in einigen Jahren bei 5000 USD/Unze und Silber demnach bei knapp 400 USD (woran ich allerdings nicht glaube; wäre einfach zu irre).
Antworten
Depothalbierer:

Hallo kalle4712, zu 43

 
17.12.03 10:57
Darkknight wollte sicherlich mal wieder mit ein paar witzigen Postings den Thread auflockern.

Ich bin überzeugt davon, daß ihm das Problem mit den Autos bekannt ist:

Alt, aber bezahlt ist out!
Antworten
TomSlotty:

@Müder Joe, Posting 20

 
17.12.03 13:20
Wenn man versucht, zu rechnen, dann sollte man doch wenigstens mit korrekten Zahlen spielen.

Zur Verschuldung müssen auch alle sonstigen ZahlungsverPFLICHTungen wie z. Bsp. Pensionen hinzugerechnet werden, denn die müssen auch bezahlt bzw. gedruckt werden.

Die Verschuldung der Amis ist also inoffiziell MINDESTENS 4mal so hoch...

Greetz
Tom
Antworten
Stox Dude:

Der Lockruf des schnellen Geldes

 
17.12.03 14:31
Jede(r) moechte soviel wie moeglich davon haben. Viele Entbehrungen werden auf sich
genommen, nur damit die Kasse stimmt. Man prositituiert sein Wissen (Guenther Jauch?)
oder sogar seinen Koerper bzw seine Stimme (Dieter Bohlen?). Einige liessen sich
sogar in Container einsperren, andere dopten ihren Koerper fuer einen kurzen
temporaeren sportlichen Erfolg, um einen Megawerbevertrag zu bekommen. Man will es
einfach so bald wie moeglich geschafft haben, damit alle Traeume in Erfuellung
gehen; am besten schon vor dem laestigen Schulabschluss.
Jede Generation moechte immer voluminoesere Mengen an effektiven Einheiten
(namens Geld) sein Eigen nennen, um eine groessere Verfuegungsmacht ueber Gueter
und Dienstleistungen zu besitzen und ihren ueber Generationen anerzogenen Konsumrausch
befriedigen zu koennen.

Was ist Geld
Geld wird laut Eznyklpaedie von Brockhaus "als allgemeines, meist staatlich
anerkanntes oder eingefuehrtes Mittel des Zahlungsverkehrs definiert".
Das lat. Wort pecunia (Geld) wird i.d.R. auf pecus (Vieh) zurueckgefuehrt; es
weist sakrale Herkunft des Geldes als Ersatz fuer das Opfertier hin, das auf der
Muenze abgebildet wurde. Wer spielt zur Zeit das Opfer unserer Geldscheinwelt und
wer wird alle seine Opfergroschen verlieren?

In der Volkswirtschaft wird zwischen den Formen Warengeld und Nominalgeld
unterschieden, wobei in der modernen Volkswirtschaft dem Warengeld keine
grosse Bedeutung und Beachtung mehr geschenkt wird. Bei den Waren werden meist
Zigaretten, Kauri-Muscheln bzw Gold und Silber genannt. Das Nominalgeld koennte
mal als offizielles, d.h. staatlich legitimiertes Zwangsgeld definieren. Seit

der Aufloesung des Bretton-Wood-Systems von 1945-1971 und dem Scheitern des
Smithson'schen Abkommens von 1971-1973 leben wir im Zeichengeldexperiment bei
freien Wechselkursen. Im amerikanischen Wortgebrauch wird das Konfettigeld, d.h.
Papiergeld ohne Deckung, als fiat money bezeichnet.

Neben der Tauschmittel -und Recheneinheitsfunktion ist die Wertaufbewahrung die
wichtigste Geldfunktion. Fuer einen Arbeitnehmer und Unternehmer ist es von grosser
Bedeutung seine Arbeitsleistung zunaechst zu kosnervieren und diese Kaufkraft
in die Zukunft zu transformieren, damit er die Fruechte fuer all den Schmerz und
Leid des langen Arbeitslebens geniessen kann. Dieser Vorgang wird auch
volkswirtschaftlich Sparen genannt und sollte die Triebfeder der Investition
sein.

Doch wer kann dieses sagenhafte Zaubermittel herstellen
Die Produzenten sind gemaess der volkswirtschaftlichen Lehre die Zentralbanken,
die Geschaeftsbanken und in Ausnahmefaellen die Regierungen. Die Geldschoepfung
(-produktion) erfolgt am sichtbarsten durch die Ausgabe von Banknoten (Notenbank)
und Muenzen (evtl. Regierung). Daneben gibt es sogenannte Giralgeldschoepfung
des Geschaeftsbankensystems. Sie besagt, dass die Kreditinstitute auf Basis der
ihnen zufliessenden Mittel einen Kreditspielraum erhalten, der ein Mehrfaches
dieser Einlage betragen kann. Dabei wird vorausgesetzt, dass die herausgegebenen
Kredite bei den Banken wieder als Einlage angelegt werden und dadurch erneut
fuer eine weitere Kreditvergabe verfuegbar sind. Diese Kreditbewegungsfreiheit
wurde in den letzten Jahrzehnten grosszuegigerweise durch die Geschaeftsbanken
und ihre Schuldnern,d.h. Staat, Unternehmen (darunter auch Geschaeftsbanken
untereinander) und Privathaushalte, wahrgenommen. Unter solch einer Kreditorgie
bleibt meistens die Preisniveaustabilitaet, das oberste Ziel der Geldpolitik in
einer Waehrungsunion, auf der Strecke. Der Binnenwert des Geldes bleibt aber nur
stabil, wenn der gewichtete Durchschnitt der Preise fuer Konsumgueter und
Investitionsgueter einer Volkswirtschaft weder dauerhaft steigen noch sinkt.
Stoerfaktor dieser Geldwertstabilitaet werden DEFLATION (lat. deflare=wegblasen)
und INFLATION (lat. inflare=aufblaehen) genannt.
Inflation entsteht, wenn sich die Geldmenge staerker ausdehnt als das Gueterangebot,
Deflation et vice versa. Das Gueterangebot hat sich gem. Prof.Dr. Hamer seit 1973
vervierfacht,die Geldmenge verziegfacht. Folglich befinden wr uns in Mitten eines historisch einmaligen inflationaeren Prozesses.

Verantwortlich fuer diesen Kaufkraftverlust sind vermutlich die oeffentliche hand
und sein Zentralbankensystem als auch Banken als Helfershelfer der Regierung.
Im Gegensatz zu allen anderen Organisationen beziehen Staaten ihre Einkuenfte
nicht als Bezahlung fuer geleistete Dienste. In einer Geldwirtschaft mit
fiat money
ist es fuer die Obrigkeit einfach sich Geldvermoegen anzueignen,
um mit ihnen Gueter oder Dienste einzukaufen bzw. sie als Subventionen an
bevorzugte Gruppen weiterzuleiten. Die Aneignung bzw Beschlagnahmung erfolgen
indirekt; im Volksmund nennt man diesen Vorgang Besteuerung. Da aber Steuern
und Beschlagnahmung unpopulaer sind und in unruhigen Zeiten historisch gesehen
zu Revolutionen fuehrten, legalisierte man die Verschuldung ueber die Kapitalmaerkte
als Alternative.
Durch die Verschuldung ueber die Kapitalmaerkte erhoeht sich die Geldmenge. Diese
verwaessert die Kaufkraft der Gueter und fuehrt zur Inflation. Die Profiteure
dieser Geldfaelschung sind die Faelscher und deren lokale Hehler, da ihre
Einkuenfte noch vor den Preisen fuer Gueter und Dienstleistungen steigen. Die
ersten Empfaenger des neuen Geldes gewinnen am meisten, und zwar auf Kosten der
letzten Empfaenger. Im Volksmund heisst das Schneeballsystem, Pyramidenspiel
bzw Rentensystem. Die Verlierer tragen die Hauptlast der indirekten Besteuerung.
Dies sind Besoldete, Empfaenger von Lebensversicherungen, Rentner, Vermieter von
Langzeitvertraegen, Inhaber von Schuldverschreibungen, Bargeldbesitzer etc.

Wenn die Regierung das Geld verschlechtern will, um alle Glaeubiger zu
betruegen, so gibt man diesem Verfahren den hoeflichen Namen Inflation"


George Bernhard Shaw (1856-1950)
Nobelpreistraeger fuer Literatur 1925


In einfachen Worten gefasst, die Federal Reserve vertreten durch Alan Greenspan,
bildet einen Schuldenberg,druckt Papiergeld wie verrueckt, verursacht dadurch
den Fall des Dollars,zuendet die Inflationsspirale, um dann weniger an die
Glaeubiger rueckzahlen zu muessen!

Da Inflation eine betruegerische Eigentumsverletzung ist, koennte es sie
auf dem freien Markt nicht geben.

Murray Newton Rothbard


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310380
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Ca.Gouverneur:

Bis Ende Juli.04 wird es unaufhaltsam

 
17.12.03 14:43
auf neue Hochs gehen.
Ab August.04 sollte man auf Put`s umschichten
Antworten
Schwachmat:

Posting-Nr. 7 ist überlegenswert...

 
17.12.03 14:56
bei der scheinbar irrationalen dollarschwämme...
das deflationsgespenst scheint trotzdem noch nicht ganz vom tisch zu sein.
ob wir tatsächlich in die inflation gleiten, dies wäre wohl die schlimmst-mögliche bestrafung für alle rational lebenden menschen, werden wir sehr bald an den weiteren preisentwicklungen feststellen.

fest steht: die usa haben eine kontraproduktive scheinwirtschaft, die auf tödliche ausbeutung und manipulation der restwelt, durch beherrschung, kontrolle und monopolisierung aller kapital- und rohstoffmärkte, basiert.
kurz gesagt: wir sind sklaven für den erhalt irrationaler amerikanischer lebensstandards.
Antworten
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