Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)


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Stox Dude:

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)

 
16.12.03 12:29
Angesichts der schwachen Börsen und einer Fülle von Hiobsbotschaften von amerikanischen Unternehmen über rückläufige Umsätze und einbrechende Gewinne in ersten Quartal sollte man eigentlich zunehmende Skepsis gegenüber dem angekündigten Konjunkturaufschwung erwarten. Trotzdem setzen in ihrem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten die deutschen Konjunkturinstitute voll und ganz auf diese Karte.

Im Jahr 2001 stand dem Anstieg des Bruttosozialprodukts von 235,4 Milliarden Dollar ein Zuwachs der Schulden von Konsumenten und Unternehmen von 1002 Milliarden Dollar gegenüber. Zugleich verschuldete sich der Finanzsektor mit weiteren 916 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal stieg die Neuverschuldung des privaten, nicht finanziellen Sektors um 987 Milliarden und des finanziellen Sektors um 929 Milliarden Dollar, zusammen 1916 Milliarden Dollar, gegenüber einer Zunahme des nominalen Sozialprodukts um 38,4 Milliarden Dollar. Bei näherer Betrachtung schwimmen Konsumenten und Unternehmen nicht in Liquidität, sondern in maßloser Verschuldung.

Frühere Rezessionen hatten ihre unmittelbare Ursache immer in einer Geld- und Kreditverknappung durch die Notenbank. Heute haben wir zum ersten Mal in der Geschichte die Situation, daß ein scharfer Konjunkturrückgang bei massiver Geld- und Kreditvermehrung stattfindet.

Völlig ungewöhnlich ist ebenfalls eine drastisch entgegengesetzte Entwicklung auf der Nachfrageseite: Während sich der Konsument bei stagnierendem Einkommen in neue Schuldenrekorde stürzt, streichen die Unternehmen ihre Ausgaben für Anlageinvestitionen und Warenläger drastisch zusammen. Es ist der schärfste Rückgang der Nachkriegszeit.

Als erstes ist also festzuhalten: Die außerordentliche Investitionsschwäche hat ihre Ursache auf gar keinen Fall in einer restriktiven Geldpolitik. Somit bleibt eine einzige vernünftige Erklärung, und die liegt beim Hauptmotiv aller Investitionen: Seit Jahren sehen sich US-Unternehmen einer enttäuschend schwachen Entwicklung ihrer Gewinne gegenüber.

Sie war schwächer als in jedem anderen Konjunkturzyklus der Nachkriegszeit. Das Gewinnwunder der "New Economy", das Wall Street jahrelang euphorisch beschrieben und gefeiert hat, fand ausschließlich in den Gewinnen pro Aktie statt, die die Unternehmen mit unzähligen Tricks frisierten.

Großer Verlierer bei all dem ist der produzierende Teil der Wirtschaft, Gewinner der Einzelhandel. Was sich in diesen Zahlen widerspiegelt, ist klar und deutlich: Jahre eines maßlosen Konsumrausches, keineswegs aber Jahre einer produktiven Erneuerung. Innerhalb der Industrie schnitten die Bereiche dauerhafte Konsumgüter, industrielle Ausrüstung und Elektronik am schlechtesten ab. Insgesamt schreiben sie inzwischen tiefrote Zahlen.

Was sich in den USA abspielt, ist offensichtlich nicht der übliche Konjunkturzyklus, sondern eine Strukturkrise, die sich primär in einer Gewinn- und Investitionskrise äußert. Dies ist nicht die übliche, harmlose Lagerrezession. Es ist die schwerste Gewinn- und Investitionskrise der Nachkriegszeit, die ihre tiefergehende und anhaltende Ursache in einer maßlosen Schuldenvermehrung vor allem für den Konsum und für finanzielle Spekulationen hat.
 

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kalle4712:

Interessante Argumente. Lesenswert. o. T.

 
16.12.03 20:22
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Depothalbierer:

Finde ich auch, gibts dazu auch eine Quelle?

 
16.12.03 20:40
Wenn nicht spätestens im Juni nächsten Jahres stark fallende Börsen zu verzeichnen sind, kann ich nur sagen:
Hut ab vor den  Tricksern.

Oder aber:

" Der Aufschwung ist daaaa!! "

Mehr fällt mir dazu momentan nicht ein.
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Axelay:

Blablabla.

 
16.12.03 20:43
Gewinnkrise...bla bla.. Investitionskrise .. bla ...bla...

Für solche Postings müsste es eine eigene Rubrik geben bei Ariva. Könnte man irgendwie "Pseudo VWL Forum" nennen. Damit wäre dann klar, dass so ein Geblubber nichts mit Börse zu tun hat. Der DOW steht fast auf Allzeithoch. Wo issn da "die schwerste Gewinn- und Investitionskrise der Nachkriegszeit?". Wisst ihr überhaupt wovon ihr redet? Wahllos werden hier ohne Zusammenhang Zahlen und Charts reingestellt. Wer kennt sich hier eigentlich wirklich mit sowas aus? Und vor allen Dingen: Wer macht sich seine eigenen Gedanken anstatt für alles was sich gut anhört (dazu gehörte vor einiger Zeit auch "double dip") einen grünen Stern zu spendieren? Ich weiß, ich weiß... spätestens nächstes Jahr werden alle diese Infos über die desolate US Wirtschaft in den DOW eingepreist. Der steht dann höchstens noch bei 5000. Gut dass einige Arivaner das schon heute wissen. Schlecht natürlich für die Hausfrauen und Friseure (die kaufen doch jetzt, oder?) die solche Infos nicht haben.

Sorry, dass musste mal sein :-(
Ich poste am besten nur noch in meinen DAX Threads.
Da gibt es morgen die 3950 zu begrüßen. Trotz Wirtschaftskrise.
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Stox Dude:

auch nicht schlecht COT Report vom 13-12-03

 
16.12.03 20:43
CFTC# 13874 E-MINI S&P 500 STOCK INDEX - CHICAGO MERCANTILE EXCHANGE        
   REPORTABLE POSITIONS (FUTURES ONLY)                      : AS OF:12/09/03
--------------------------------------------------:  NONREPORTABLE
     NON-COMMERCIAL      :   COMMERCIAL   :       TOTAL     :    POSITIONS
--------------------------:----------------:-----------------:---­-------------
LONG  :  SHORT :SPREADING: LONG  :  SHORT :  LONG  :  SHORT :  LONG  : SHORT
--------------------------------------------------
($50 X S&P 500 INDEX)                                 OPEN INTEREST:   596,723
COMMITMENTS
129,996  201,619   30,548  294,006  288,385  454,550  520,552  142,173  76,171
CHANGES FROM PREVIOUS WEEK (CHANGE IN OPEN INTEREST:   54,217)
11,688   22,999    9,104   10,807   19,552   31,599   51,655   22,618   2,562
PERCENT OF OPEN INTEREST FOR EACH CATEGORY OF TRADERS
  21.8     33.8      5.1     49.3     48.3     76.2     87.2     23.8    12.8
NUMBER OF TRADERS IN EACH CATEGORY (TOTAL LARGE TRADERS:    215)
    55       72       31       60       58      132      145
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kalle4712:

Axelay: Wenn Dir die ganze Sache zu hoch ist,

 
16.12.03 21:18
warum ignorierst Du die entsprechenden Postings nicht einfach, statt Dich zu beschweren?

Es wird doch wohl erlaubt sein, Meinungen und Informationen auszutauschen - und zwar unabhängig davon, ob der ein oder andere Leser den Inhalt versteht oder nicht.

Konkret: Wenn die westlichen Industrienationen ihre horrende Verschuldung nicht bald in den Griff bekommen, dann wird es irgendwann kräftig knallen. Dagegen war die Weltwirtschaftskrise ab 1929 dann eine Kleinigkeit. Um nichts anderes geht es hier. Soweit jedenfalls meine Meinung.

Gruß
Kalle
Antworten
Stox Dude:

Hyperinflation

 
16.12.03 21:18
DIe Hyperinfaltionsbeispiele von Deutschland 1923, Ungarn 1946, Serbien 1994 haben
gezeigt, dass exorbitantes Papiergelddrucken immer die Ursache fuer anschliessende
Krisen war. Auch die darauffolgende Niedrigzinspolitik der Zentralbanken konnten
in allen 3 Faellen nicht mehr helfen. Die Papiergeldschwemme fuehrt immer
zu Spekulationsblasen und letztendlich zur Inflation, erst bei Vermoegenswerten und
dann im Warenkorb (Volk).
Falls es jeder gemerkt haben sollte besteht keine Deflationsangst mehr, die wurde
anscheinend tatsaechlich in 2001 abgelegt, es besteht eine Inflationsangst.
Ein 7 Jahreshoch bei Gold und ein 20 Jahreshoch bei Platinum unterstuetzt die ganze
Theorie ! Wie es viele gerne ausdruecken, die Commercials & Large Trader handeln die
Zukunft.

Das kann auch Axelay nicht wegreden !

Nehmen wir den Nikkei, wo heute noch die Anleger aus 1990 auf alte Kurse hoffen oder
zumindestens auf die 20,000er Marke ;-)


Im Juni/Juli 2003 sahen wir einen BOND CRASH und ueber 1000 Milliarden US$ wurde
an Kapital vernichtet.

Wir befinden uns in der groessten Bullenfalle der Boersengeschichte !


Inflation heisst Enteignung ohne Gesetz und Grenzen ;-)
  Der Staatsbankrott ist ein einmaliger chirurgischer Eingriff, die Inflation ist
  eine permanente Blutvergiftung.


Die Masse laesst sich von dem Anstieg und den folgenden Medienberichten
"wie gut die Wirtschaft ist"  treiben. Es ist eben einfacher mit dem Strom
zu schwimmen als gegen den Strom.

Fuer die meisten Menschen ist es sehr schwierig,sich ueber Entscheidungen Gedanken
zu machen, die stark von der Norm abweichen. Dies fuehrt zu hohen Dissonanzen.

Da der Mensch bestrebt ist harmonisch zu leben (Harmoniebeduerfniss)passt er sich
seiner Umgebung an, d.h. seinen Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und insbesondere
den Medien an. Man spricht hierbei von der Homogenisierung der Massenmeinung.


 Nie haben die Massen der Wahrheit geduerstet.
 Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es
 vor,  den Irrtum zu vergoettern, wenn er sie zu verfuehren mag.
 Wer sie zu taeuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklaeren sucht,
 stets ihr Opfer.

 Le Bon


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309311
Antworten
permanent:

STOX DUDE

 
16.12.03 21:21
Ich finde deine Argumentation durchaus überzeugend und stimme im Grundsatz damit überein.
Die Gewinne der US Unternhemen sind in der Tat duch zahlreiche Sonderfaktoren künstlich in die Höhe getrieben worden. Dennoch ist der Wille - wenn auch eingeschränkt - noch vorhanden das amerikanische Defizit zu finanzieren.
Auch wenn ich Corporate Amerika nicht traue so gibt es in den USA nach wie vor sehr angenehme Dinge zu erleben.
Als Ausgleich zum Aktien-, Devisen-, Bondmarkt usw. bietet sich ein Spiel in Las Vegas an. Immer eine Reise wert. Auch die Strände von California finde ich sehr entspannend.
Das Leben kann sich so schon angenehm gestalten lassen und sehr schnell verfällt man dem unbarherrzigen Überkonsum.
Gleichzeitig bringt ein Besuch in den USA mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Vieles ist auch dort nur auf Sand gebaut und wirkt hinter der Fassade schon nicht mehr so imposant.

Einene schönen Abend noch.
Antworten
jgfreeman:

@stoxx

 
16.12.03 21:24
wie hoch sind denn die seignorage-einnahmen in den US?

und wer verschenkt bares geld, indem er aktien zu höchstkursen kauft, im wissen, sie sind nicht durch zukünftige gewinne gedeckt?

danke für antwort,

JG
Antworten
Schepper:

Interessante Analyse und eigentlich

 
16.12.03 21:25
in den zentralen Aussagen
schon oft wiederholt und
seit längerem bekannt.

Überraschend ist die anscheinend recht hohe Anzahl
von Börsianern, die diese Entwicklung aufgrund von
Arglosigkeit, Arroganz oder berechnendem Interesse
nicht wahrhaben wollen bzw. nicht wahrhaben können.

Gruß Schepper
Antworten
Stox Dude:

nehmen wir nur mal z.B. die Versicherer

 
16.12.03 21:28
die bei Kapitalinvests einen hohen Prozentsatz in Bonds anlegen muessen ;-)
Wann werden die horrenten Verluste aus dem Bond Crash (Juni/Juli 2003) in den
Buechern auftauchen? Wann sind diese verpflichtet diese zu melden ?

Wer suchet, der findet.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309324
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kalle4712:

Volle Zustimmung, Stox (Posting 7)

 
16.12.03 21:29
Und ein Hinweis an diejenigen, die die Begriffe "Papiergelddrucken", "Gelddrucken" und "Papiergeld-Drucken" nicht verstehen:

Die Staatsverschuldung ist - obwohl kein physisches Drucken stattfindet - nichts anderes als das oben genannte! Der Staat gibt per Kreditaufnahme mittels Bundesanleihen Geld aus, das ihm nicht gehört. Was bleibt, sind die Forderungen der Gläubiger an den Staat, ohne das reale Werte als Sicherheit dahinterstehen.

Übrigens gefällt mir "Papiergeld-Drucken" von den o.g. genannten Begriffen am besten. Warum wohl?!

P.S.: Stox: Vergiss aber nicht, dass der Anstieg des Goldpreises bisher mit einer ziemlich genau entsprechenden Abwertung des US-Dollar einhergeht.
Antworten
Stox Dude:

kalle: der Dollarverlust

 
16.12.03 21:34
bzw Abwertung des Dollars wurde aufgrund der Geldmenge verursacht.
Es finden sich eben nicht genuegend Dollarabnehmer (mega g).

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309335
Antworten
kalle4712:

Schepper: Gut analysiert (Posting 10).

 
16.12.03 21:41
Stox: Glaubst Du, dass sich der Gold-Preis über kurs oder lang auch auf Euro-Basis nennenswert erhöht?
Antworten
Stox Dude:

Die kollektive Kaufpanik an den Boersen !

 
16.12.03 21:54
Privatinvestoren und besonders deren Vertreter (Fundmanager) investieren wieder so
stark in Aktien wie beim absoluten Top im Fruehjahr 2000. Die US Publikumsfonds
haben niedrigste Cash-Bestaende. Sie sind aehnlich wie im Maerz 2000 voll investiert
und haben keine Reserven mehr, um fuer Nachfrage am Markt sorgen zu koennen.
Privatanleger und Fondmanager (siehe Dresdner Sonntagsboerse bei n-tv)suchen nach
Nachrichten die ihre Positionierungen bestaetigen. selektive Wahrnehmung

Gegenteilige Informationen wie z.B. die epochal hohen fundamentalen Bewertungszahlen
am US MArkt werden hingegen ignoriert oder in ihrer Bedeutung herabgestuft.
Dieser Automatismus der individualpsychologischen Rationalitaetsfallen laeuft
unbewusst ab (aehnlich einem Schlafwandler der aus dem 10 Stock springt ).

Neben den geringen Bargeldbestaenden der Investmentfunds, belasten die hohen Margin
Schulden (Wertpapierkauf auf Kredit) den Markt. An der Nasdaq sind diese zur Zeit
wieder hoeher als im Maerz 2000. Kreditaufnahmen sind immer ein Zeichen optimistischer
Zukunftsaussichten. Je hoeher die Kredite (Wertpapierkredite), desto euphorischer
das Publikum (Kleinanleger)!

 Der Staatsbankrott muss von jenen Menschen durchgefuehrt werden, die
    augenblicklich im Amt sind und auch der Duemmste der Betroffenen merkt,
    was vorgeht.
    Die Inflation hingegen kann auf Jahre verteilt und die Opfer koennen
    jahrzentelang, ohne das sie dessen gewahr werden, in der unglaublichsten
    Weise betrogen werden.

    Felix Somery

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309371
Antworten
Stox Dude:

INSIDER geraten in kollektive Verkaufspanik !

 
16.12.03 22:24
Firmenchefs verkauften in den letzten 3 Monaten ihre Aktien als gaebe
es kein Morgen mehr! Sie kennen die Unternehmenszahlen besser als jeder andere und
sind die wahren Insider. Jeder Privatanleger sollte hellhoerig werden wenn diese
auf Smart Investoren auf der Verkaeuferseite auftreten. Nur alleine im August
(September- November 2003 steigend) verkauften amerikanische CEOs Aktien ihrer
eigenen Firmen im Wert von 3,6 Milliarden US$. Gekauft wurden jedoch nur 86 Mio US$.
Nur einmal in der Boersengeschichte waren die Zahlen so hoch, das war im Sommer
2000 ( Dow 11,000 und DAX 7500). Insider haben noch nie am Tiefpunkt verkauft! Da
sie die Zukunft ihres eigenen Unternehmens am besten einschaetzen koennen, sollte
man ihren Spuren unbedingt folgen. Die Herde der Schafe (nichtswissende Kleinanleger
und ihre Vertreter) kaufen den Firmenbossen deren Aktien entgegen fundamentalen
Fakten ab. Lieschen Mueller kauft, weil die "Experten" dazu raten und behaupten,
die Kurse werden weiterhin steigen und steigen. Auch dieses Mal wird es mit massiver
Vermoegensvernichtung beim Publikum enden !

Der HUI (GOLD INDEX) ist in den letzten 6 Monaten ca 90% gestiegen, der DAX hingegen
nur 68% ! Der HUI steht vor einer langfristigen HAUSSE , auch nach evtl. Korrektur!
Der DAX hingegen machte nur eine Erholung im uebergeordneten primaeren Abwaertstrend
mit und steht noch vor seinen NEUEN TIEFS.

Denkt mal darueber nach - Noch nie wurde in der 400jaehrigen Boersengeschichte
ein BAISSE ENDE in den Medien diskutiert. Warum sollte es diesesmal anders sein?


Die Leute lassen solange am besten manipulieren, wie sie am wenigsten wissen.

Edward O. Wilson



Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309405
Antworten
Stox Dude:

Zitat von Paul Volcker (Vorgaenger von A.G.)

 
16.12.03 22:36

Das Schicksal der Weltwirtschaft haengt vollkommen vom Aktienmarkt ab,
dessen Steigerungen wiederum von ca 50 Aktien abhaengen, wovon die
Haelfte der Unternehmen noch nie einen Gewinn gemacht hat.


Von wegen US GAAP (hahahahaha, das ich nicht lache)
Was die Unternehmen in den Bilanzen zaubert ist wirklich lachhaft und
in Dividenden ausgedrueckt auch noch Betrug.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309416
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Moin Stox!

 
16.12.03 22:50
Das mit den Insiderverkäufen hast du vor ca. 6 Monaten exakt so schonmal geschrieben - was die Börsen in der Zeit gemacht haben, weiß jeder.
Das was du hier vorführst ist die, von dir beschriebene, selektive Wahrnehmung par excelence. Du hast dich mittlerweile so in dein Crash-Szenario verrannt, dass es keine andere Variante für dich mehr gibt.
Hast du dich mal gefragt, warum du so daneben gelegen hast die letzten Monate? Das ist das A und O an der Börse - seine Strategie ständig zu hinterfragen und wenn man falsch lag die Gründe zu eruieren, damit man den gleichen Fehler nicht zweimal macht - höchstens neue :-)

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309432

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Stox Dude:

Dr. Udo

 
16.12.03 23:25
In den letzten Jahren habe ich mit Thailand und Indonesien relativ gut verdient,
kannst Dir ja mal die Charts ansehen.
Es ist richtig, das ich ab 2800 den weiteren Anstieg verpasste und auch teilweise
Verluste realisieren musste. Aber wenn ich mir Sommer 2002 bis Maerz 2003 ansehe,
bzw die Gewinne, dann liege ich auf Jahresbasis immer noch im Plus.

Lassen wir mal die daytrader zockerei weg, die eh nur zum Spass ist und gehen
auf die performance nicht naeher ein, zumal man die eh taeglich in den Future threads
sehen kann.

Meine Frage an Dich ist, wieviel hast Du in den letzten 3 Jahren verloren und
bist Du jetzt stolz drauf von dem uebrig gebliebenen Geld in den letzten Monaten
Gewinne erzielt zu haben?
Die Milchmaedchenrechnung geht bei mir leider nicht auf, vielleicht bei Dir, aber
ich wuerde so nicht auf einen gruenen Zweig kommen.

Wiederholt moechte ich Le Bon zitieren
Nie haben die Massen der Wahrheit geduerstet.
Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es
vor,  den Irrtum zu vergoettern, wenn er sie zu verfuehren mag.
Wer sie zu taeuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklaeren sucht,
stets ihr Opfer.

Dein Posting interpretiere ich .....wer sie aufzuklaeren sucht, stets ihr Opfer


Wir sprechen uns bei einem DGR von 1,0 - 0.5 wieder und SP bei mind. 660
und bitte schoen in Aktien investiert bleiben.

Ich bevorzuge zur Absicherung weiterhin Gold/Platinum
Im uebrigen hat der HUI bereits ueber 90% gemacht ! Wieviel der DAX ?

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309448
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Müder Joe:

Die ganze Diskussion ist doch Asche, Leute

 
16.12.03 23:36
Alles Asche und Panikmache.

Deutschland hat eine Staatsverschuldung von 1.300 Milliarden Euro. Das bedeutet pro Bundesbürger (rechnerisch bei 80 mio Krautfressern): 16.250 Euro pro Bürger.

Rechnet man die Kinder un Großeltern weg, kommt man auf eine Verschuldung von ca. 40.000 Euro pro Person.

Das ist durch Konfiszierung des Automobils und der der geerbten Truhe von Oma bezahlbar.


Die Amis haben 6.000 Milliarden Dollar bei 270 mio Einwohner, das entspricht 22 Tsd Dollar, oder, wie bei obiger Rechnung: ca. 50.000 Dollar.

Wo ist das Problem?

Mit der Zwangsenteignung eines Autos wären alle Staatsschulden getilgt.

Es gibt nur noch Horrormeldungen, Fakt ist: es gibt zuviel Kapital auf der Welt, das nach Anlage sucht, und wir sind noch weit, weit weg von irgendeinem Zusammenbruch.

Staatsverschuldung ist Pflicht im Interesse der Hochfinanz.
Antworten
MaMoe:

Und schon geht es wieder los ... Andere Meinungen

 
16.12.03 23:39
werden grundsätzlich in den Dreck getreten ... und mit den "unglaublichen Gewinnen" der letzten Jahre verrechnet ... es wird schon wieder lächerlich ...

aber was solls ...

@Doc: mein Ratschlag an Dich: abnicken und kommentarlos hinnehmen, die Helden sprechen ... das hatten wir schon mal ... obiges (Nr.19) ist für mich keinerlei Comment mehr wert ... es würde nur wieder auf das immer Gleiche rauslaufen: die eine hätten gerne Recht, die anderen habens ... daher: die Welle mitreiten und freuen ... alles andere gibt sich ... und Börse würde nicht funktionieren, wenn es keinen gäbe, der im Moment genau das Gegenteil vom dem machst, was du machst ... zu den anderen Aussagen hätte ich - bis ich Nr.19 gelesen habe - einiges zum Sagen gehabt ... aber das ist es mir nicht mehr wert ...

Daher: freuen über dieses bombastische Jahr und zurücklehnen ...

So long und viel Spass noch ...
MaMoe ..........
Antworten
Stox Dude:

DJ 10129 und Gold 407 = DGR 24,88

 
16.12.03 23:41
Waehrend einer Hausse die bis zur Gier fuehrt, sehen wir einen Abschwung in GOLD.
Das sehe ich diesmal nicht !
In einer Baisse die bis zur ANGST fuehrt, sehen wir einen DGR bei mind unter 10.
Wenn das Papierdrucken so weiter geht und die Inflationsrate steigt, dann koennte
der DGR sogar bei 1,0 und im schlimmsten Fall bei 0,5 stehen !

Im uebrigen hatte die DEUTSCHE MARK in 53 Jahren (1948-2001) ca 75% an Wert verloren
was einer Inflationsrate von 2,75% entspricht. Gold hat im gleichen Zeitraum
318% Gewinn gemacht.

Man muss also mind. 2,75% erstmal verdienen um die Inflation sprich Wertverlust
auszugleichen. Das schafft man staatlichen Anleihen aber kaum in diesem Zeitraum.
Dann sollten wir uns mal fragen, wie lange luemmelte der DAX so vor sich hin ?
Erst 1995 wenn die Gier anfing steigerte sich der Index und die meisten stiegen
bestimmt erst Ende 1999 ein, um dann in den naechsten 3 Jahren enorme Verluste
zu sehen.

Aber ich vergass ja, hier gibt es nur Gewinner ;-)

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309461
Antworten
MaMoe:

@Müder: deine Fähigkeit komplexe Zusammenhänge so

 
16.12.03 23:42
einfach darzustellen muss vererbt sein ... so etwas kann man einfach nicht lernen ...

;-))

Du solltest die Sparquote in Dt. mal in Zusammenhang mit den Staatsschulden bringen ... dann kriegt jeder noch ein neues Auto ...

;-))

MaMoe ..............
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Irgendwie weichst du aus, oder?

 
16.12.03 23:43
Was meine persönliche Performance angeht, liegst du übrigens vollkommen richtig - verwundert aber auch nicht besonders, wenn man wie ich kurz vor dem Crash als absoluter Neuling Geld an der Börse investiert hat.
Trotzdem nochmal meine Frage: Hast du dir Gedanken gemacht, warum du mit deinen Prognosen weit daneben lagst und hast du dementsprechend deine Strategie überdacht?
Du bist ja ein alter Hase im Geschäft und hast eigentlich oft genug bewiesen, dass du eigentlich ein gutes Gefühl für den Markt hast.
Vielleicht liegst du mit deiner Einschätzung ja auch richtig und nur das Timing war falsch - aber egal. Bei mir läuten jedenfalls immer die Alarmglocken, wenn jemand meint im Gegensatz zur "dummen Masse" den Durchblick zu haben. Man übersieht zu leicht, dass man auch nur Teil der Masse ist.
Außerdem stört es mich, dass du ganz offensichtlich nur noch eine Variante siehst, wie sich der Markt entwickeln kann und dazu suchst du die passenden Meldungen - halt selektive Wahrnehmung. In deinen Daytrading-Threads sieht man, dass du auch ganz anders kannst und dementsprechend auch erfolgreicher agierst, da du dort flexibel reagierst.

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309465

Antworten
MaMoe:

@Doc: da muss ich jetzt Stox Recht geben ...

 
16.12.03 23:52
zumindest in der Kontinuität seiner geplanten Anlage ... jetzt innerhalb der Langfristanlage umzuschwenken, wäre in meinen Augen vollkommen falsch ... auch wenn Stox´s Anlagemensch - auch in meinen Augen - gravierende Fehler gemacht hat dieses Jahr, will heissen die Investintervalle viel zu kurz, die Diversifikation ungenügend und die Höhe der Anlagebeträge viel zu hoch gewählt hat ... sofern die Angaben von damals stimmten ... aber nochmals: jetzt von Baer auf Bull zu schalten wäre wohl nicht unbedingt das Klügste, was man machen könnte ...

aber im Grunde sei es mir egal ... ich empfinde nur die schon wieder kurz aufflackernde Aggressivität als - will sagen - ich weiss nicht so recht ...

MaMoe ..............
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