Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)


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Stox Dude:

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)

 
16.12.03 12:29
Angesichts der schwachen Börsen und einer Fülle von Hiobsbotschaften von amerikanischen Unternehmen über rückläufige Umsätze und einbrechende Gewinne in ersten Quartal sollte man eigentlich zunehmende Skepsis gegenüber dem angekündigten Konjunkturaufschwung erwarten. Trotzdem setzen in ihrem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten die deutschen Konjunkturinstitute voll und ganz auf diese Karte.

Im Jahr 2001 stand dem Anstieg des Bruttosozialprodukts von 235,4 Milliarden Dollar ein Zuwachs der Schulden von Konsumenten und Unternehmen von 1002 Milliarden Dollar gegenüber. Zugleich verschuldete sich der Finanzsektor mit weiteren 916 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal stieg die Neuverschuldung des privaten, nicht finanziellen Sektors um 987 Milliarden und des finanziellen Sektors um 929 Milliarden Dollar, zusammen 1916 Milliarden Dollar, gegenüber einer Zunahme des nominalen Sozialprodukts um 38,4 Milliarden Dollar. Bei näherer Betrachtung schwimmen Konsumenten und Unternehmen nicht in Liquidität, sondern in maßloser Verschuldung.

Frühere Rezessionen hatten ihre unmittelbare Ursache immer in einer Geld- und Kreditverknappung durch die Notenbank. Heute haben wir zum ersten Mal in der Geschichte die Situation, daß ein scharfer Konjunkturrückgang bei massiver Geld- und Kreditvermehrung stattfindet.

Völlig ungewöhnlich ist ebenfalls eine drastisch entgegengesetzte Entwicklung auf der Nachfrageseite: Während sich der Konsument bei stagnierendem Einkommen in neue Schuldenrekorde stürzt, streichen die Unternehmen ihre Ausgaben für Anlageinvestitionen und Warenläger drastisch zusammen. Es ist der schärfste Rückgang der Nachkriegszeit.

Als erstes ist also festzuhalten: Die außerordentliche Investitionsschwäche hat ihre Ursache auf gar keinen Fall in einer restriktiven Geldpolitik. Somit bleibt eine einzige vernünftige Erklärung, und die liegt beim Hauptmotiv aller Investitionen: Seit Jahren sehen sich US-Unternehmen einer enttäuschend schwachen Entwicklung ihrer Gewinne gegenüber.

Sie war schwächer als in jedem anderen Konjunkturzyklus der Nachkriegszeit. Das Gewinnwunder der "New Economy", das Wall Street jahrelang euphorisch beschrieben und gefeiert hat, fand ausschließlich in den Gewinnen pro Aktie statt, die die Unternehmen mit unzähligen Tricks frisierten.

Großer Verlierer bei all dem ist der produzierende Teil der Wirtschaft, Gewinner der Einzelhandel. Was sich in diesen Zahlen widerspiegelt, ist klar und deutlich: Jahre eines maßlosen Konsumrausches, keineswegs aber Jahre einer produktiven Erneuerung. Innerhalb der Industrie schnitten die Bereiche dauerhafte Konsumgüter, industrielle Ausrüstung und Elektronik am schlechtesten ab. Insgesamt schreiben sie inzwischen tiefrote Zahlen.

Was sich in den USA abspielt, ist offensichtlich nicht der übliche Konjunkturzyklus, sondern eine Strukturkrise, die sich primär in einer Gewinn- und Investitionskrise äußert. Dies ist nicht die übliche, harmlose Lagerrezession. Es ist die schwerste Gewinn- und Investitionskrise der Nachkriegszeit, die ihre tiefergehende und anhaltende Ursache in einer maßlosen Schuldenvermehrung vor allem für den Konsum und für finanzielle Spekulationen hat.
 

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kalle4712:

Interessante Argumente. Lesenswert. o. T.

 
16.12.03 20:22
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Depothalbierer:

Finde ich auch, gibts dazu auch eine Quelle?

 
16.12.03 20:40
Wenn nicht spätestens im Juni nächsten Jahres stark fallende Börsen zu verzeichnen sind, kann ich nur sagen:
Hut ab vor den  Tricksern.

Oder aber:

" Der Aufschwung ist daaaa!! "

Mehr fällt mir dazu momentan nicht ein.
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Axelay:

Blablabla.

 
16.12.03 20:43
Gewinnkrise...bla bla.. Investitionskrise .. bla ...bla...

Für solche Postings müsste es eine eigene Rubrik geben bei Ariva. Könnte man irgendwie "Pseudo VWL Forum" nennen. Damit wäre dann klar, dass so ein Geblubber nichts mit Börse zu tun hat. Der DOW steht fast auf Allzeithoch. Wo issn da "die schwerste Gewinn- und Investitionskrise der Nachkriegszeit?". Wisst ihr überhaupt wovon ihr redet? Wahllos werden hier ohne Zusammenhang Zahlen und Charts reingestellt. Wer kennt sich hier eigentlich wirklich mit sowas aus? Und vor allen Dingen: Wer macht sich seine eigenen Gedanken anstatt für alles was sich gut anhört (dazu gehörte vor einiger Zeit auch "double dip") einen grünen Stern zu spendieren? Ich weiß, ich weiß... spätestens nächstes Jahr werden alle diese Infos über die desolate US Wirtschaft in den DOW eingepreist. Der steht dann höchstens noch bei 5000. Gut dass einige Arivaner das schon heute wissen. Schlecht natürlich für die Hausfrauen und Friseure (die kaufen doch jetzt, oder?) die solche Infos nicht haben.

Sorry, dass musste mal sein :-(
Ich poste am besten nur noch in meinen DAX Threads.
Da gibt es morgen die 3950 zu begrüßen. Trotz Wirtschaftskrise.
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Stox Dude:

auch nicht schlecht COT Report vom 13-12-03

 
16.12.03 20:43
CFTC# 13874 E-MINI S&P 500 STOCK INDEX - CHICAGO MERCANTILE EXCHANGE        
   REPORTABLE POSITIONS (FUTURES ONLY)                      : AS OF:12/09/03
--------------------------------------------------:  NONREPORTABLE
     NON-COMMERCIAL      :   COMMERCIAL   :       TOTAL     :    POSITIONS
--------------------------:----------------:-----------------:---­-------------
LONG  :  SHORT :SPREADING: LONG  :  SHORT :  LONG  :  SHORT :  LONG  : SHORT
--------------------------------------------------
($50 X S&P 500 INDEX)                                 OPEN INTEREST:   596,723
COMMITMENTS
129,996  201,619   30,548  294,006  288,385  454,550  520,552  142,173  76,171
CHANGES FROM PREVIOUS WEEK (CHANGE IN OPEN INTEREST:   54,217)
11,688   22,999    9,104   10,807   19,552   31,599   51,655   22,618   2,562
PERCENT OF OPEN INTEREST FOR EACH CATEGORY OF TRADERS
  21.8     33.8      5.1     49.3     48.3     76.2     87.2     23.8    12.8
NUMBER OF TRADERS IN EACH CATEGORY (TOTAL LARGE TRADERS:    215)
    55       72       31       60       58      132      145
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kalle4712:

Axelay: Wenn Dir die ganze Sache zu hoch ist,

 
16.12.03 21:18
warum ignorierst Du die entsprechenden Postings nicht einfach, statt Dich zu beschweren?

Es wird doch wohl erlaubt sein, Meinungen und Informationen auszutauschen - und zwar unabhängig davon, ob der ein oder andere Leser den Inhalt versteht oder nicht.

Konkret: Wenn die westlichen Industrienationen ihre horrende Verschuldung nicht bald in den Griff bekommen, dann wird es irgendwann kräftig knallen. Dagegen war die Weltwirtschaftskrise ab 1929 dann eine Kleinigkeit. Um nichts anderes geht es hier. Soweit jedenfalls meine Meinung.

Gruß
Kalle
Antworten
Stox Dude:

Hyperinflation

 
16.12.03 21:18
DIe Hyperinfaltionsbeispiele von Deutschland 1923, Ungarn 1946, Serbien 1994 haben
gezeigt, dass exorbitantes Papiergelddrucken immer die Ursache fuer anschliessende
Krisen war. Auch die darauffolgende Niedrigzinspolitik der Zentralbanken konnten
in allen 3 Faellen nicht mehr helfen. Die Papiergeldschwemme fuehrt immer
zu Spekulationsblasen und letztendlich zur Inflation, erst bei Vermoegenswerten und
dann im Warenkorb (Volk).
Falls es jeder gemerkt haben sollte besteht keine Deflationsangst mehr, die wurde
anscheinend tatsaechlich in 2001 abgelegt, es besteht eine Inflationsangst.
Ein 7 Jahreshoch bei Gold und ein 20 Jahreshoch bei Platinum unterstuetzt die ganze
Theorie ! Wie es viele gerne ausdruecken, die Commercials & Large Trader handeln die
Zukunft.

Das kann auch Axelay nicht wegreden !

Nehmen wir den Nikkei, wo heute noch die Anleger aus 1990 auf alte Kurse hoffen oder
zumindestens auf die 20,000er Marke ;-)


Im Juni/Juli 2003 sahen wir einen BOND CRASH und ueber 1000 Milliarden US$ wurde
an Kapital vernichtet.

Wir befinden uns in der groessten Bullenfalle der Boersengeschichte !


Inflation heisst Enteignung ohne Gesetz und Grenzen ;-)
  Der Staatsbankrott ist ein einmaliger chirurgischer Eingriff, die Inflation ist
  eine permanente Blutvergiftung.


Die Masse laesst sich von dem Anstieg und den folgenden Medienberichten
"wie gut die Wirtschaft ist"  treiben. Es ist eben einfacher mit dem Strom
zu schwimmen als gegen den Strom.

Fuer die meisten Menschen ist es sehr schwierig,sich ueber Entscheidungen Gedanken
zu machen, die stark von der Norm abweichen. Dies fuehrt zu hohen Dissonanzen.

Da der Mensch bestrebt ist harmonisch zu leben (Harmoniebeduerfniss)passt er sich
seiner Umgebung an, d.h. seinen Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und insbesondere
den Medien an. Man spricht hierbei von der Homogenisierung der Massenmeinung.


 Nie haben die Massen der Wahrheit geduerstet.
 Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es
 vor,  den Irrtum zu vergoettern, wenn er sie zu verfuehren mag.
 Wer sie zu taeuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklaeren sucht,
 stets ihr Opfer.

 Le Bon


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309311
Antworten
permanent:

STOX DUDE

 
16.12.03 21:21
Ich finde deine Argumentation durchaus überzeugend und stimme im Grundsatz damit überein.
Die Gewinne der US Unternhemen sind in der Tat duch zahlreiche Sonderfaktoren künstlich in die Höhe getrieben worden. Dennoch ist der Wille - wenn auch eingeschränkt - noch vorhanden das amerikanische Defizit zu finanzieren.
Auch wenn ich Corporate Amerika nicht traue so gibt es in den USA nach wie vor sehr angenehme Dinge zu erleben.
Als Ausgleich zum Aktien-, Devisen-, Bondmarkt usw. bietet sich ein Spiel in Las Vegas an. Immer eine Reise wert. Auch die Strände von California finde ich sehr entspannend.
Das Leben kann sich so schon angenehm gestalten lassen und sehr schnell verfällt man dem unbarherrzigen Überkonsum.
Gleichzeitig bringt ein Besuch in den USA mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Vieles ist auch dort nur auf Sand gebaut und wirkt hinter der Fassade schon nicht mehr so imposant.

Einene schönen Abend noch.
Antworten
jgfreeman:

@stoxx

 
16.12.03 21:24
wie hoch sind denn die seignorage-einnahmen in den US?

und wer verschenkt bares geld, indem er aktien zu höchstkursen kauft, im wissen, sie sind nicht durch zukünftige gewinne gedeckt?

danke für antwort,

JG
Antworten
Schepper:

Interessante Analyse und eigentlich

 
16.12.03 21:25
in den zentralen Aussagen
schon oft wiederholt und
seit längerem bekannt.

Überraschend ist die anscheinend recht hohe Anzahl
von Börsianern, die diese Entwicklung aufgrund von
Arglosigkeit, Arroganz oder berechnendem Interesse
nicht wahrhaben wollen bzw. nicht wahrhaben können.

Gruß Schepper
Antworten
Stox Dude:

nehmen wir nur mal z.B. die Versicherer

 
16.12.03 21:28
die bei Kapitalinvests einen hohen Prozentsatz in Bonds anlegen muessen ;-)
Wann werden die horrenten Verluste aus dem Bond Crash (Juni/Juli 2003) in den
Buechern auftauchen? Wann sind diese verpflichtet diese zu melden ?

Wer suchet, der findet.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309324
Antworten
kalle4712:

Volle Zustimmung, Stox (Posting 7)

 
16.12.03 21:29
Und ein Hinweis an diejenigen, die die Begriffe "Papiergelddrucken", "Gelddrucken" und "Papiergeld-Drucken" nicht verstehen:

Die Staatsverschuldung ist - obwohl kein physisches Drucken stattfindet - nichts anderes als das oben genannte! Der Staat gibt per Kreditaufnahme mittels Bundesanleihen Geld aus, das ihm nicht gehört. Was bleibt, sind die Forderungen der Gläubiger an den Staat, ohne das reale Werte als Sicherheit dahinterstehen.

Übrigens gefällt mir "Papiergeld-Drucken" von den o.g. genannten Begriffen am besten. Warum wohl?!

P.S.: Stox: Vergiss aber nicht, dass der Anstieg des Goldpreises bisher mit einer ziemlich genau entsprechenden Abwertung des US-Dollar einhergeht.
Antworten
Stox Dude:

kalle: der Dollarverlust

 
16.12.03 21:34
bzw Abwertung des Dollars wurde aufgrund der Geldmenge verursacht.
Es finden sich eben nicht genuegend Dollarabnehmer (mega g).

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309335
Antworten
kalle4712:

Schepper: Gut analysiert (Posting 10).

 
16.12.03 21:41
Stox: Glaubst Du, dass sich der Gold-Preis über kurs oder lang auch auf Euro-Basis nennenswert erhöht?
Antworten
Stox Dude:

Die kollektive Kaufpanik an den Boersen !

 
16.12.03 21:54
Privatinvestoren und besonders deren Vertreter (Fundmanager) investieren wieder so
stark in Aktien wie beim absoluten Top im Fruehjahr 2000. Die US Publikumsfonds
haben niedrigste Cash-Bestaende. Sie sind aehnlich wie im Maerz 2000 voll investiert
und haben keine Reserven mehr, um fuer Nachfrage am Markt sorgen zu koennen.
Privatanleger und Fondmanager (siehe Dresdner Sonntagsboerse bei n-tv)suchen nach
Nachrichten die ihre Positionierungen bestaetigen. selektive Wahrnehmung

Gegenteilige Informationen wie z.B. die epochal hohen fundamentalen Bewertungszahlen
am US MArkt werden hingegen ignoriert oder in ihrer Bedeutung herabgestuft.
Dieser Automatismus der individualpsychologischen Rationalitaetsfallen laeuft
unbewusst ab (aehnlich einem Schlafwandler der aus dem 10 Stock springt ).

Neben den geringen Bargeldbestaenden der Investmentfunds, belasten die hohen Margin
Schulden (Wertpapierkauf auf Kredit) den Markt. An der Nasdaq sind diese zur Zeit
wieder hoeher als im Maerz 2000. Kreditaufnahmen sind immer ein Zeichen optimistischer
Zukunftsaussichten. Je hoeher die Kredite (Wertpapierkredite), desto euphorischer
das Publikum (Kleinanleger)!

 Der Staatsbankrott muss von jenen Menschen durchgefuehrt werden, die
    augenblicklich im Amt sind und auch der Duemmste der Betroffenen merkt,
    was vorgeht.
    Die Inflation hingegen kann auf Jahre verteilt und die Opfer koennen
    jahrzentelang, ohne das sie dessen gewahr werden, in der unglaublichsten
    Weise betrogen werden.

    Felix Somery

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309371
Antworten
Stox Dude:

INSIDER geraten in kollektive Verkaufspanik !

 
16.12.03 22:24
Firmenchefs verkauften in den letzten 3 Monaten ihre Aktien als gaebe
es kein Morgen mehr! Sie kennen die Unternehmenszahlen besser als jeder andere und
sind die wahren Insider. Jeder Privatanleger sollte hellhoerig werden wenn diese
auf Smart Investoren auf der Verkaeuferseite auftreten. Nur alleine im August
(September- November 2003 steigend) verkauften amerikanische CEOs Aktien ihrer
eigenen Firmen im Wert von 3,6 Milliarden US$. Gekauft wurden jedoch nur 86 Mio US$.
Nur einmal in der Boersengeschichte waren die Zahlen so hoch, das war im Sommer
2000 ( Dow 11,000 und DAX 7500). Insider haben noch nie am Tiefpunkt verkauft! Da
sie die Zukunft ihres eigenen Unternehmens am besten einschaetzen koennen, sollte
man ihren Spuren unbedingt folgen. Die Herde der Schafe (nichtswissende Kleinanleger
und ihre Vertreter) kaufen den Firmenbossen deren Aktien entgegen fundamentalen
Fakten ab. Lieschen Mueller kauft, weil die "Experten" dazu raten und behaupten,
die Kurse werden weiterhin steigen und steigen. Auch dieses Mal wird es mit massiver
Vermoegensvernichtung beim Publikum enden !

Der HUI (GOLD INDEX) ist in den letzten 6 Monaten ca 90% gestiegen, der DAX hingegen
nur 68% ! Der HUI steht vor einer langfristigen HAUSSE , auch nach evtl. Korrektur!
Der DAX hingegen machte nur eine Erholung im uebergeordneten primaeren Abwaertstrend
mit und steht noch vor seinen NEUEN TIEFS.

Denkt mal darueber nach - Noch nie wurde in der 400jaehrigen Boersengeschichte
ein BAISSE ENDE in den Medien diskutiert. Warum sollte es diesesmal anders sein?


Die Leute lassen solange am besten manipulieren, wie sie am wenigsten wissen.

Edward O. Wilson



Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309405
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Stox Dude:

Zitat von Paul Volcker (Vorgaenger von A.G.)

 
16.12.03 22:36

Das Schicksal der Weltwirtschaft haengt vollkommen vom Aktienmarkt ab,
dessen Steigerungen wiederum von ca 50 Aktien abhaengen, wovon die
Haelfte der Unternehmen noch nie einen Gewinn gemacht hat.


Von wegen US GAAP (hahahahaha, das ich nicht lache)
Was die Unternehmen in den Bilanzen zaubert ist wirklich lachhaft und
in Dividenden ausgedrueckt auch noch Betrug.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309416
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Moin Stox!

 
16.12.03 22:50
Das mit den Insiderverkäufen hast du vor ca. 6 Monaten exakt so schonmal geschrieben - was die Börsen in der Zeit gemacht haben, weiß jeder.
Das was du hier vorführst ist die, von dir beschriebene, selektive Wahrnehmung par excelence. Du hast dich mittlerweile so in dein Crash-Szenario verrannt, dass es keine andere Variante für dich mehr gibt.
Hast du dich mal gefragt, warum du so daneben gelegen hast die letzten Monate? Das ist das A und O an der Börse - seine Strategie ständig zu hinterfragen und wenn man falsch lag die Gründe zu eruieren, damit man den gleichen Fehler nicht zweimal macht - höchstens neue :-)

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309432

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Stox Dude:

Dr. Udo

 
16.12.03 23:25
In den letzten Jahren habe ich mit Thailand und Indonesien relativ gut verdient,
kannst Dir ja mal die Charts ansehen.
Es ist richtig, das ich ab 2800 den weiteren Anstieg verpasste und auch teilweise
Verluste realisieren musste. Aber wenn ich mir Sommer 2002 bis Maerz 2003 ansehe,
bzw die Gewinne, dann liege ich auf Jahresbasis immer noch im Plus.

Lassen wir mal die daytrader zockerei weg, die eh nur zum Spass ist und gehen
auf die performance nicht naeher ein, zumal man die eh taeglich in den Future threads
sehen kann.

Meine Frage an Dich ist, wieviel hast Du in den letzten 3 Jahren verloren und
bist Du jetzt stolz drauf von dem uebrig gebliebenen Geld in den letzten Monaten
Gewinne erzielt zu haben?
Die Milchmaedchenrechnung geht bei mir leider nicht auf, vielleicht bei Dir, aber
ich wuerde so nicht auf einen gruenen Zweig kommen.

Wiederholt moechte ich Le Bon zitieren
Nie haben die Massen der Wahrheit geduerstet.
Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es
vor,  den Irrtum zu vergoettern, wenn er sie zu verfuehren mag.
Wer sie zu taeuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklaeren sucht,
stets ihr Opfer.

Dein Posting interpretiere ich .....wer sie aufzuklaeren sucht, stets ihr Opfer


Wir sprechen uns bei einem DGR von 1,0 - 0.5 wieder und SP bei mind. 660
und bitte schoen in Aktien investiert bleiben.

Ich bevorzuge zur Absicherung weiterhin Gold/Platinum
Im uebrigen hat der HUI bereits ueber 90% gemacht ! Wieviel der DAX ?

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309448
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Müder Joe:

Die ganze Diskussion ist doch Asche, Leute

 
16.12.03 23:36
Alles Asche und Panikmache.

Deutschland hat eine Staatsverschuldung von 1.300 Milliarden Euro. Das bedeutet pro Bundesbürger (rechnerisch bei 80 mio Krautfressern): 16.250 Euro pro Bürger.

Rechnet man die Kinder un Großeltern weg, kommt man auf eine Verschuldung von ca. 40.000 Euro pro Person.

Das ist durch Konfiszierung des Automobils und der der geerbten Truhe von Oma bezahlbar.


Die Amis haben 6.000 Milliarden Dollar bei 270 mio Einwohner, das entspricht 22 Tsd Dollar, oder, wie bei obiger Rechnung: ca. 50.000 Dollar.

Wo ist das Problem?

Mit der Zwangsenteignung eines Autos wären alle Staatsschulden getilgt.

Es gibt nur noch Horrormeldungen, Fakt ist: es gibt zuviel Kapital auf der Welt, das nach Anlage sucht, und wir sind noch weit, weit weg von irgendeinem Zusammenbruch.

Staatsverschuldung ist Pflicht im Interesse der Hochfinanz.
Antworten
MaMoe:

Und schon geht es wieder los ... Andere Meinungen

 
16.12.03 23:39
werden grundsätzlich in den Dreck getreten ... und mit den "unglaublichen Gewinnen" der letzten Jahre verrechnet ... es wird schon wieder lächerlich ...

aber was solls ...

@Doc: mein Ratschlag an Dich: abnicken und kommentarlos hinnehmen, die Helden sprechen ... das hatten wir schon mal ... obiges (Nr.19) ist für mich keinerlei Comment mehr wert ... es würde nur wieder auf das immer Gleiche rauslaufen: die eine hätten gerne Recht, die anderen habens ... daher: die Welle mitreiten und freuen ... alles andere gibt sich ... und Börse würde nicht funktionieren, wenn es keinen gäbe, der im Moment genau das Gegenteil vom dem machst, was du machst ... zu den anderen Aussagen hätte ich - bis ich Nr.19 gelesen habe - einiges zum Sagen gehabt ... aber das ist es mir nicht mehr wert ...

Daher: freuen über dieses bombastische Jahr und zurücklehnen ...

So long und viel Spass noch ...
MaMoe ..........
Antworten
Stox Dude:

DJ 10129 und Gold 407 = DGR 24,88

 
16.12.03 23:41
Waehrend einer Hausse die bis zur Gier fuehrt, sehen wir einen Abschwung in GOLD.
Das sehe ich diesmal nicht !
In einer Baisse die bis zur ANGST fuehrt, sehen wir einen DGR bei mind unter 10.
Wenn das Papierdrucken so weiter geht und die Inflationsrate steigt, dann koennte
der DGR sogar bei 1,0 und im schlimmsten Fall bei 0,5 stehen !

Im uebrigen hatte die DEUTSCHE MARK in 53 Jahren (1948-2001) ca 75% an Wert verloren
was einer Inflationsrate von 2,75% entspricht. Gold hat im gleichen Zeitraum
318% Gewinn gemacht.

Man muss also mind. 2,75% erstmal verdienen um die Inflation sprich Wertverlust
auszugleichen. Das schafft man staatlichen Anleihen aber kaum in diesem Zeitraum.
Dann sollten wir uns mal fragen, wie lange luemmelte der DAX so vor sich hin ?
Erst 1995 wenn die Gier anfing steigerte sich der Index und die meisten stiegen
bestimmt erst Ende 1999 ein, um dann in den naechsten 3 Jahren enorme Verluste
zu sehen.

Aber ich vergass ja, hier gibt es nur Gewinner ;-)

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309461
Antworten
MaMoe:

@Müder: deine Fähigkeit komplexe Zusammenhänge so

 
16.12.03 23:42
einfach darzustellen muss vererbt sein ... so etwas kann man einfach nicht lernen ...

;-))

Du solltest die Sparquote in Dt. mal in Zusammenhang mit den Staatsschulden bringen ... dann kriegt jeder noch ein neues Auto ...

;-))

MaMoe ..............
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Irgendwie weichst du aus, oder?

 
16.12.03 23:43
Was meine persönliche Performance angeht, liegst du übrigens vollkommen richtig - verwundert aber auch nicht besonders, wenn man wie ich kurz vor dem Crash als absoluter Neuling Geld an der Börse investiert hat.
Trotzdem nochmal meine Frage: Hast du dir Gedanken gemacht, warum du mit deinen Prognosen weit daneben lagst und hast du dementsprechend deine Strategie überdacht?
Du bist ja ein alter Hase im Geschäft und hast eigentlich oft genug bewiesen, dass du eigentlich ein gutes Gefühl für den Markt hast.
Vielleicht liegst du mit deiner Einschätzung ja auch richtig und nur das Timing war falsch - aber egal. Bei mir läuten jedenfalls immer die Alarmglocken, wenn jemand meint im Gegensatz zur "dummen Masse" den Durchblick zu haben. Man übersieht zu leicht, dass man auch nur Teil der Masse ist.
Außerdem stört es mich, dass du ganz offensichtlich nur noch eine Variante siehst, wie sich der Markt entwickeln kann und dazu suchst du die passenden Meldungen - halt selektive Wahrnehmung. In deinen Daytrading-Threads sieht man, dass du auch ganz anders kannst und dementsprechend auch erfolgreicher agierst, da du dort flexibel reagierst.

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309465

Antworten
MaMoe:

@Doc: da muss ich jetzt Stox Recht geben ...

 
16.12.03 23:52
zumindest in der Kontinuität seiner geplanten Anlage ... jetzt innerhalb der Langfristanlage umzuschwenken, wäre in meinen Augen vollkommen falsch ... auch wenn Stox´s Anlagemensch - auch in meinen Augen - gravierende Fehler gemacht hat dieses Jahr, will heissen die Investintervalle viel zu kurz, die Diversifikation ungenügend und die Höhe der Anlagebeträge viel zu hoch gewählt hat ... sofern die Angaben von damals stimmten ... aber nochmals: jetzt von Baer auf Bull zu schalten wäre wohl nicht unbedingt das Klügste, was man machen könnte ...

aber im Grunde sei es mir egal ... ich empfinde nur die schon wieder kurz aufflackernde Aggressivität als - will sagen - ich weiss nicht so recht ...

MaMoe ..............
Antworten
Stox Dude:

Euro langfristig auf 2,00 ?

 
16.12.03 23:52
Wuerde bei der Wiedereinfuehrung des Goldstandards ein Gleichgewichtsgoldpreis
von derzeit 2,716 US$ entstehen. Dabei wurden die offiziellen US Goldreserven
von 265 Mio Unzen Gold ins Verhaeltnis der umlaufenden Geldmenge MO von ca.
710 Milliarden US$ gesetzt. Fuer den Euro belaeuft sich der entsprechende Preis
auf 1,335 EUR. Diese wuerde einem Wechselkurs EUR/US$ von 2,03 entsprechen.

Studie von Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein vom 15-09-03

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309470
Antworten
Müder Joe:

Jaja, die Studien von 23-jährigen

 
16.12.03 23:57
Uni-Absolventen, die statistisches Material der letzten 20 Jahre auswerten ...

.. war schon immer brauchbar, frei nach dem Motto: too little, too late.
Antworten
Dr.UdoBroem.:

Da sind eh die Zentralbanken vor.

 
16.12.03 23:59
Ab ca. 1,30 bis 1,40 werden die massiv intervenieren....

Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309475

Antworten
Stox Dude:

Japan hat dieses Jahr 11 Trillion Yen

 
17.12.03 00:01
zum intervenieren verbraucht mit dem Ergebnis das der Yen auf bisher 107 anstieg.
Das naechste Ziel von 103-105 steht auch kurz vor der Tuer.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309479
Antworten
Schepper:

Ganz so einfach ist das nicht, Müder Joe ...

 
17.12.03 00:09
Denn schauen wir uns das Subjekt der Begierde,
den Crash, doch mal genauer an. Er ist ja kein
Individuum, sondern ein Zusammengesetztes, ein
ökonomisches Debakel, das aus diversen Quellen
entspringt.

Allen vertraut dürfte der Gedanke sein,
dass Spekulationsblasen regelmäßig Bestandteil
eines Crashszenarios sind - erst aufblasen, dann platzen lassen!
Das Schuldenszenario ist ein zweiter Teil, die gefakten
Zahlen und Bilanzen ein dritter (Enron schon vergessen?).
Nebenbei gesagt: ein Staatsbankrott hat stets unerfreuliche
politische Entwicklungen im Schlepptau.

Wann der Crash kommen wird, kann ich in meiner Glaskugel
leider noch nicht erkennen - aber ich weiß, allzu lange wird
es nicht mehr dauern können, denn auch er, dieses Subjekt Crash,
folgt ganz objektiven, nämlich ökonomischen Notwendigkeiten.
(Es ist das Verdienst von Stox Dude, permanent auf diese hinzuweisen.)

Und es interessiert ihn, den Crash, nicht die Bohne, ob Du,
der Bürger, der für seinen Staat bürgt, freiwillig oder unter Zwang,
auf jeden Fall christlich, seinen Luxus-BMW zur Schuldtilgung hingibt ...

Gruß Schepper
Antworten
Müder Joe:

@schepper: wie wird aus Geld Kapital?

 
17.12.03 00:15
Durch Vertrauen.

Geld ist genug da, manche wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

Vertrauen ist DAS ELEMENT, das Geld in investive Prozesse lenkt.

Die Verschuldung weltweit ist angesichts des Vermögens, das theoretisch vorhanden ist, ein Witz.

Das ist das Thema, das China begünstigt und die westliche Welt auf der Strecke bleiben läßt. Hier ist einfach kein Vertrauen mehr da.

Crashs wird es in US nicht mehr geben, die Abfederungsregeln haben schon mehrmals gegriffen.

Es geht nur noch nach oben.

Die Frage wird sein: wer verdient daran?

Ich nicht.

Du?
Antworten
Stox Dude:

Mueder Joe

 
17.12.03 00:31
Leider hatten in der Vergangenheit die Amis die Schulden durch einen Krieg abgebaut.
Nun heisst es War against Terror !
Es gibt einen netten Chart der die Kriege in den langen Baissejahren aufzeigt.
Mir ist aufgefallen, das es waehrend einer Hausse nie einen Krieg gab, komisch oder?

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309493
Antworten
Schepper:

Lieber Joe

 
17.12.03 00:37
Die Antwort auf Deine Frage hat mit dem
folgenden Statemant aus obigem Posting zu tun:


Zitat von Paul Volcker (Vorgaenger von A.G.)   Stox Dude   16.12.03 22:36  
 
Das Schicksal der Weltwirtschaft haengt vollkommen vom Aktienmarkt ab,
dessen Steigerungen wiederum von ca 50 Aktien abhaengen, wovon die
Haelfte der Unternehmen noch nie einen Gewinn gemacht hat.

Warum steigen Aktien von Firmen exorbitant im Wert, die ganz offensichtlich
noch keinen Gewinn erwirtschaftet haben? Weil spekuliert wird auf ein
erforderliches Wertwachstum, das sich im tatsächlichen Warenverkehr nicht herstellen
lässt. D.h. das über die Börse verhandelte Wertwachstum wird fiktiv gegenüber dem tatsächlich kursierenden Werten. Das aber ist der Anfang vom Ende (des Wertwachstums).

Gruß Schepper
zu einer fiktiven Größe.
Antworten
bogard:

@Müder Joe

 
17.12.03 00:40
mit den Schulden und Umlegung auf Bevölkerung und dann Enteignung von Autos ist ja schlüssig formuliert. Aber wer kauft dann die Autos?
Antworten
Stox Dude:

Der Zusammenbruch des Dollar Standards

 
17.12.03 00:48
Als die USA und Großbritannien 1944 auf einer Konferenz in Bretton Woods (New Hampshire, USA) die neue Weltwirtschaftsordnung nach dem Krieg planten, lagen große Teile Europas in Schutt und Asche. Für alle Währungen wurde ein fester Wechselkurs zum US-Dollar und Gold festgelegt, doch durch die weltwirtschaftliche Erholung wurde es in den 1960ern immer schwieriger, das feste Wechselkursverhältnis aufrecht erhalten zu können, da die USA ein anhaltendes Zahlungsbilanzdefizit (Kapitalexporte übersteigen Handelsbilanzüberschüsse) aufwiesen. Die Vermehrung von US-Dollar im Verhältnis zu Gold führte zu einer Unterminierung des Vertrauens in die Goldkonvertibilität des US-Dollar. Als 1968 einige Zentralbanken beschlossen, keine US-Dollar mehr in Gold zu wechseln, entstand der US-Dollar-Standard (US-Dollar als Weltreservewährung ohne Golddeckung). 1971 gab die USA die Goldkonvertibilität auf und 1973 wurden feste Wechselkurse allgemein aufgegeben. Auslösende Ursache waren höhere Inflationsraten in den USA als auch in einigen europäischen Ländern, verursacht durch eine expansive US-Geldpolitik zwecks Sicherung von Vollbeschäftigung und eines steigenden Budgetdefizite ab Mitte 1960er Jahre durch den Vietnamkrieg.

Der Zusammenbruch des Systems von Bretton Woods lehrt, dass eine expansive Geldpolitik zu Inflation führt. In den 1970ern wurde der Konsumgüter- und Rohstoffbereich erfasst, in den 1990ern die Finanzwerte. Da Länder wie China oder Indien in den vergangenen Jahren zu eher deflationären Entwicklungen beigetragen haben, ist eine Inflation im Sinne steigender Preise in allen Bereichen, die durch diese beiden Länder abgedeckt werden können, nicht zu erwarten. Was hingegen teuerer wird sind die Preise bei Versicherungen, Energie, Steuern und Mieten. In der Summe zeigen die Indikatoren daher eine Inflationsrate nahe null. Aus Angst vor einer Deflation nach japanischem Muster weitet die US-Notenbank die Geldmenge weiter und weiter aus (Inflation im eigentlichen Sinne), auf Basis von Schulden (vgl. dazu hier). Aktienblase, Anleihenblase, Immobilienblase,... die Inflation erzeugt multiple Blasen, die sich abwechseln, denn wo es Schulden gibt, da gibt es auch auf der anderen Seite der Bilanz Vermögen und jenes will gewinnträchtig angelegt werden. Da die Geldvermögen (und damit auch die Schulden) aber allein schon durch den Zins wachsen und primär nicht mehr in Arbeitsplätze schaffende Realinvestitionen sondern in Anlagen fließen, kommt es immer wieder zu spekulativen Blasen, während derer die Preise allein durch den steigenden Trend weiteres Kapital anziehen. Es deutet vieles darauf hin, dass wir keine Entwicklung a la 1929 sondern eine wie in den 1970ern vor uns haben: Stagflation. Die Parallelen sind erstaunlich. Selbst der Irak-Krieg als Pendant zum Vietnam-Krieg fügt sich in dieses Szenario, denn auch dessen Kosten werden über Kredite finanziert, wodurch die US-Geldmenge wächst (Inflation).

Aus Sicht primär der asiatischen Länder stellt sich die Situation wie folgt dar: Damit die eigene Wirtschaft wachsen kann wird die eigene Währung künstlich niedrig gehalten, wodurch die Exportindustrie ihre Güter in den USA günstiger anbieten kann. Japanische oder chinesische Unternehmen erhalten nach dem Export ihrer Waren in die USA jedoch logischerweise US-Dollar, die sie aber gegen die heimische Währung wechseln wollen. Damit es aber nicht zu einer Aufwertung der Währung kommt, weiten die jeweiligen Notenbanken ebenfalls ihre Geldmenge aus und kaufen dann für die eigene Währung US-Dollar, die sie wiederum in US-Anleihen anlegen - wodurch das immense US-Handelsbilanzdefizit überhaupt erst ermöglicht wird. Daraus resultiert der Effekt, dass sich US-Anleihen und US-Dollar konträr entwickeln. (Chart) Nun wird dieses System aber nicht ewig funktionieren und zuletzt hat sich bereits angedeutet, dass die dadurch entstandene Anleihenblase vor dem Platzen steht. Bill Gross, Verwalter des weltgrößten Anleihenfonds Pimco, rechnet mit einem mehrjährigen Bärenmarkt bei Anleihen, was synonym zu steigenden Zinsen wäre. Und genau wie in den 1970ern deutet sich eben jenes in den USA an: steigende Rohstoffpreise gepaart mit steigenden Zinsen und einer Stagnation der Wirtschaft. Vor allem steigende Zinsen werden vermutlich dazu führen, dass große Summen aus dem US-Aktien- und Anleihenmarkt abfließen werden, wodurch der US-Dollar weiter unter Druck bleiben wird. Der US-Dollar-Standard steht vor dem Zusammenbruch, es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Interessant erscheint die Aussage von EU-Kommissionspräsident Romani Prodi wonach Russland in Betracht zieht, seine Öl- und Gasgeschäfte in die EU zukünftig in Euro zu fakturieren. Auch andere Länder wie Malaysia oder Iran suchen mit der Schaffung einer eigenen Transaktionswährung (Gold-Dinar) oder der Fakturierung der Ölgeschäfte in Euro nach Möglichkeiten, sich aus dem US-Dollar-Monopol zu befreien (vgl. dazu hier). Neben dem Yen, dem Euro und Gold entwickelt sich auch der chinesische Yuan zu einer echten langfristig tragfähigen Alternative. Derzeit ist die chinesische Währung noch an den US-Dollar angebunden, doch der Forderungen seitens zahlreicher Länder, den Yuan frei floaten zu lassen, wird früher oder später nachgegeben werden müssen. Die Unterbewertung dürfte bei rund 50% liegen, weshalb es wohl auch China schwer fällt, die Floatung zu ermöglichen, hält das Land doch immense US-Dollar-Reserven. Zudem drohte dann eine wahre Finanzblase, denn welcher Investor wollte sich diese Chance schon entgehen lassen? US-Anleger sollten in Betracht ziehen, ihr Geld in China anzulegen und womöglich ist es genau das, was die Chinesen beabsichtigen – neben der Gewinnung von Exportvorteilen. Sobald China den Yuan gegen den US-Dollar frei floaten lässt, wird der US-Dollar-Standard "Historie" sein. Die Frage ist allerdings: wohin mit den ganzen US-Dollar-Scheinen? Wer nimmt diese ab? Wie schafft man es, aus dem US-Dollar-Monopol auszuklinken, ohne das Finanzsystem ernsthaft ins wanken zu bringen? Wenn der US-Dollar weiter an Wert einbüßt, wird folglich die US-Nachfrage sinken, denn ausländische Anbieter werden kaum den Währungsverfall über höhere Preise abfangen können. Hinzu kommt, dass die Rohstoffpreise in US-Dollar weiter steigen, was den Verbrauchern wie auch den Unternehmen Kaufkraft für andere Güter und Dienstleitungen nimmt. Daher muss ein Ersatzmarkt gefunden werden und es scheint, als seien primär China und Indien dazu auserkoren.

Der Zusammenbruch des US-Dollar-Standards wird früher oder später zu einem massiven Anstieg der Inflationsrate in den USA führen, was globale "Schockwellen" hervorrufen dürfte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass eine Flucht aus den Papierwährungen (vgl. dazu hier) den Goldpreis auf neue historische Höchststände treiben wird. Es erscheint daher sinnvoll, langfristig in Gold und Goldminenaktien anzulegen. Auch Silber dürfte von einer Gold-Hausse nicht unbeeinflusst bleiben. Womöglich wird letzteres wie schon in den 1970ern den spektakulärsten Anstieg verzeichnen, was sich nicht zuletzt durch den Basiseffekt ergibt - Silber ist schlichtweg in absoluten Preisen günstiger als Gold. Die Chinesen haben ein tiefes Verständnis von Wirtschaft. Die Eröffnung von Gold- und Silberbörsen erscheint als Auftakt zu einer Bildung von Vermögen in der einzigen Anlage, die alle Jahrhunderte überlebt hat, daher nicht ganz zufällig.


PS: Interessanter Artikel, fuer mich auf jeden Fall ;-)
Antworten
bogard:

@Stox

 
17.12.03 00:55
Der Anstieg des Goldes wird in der Regel durch eine steigende Inflation begleitet. Ist bisher jedoch noch nicht der Fall.
Antworten
Schepper:

Zwei Dollar für einen Euro

 
17.12.03 01:00
erscheint unter solchen Prämissen
gar nicht mehr so unwahrscheinlich.
Die Dollarschwäche zwischen 1995 und 1997
hatte ja bereits Stände ergeben, die umgerechnet
(in der Spitze) ein EURO/DOLLAR-Verhältnis
von 1,45 ergeben würden.

Gruß Schepper  

Antworten
Stox Dude:

Die Boerse denkt voraus

 
17.12.03 01:04
Leider hatte ich mich fuer kurze Zeit blenden lassen und bin bei meinen kurzen
Shortausfluegen in Gold gluecklich davongekommen.
Die Commercial Short Seite von denen viele sprechen kann man auch als Absicherung
der Long Positionen interpretieren, zumal die Commercials wohl die Goldfirmen
selbst sind und die den rapiden Anstieg absichern wollen.

Sobald eine steigende Inflation bestaetigt ist, sehen wir wohl noch viel
hoehere Goldpreise.

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309501
Antworten
jgfreeman:

@stoxx

 
17.12.03 01:30
dein vergleich Dollar-Euro-Gold hinkt etwas. die "geldmengen" sind so ohne weiteres nicht vergleichbar, einige stellschrauben sind anders eingestellt (z.B. reserve-einlage-verhältnis).

oder liege ich hier falsch?


gibts eigentliche schon eine relation geldmenge-dollar / geldmenge euro / globale anzahl wiener würstchen? ;-)
Antworten
Stox Dude:

nicht mein Vergleich

 
17.12.03 01:38
kannst ja mal einen Brief an die Dresdner senden ;-)

Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1309504
Antworten
Depothalbierer:

Da ist man mal ein paar Stunden nicht da und

 
17.12.03 10:22
schon ist hier wieder sehr viel geschrieben worden.

Deshalb nochmals meine Frage nach der Quelle zu # 1 :

Wo kann man die Daten über den Verschuldungsgrad usw. direkt nachlesen?
Antworten
Parocorp:

schliess mich dp an o. T.

 
17.12.03 10:36
Antworten
kalle4712:

MüderJoe: Das Problem mit den Autos

 
17.12.03 10:44
(Posting 20) ist: Bei 40 Mio. Autos müssten diese jeweils ca. 30.000 Euro wert sein, um auf eine Summe von 1,2 Billionen zu kommen.

Das wird wohl nicht klappen, denn jeder Bürger müsste einen relativ hochwertigen Neuwagen besitzen, der noch nicht angemeldet wurde. Die Realität sieht anders aus, und vor allem liegen sehr sehr viele Fahrzeugbriefe in den Tresoren der Banken.
Also: Der Großteil der in Autos steckenden Werte besteht wiederum aus Schulden. Oder willst Du die Banken enteignen, woraufhin es Pleiten geben würde? Dann müsste nämlich wieder der Staat einspringen. Die praktische Folge wäre indirekt: Der Staat würde seine Schulden tilgen wollen, indem er sich selbst enteignet. Ein schönes Perpetuum Mobile, das wohl nicht funktionieren würde.

Aber Spaß beiseite: Sollte es staatlicherseits auch nur einen Gedanken an Enteignungen geben (direkte meine ich; Steuern, Inflation und anderes lasse ich hier mal weg), dann werden die Leute natürlich ihre Kohle verstecken. Gold dürfte dann erst recht steigen.

Danke für dieses Pro-Gold-Argument, MüderBengel.

(bogard hat es viel einfacher auf den Punkt gebracht - Posting 34)
Antworten
kalle4712:

Stox: Die US-Geldmenge M0 als Basis

 
17.12.03 10:46
für den Goldpreis heranzuziehen, halte ich für etwas dürftig. Man sollte schon alles Geld heranziehen - dazu zählen für mich auch die Schulden der USA, denn ich gehe davon aus, dass die USA niemals die Hosen runterlassen wollen werden, indem sie ihre Schulden nicht bedienen. Da die Schulden aktuell bei ca. 6.000 Milliarden liegen, müsste der Goldpreis auf über 20.000 USD/Unze hochschnellen.
Aber das ist nur ein kleines Rechenspielchen.

Viel interessanter finde ich, dass die Schulden der westlichen Industrienationen niemals mehr auf erhliche Weise werden beglichen werden können. Gold wird daher weiter steigen, weil die Leute nach Sicherheit suchen werden. Der einzige ehrliche Weg aus der Verschuldung wäre eine sehr hohe Inflation - aber auch diese würde Gold begünstigen.
Antworten
kalle4712:

Posting 35 empfehle ich jedem zum Nachlesen

 
17.12.03 10:46
Zum Silber: Falls wieder das historisch gültige Gold/Silber-Verhältnis von 13 erreicht werden sollte, bedeutet dies folgendes: Wenn Gold sich vom Tief aus wieder (wie in den Siebzigern) ver-20-fachen sollte, dann stünde Gold in einigen Jahren bei 5000 USD/Unze und Silber demnach bei knapp 400 USD (woran ich allerdings nicht glaube; wäre einfach zu irre).
Antworten
Depothalbierer:

Hallo kalle4712, zu 43

 
17.12.03 10:57
Darkknight wollte sicherlich mal wieder mit ein paar witzigen Postings den Thread auflockern.

Ich bin überzeugt davon, daß ihm das Problem mit den Autos bekannt ist:

Alt, aber bezahlt ist out!
Antworten
TomSlotty:

@Müder Joe, Posting 20

 
17.12.03 13:20
Wenn man versucht, zu rechnen, dann sollte man doch wenigstens mit korrekten Zahlen spielen.

Zur Verschuldung müssen auch alle sonstigen ZahlungsverPFLICHTungen wie z. Bsp. Pensionen hinzugerechnet werden, denn die müssen auch bezahlt bzw. gedruckt werden.

Die Verschuldung der Amis ist also inoffiziell MINDESTENS 4mal so hoch...

Greetz
Tom
Antworten
Stox Dude:

Der Lockruf des schnellen Geldes

 
17.12.03 14:31
Jede(r) moechte soviel wie moeglich davon haben. Viele Entbehrungen werden auf sich
genommen, nur damit die Kasse stimmt. Man prositituiert sein Wissen (Guenther Jauch?)
oder sogar seinen Koerper bzw seine Stimme (Dieter Bohlen?). Einige liessen sich
sogar in Container einsperren, andere dopten ihren Koerper fuer einen kurzen
temporaeren sportlichen Erfolg, um einen Megawerbevertrag zu bekommen. Man will es
einfach so bald wie moeglich geschafft haben, damit alle Traeume in Erfuellung
gehen; am besten schon vor dem laestigen Schulabschluss.
Jede Generation moechte immer voluminoesere Mengen an effektiven Einheiten
(namens Geld) sein Eigen nennen, um eine groessere Verfuegungsmacht ueber Gueter
und Dienstleistungen zu besitzen und ihren ueber Generationen anerzogenen Konsumrausch
befriedigen zu koennen.

Was ist Geld
Geld wird laut Eznyklpaedie von Brockhaus "als allgemeines, meist staatlich
anerkanntes oder eingefuehrtes Mittel des Zahlungsverkehrs definiert".
Das lat. Wort pecunia (Geld) wird i.d.R. auf pecus (Vieh) zurueckgefuehrt; es
weist sakrale Herkunft des Geldes als Ersatz fuer das Opfertier hin, das auf der
Muenze abgebildet wurde. Wer spielt zur Zeit das Opfer unserer Geldscheinwelt und
wer wird alle seine Opfergroschen verlieren?

In der Volkswirtschaft wird zwischen den Formen Warengeld und Nominalgeld
unterschieden, wobei in der modernen Volkswirtschaft dem Warengeld keine
grosse Bedeutung und Beachtung mehr geschenkt wird. Bei den Waren werden meist
Zigaretten, Kauri-Muscheln bzw Gold und Silber genannt. Das Nominalgeld koennte
mal als offizielles, d.h. staatlich legitimiertes Zwangsgeld definieren. Seit

der Aufloesung des Bretton-Wood-Systems von 1945-1971 und dem Scheitern des
Smithson'schen Abkommens von 1971-1973 leben wir im Zeichengeldexperiment bei
freien Wechselkursen. Im amerikanischen Wortgebrauch wird das Konfettigeld, d.h.
Papiergeld ohne Deckung, als fiat money bezeichnet.

Neben der Tauschmittel -und Recheneinheitsfunktion ist die Wertaufbewahrung die
wichtigste Geldfunktion. Fuer einen Arbeitnehmer und Unternehmer ist es von grosser
Bedeutung seine Arbeitsleistung zunaechst zu kosnervieren und diese Kaufkraft
in die Zukunft zu transformieren, damit er die Fruechte fuer all den Schmerz und
Leid des langen Arbeitslebens geniessen kann. Dieser Vorgang wird auch
volkswirtschaftlich Sparen genannt und sollte die Triebfeder der Investition
sein.

Doch wer kann dieses sagenhafte Zaubermittel herstellen
Die Produzenten sind gemaess der volkswirtschaftlichen Lehre die Zentralbanken,
die Geschaeftsbanken und in Ausnahmefaellen die Regierungen. Die Geldschoepfung
(-produktion) erfolgt am sichtbarsten durch die Ausgabe von Banknoten (Notenbank)
und Muenzen (evtl. Regierung). Daneben gibt es sogenannte Giralgeldschoepfung
des Geschaeftsbankensystems. Sie besagt, dass die Kreditinstitute auf Basis der
ihnen zufliessenden Mittel einen Kreditspielraum erhalten, der ein Mehrfaches
dieser Einlage betragen kann. Dabei wird vorausgesetzt, dass die herausgegebenen
Kredite bei den Banken wieder als Einlage angelegt werden und dadurch erneut
fuer eine weitere Kreditvergabe verfuegbar sind. Diese Kreditbewegungsfreiheit
wurde in den letzten Jahrzehnten grosszuegigerweise durch die Geschaeftsbanken
und ihre Schuldnern,d.h. Staat, Unternehmen (darunter auch Geschaeftsbanken
untereinander) und Privathaushalte, wahrgenommen. Unter solch einer Kreditorgie
bleibt meistens die Preisniveaustabilitaet, das oberste Ziel der Geldpolitik in
einer Waehrungsunion, auf der Strecke. Der Binnenwert des Geldes bleibt aber nur
stabil, wenn der gewichtete Durchschnitt der Preise fuer Konsumgueter und
Investitionsgueter einer Volkswirtschaft weder dauerhaft steigen noch sinkt.
Stoerfaktor dieser Geldwertstabilitaet werden DEFLATION (lat. deflare=wegblasen)
und INFLATION (lat. inflare=aufblaehen) genannt.
Inflation entsteht, wenn sich die Geldmenge staerker ausdehnt als das Gueterangebot,
Deflation et vice versa. Das Gueterangebot hat sich gem. Prof.Dr. Hamer seit 1973
vervierfacht,die Geldmenge verziegfacht. Folglich befinden wr uns in Mitten eines historisch einmaligen inflationaeren Prozesses.

Verantwortlich fuer diesen Kaufkraftverlust sind vermutlich die oeffentliche hand
und sein Zentralbankensystem als auch Banken als Helfershelfer der Regierung.
Im Gegensatz zu allen anderen Organisationen beziehen Staaten ihre Einkuenfte
nicht als Bezahlung fuer geleistete Dienste. In einer Geldwirtschaft mit
fiat money
ist es fuer die Obrigkeit einfach sich Geldvermoegen anzueignen,
um mit ihnen Gueter oder Dienste einzukaufen bzw. sie als Subventionen an
bevorzugte Gruppen weiterzuleiten. Die Aneignung bzw Beschlagnahmung erfolgen
indirekt; im Volksmund nennt man diesen Vorgang Besteuerung. Da aber Steuern
und Beschlagnahmung unpopulaer sind und in unruhigen Zeiten historisch gesehen
zu Revolutionen fuehrten, legalisierte man die Verschuldung ueber die Kapitalmaerkte
als Alternative.
Durch die Verschuldung ueber die Kapitalmaerkte erhoeht sich die Geldmenge. Diese
verwaessert die Kaufkraft der Gueter und fuehrt zur Inflation. Die Profiteure
dieser Geldfaelschung sind die Faelscher und deren lokale Hehler, da ihre
Einkuenfte noch vor den Preisen fuer Gueter und Dienstleistungen steigen. Die
ersten Empfaenger des neuen Geldes gewinnen am meisten, und zwar auf Kosten der
letzten Empfaenger. Im Volksmund heisst das Schneeballsystem, Pyramidenspiel
bzw Rentensystem. Die Verlierer tragen die Hauptlast der indirekten Besteuerung.
Dies sind Besoldete, Empfaenger von Lebensversicherungen, Rentner, Vermieter von
Langzeitvertraegen, Inhaber von Schuldverschreibungen, Bargeldbesitzer etc.

Wenn die Regierung das Geld verschlechtern will, um alle Glaeubiger zu
betruegen, so gibt man diesem Verfahren den hoeflichen Namen Inflation"


George Bernhard Shaw (1856-1950)
Nobelpreistraeger fuer Literatur 1925


In einfachen Worten gefasst, die Federal Reserve vertreten durch Alan Greenspan,
bildet einen Schuldenberg,druckt Papiergeld wie verrueckt, verursacht dadurch
den Fall des Dollars,zuendet die Inflationsspirale, um dann weniger an die
Glaeubiger rueckzahlen zu muessen!

Da Inflation eine betruegerische Eigentumsverletzung ist, koennte es sie
auf dem freien Markt nicht geben.

Murray Newton Rothbard


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310380
Antworten
Ca.Gouverneur:

Bis Ende Juli.04 wird es unaufhaltsam

 
17.12.03 14:43
auf neue Hochs gehen.
Ab August.04 sollte man auf Put`s umschichten
Antworten
Schwachmat:

Posting-Nr. 7 ist überlegenswert...

 
17.12.03 14:56
bei der scheinbar irrationalen dollarschwämme...
das deflationsgespenst scheint trotzdem noch nicht ganz vom tisch zu sein.
ob wir tatsächlich in die inflation gleiten, dies wäre wohl die schlimmst-mögliche bestrafung für alle rational lebenden menschen, werden wir sehr bald an den weiteren preisentwicklungen feststellen.

fest steht: die usa haben eine kontraproduktive scheinwirtschaft, die auf tödliche ausbeutung und manipulation der restwelt, durch beherrschung, kontrolle und monopolisierung aller kapital- und rohstoffmärkte, basiert.
kurz gesagt: wir sind sklaven für den erhalt irrationaler amerikanischer lebensstandards.
Antworten
Stox Dude:

Staatsschulden Deutschland: Maerchenstunde !

 
17.12.03 15:06
Offizielle Staatsschulden - Neuschulden
Pro Sek.:         2,271 Eur
Pro Std.:     8,175.600 Eur
Pro Tag.:   196,214.400 Eur
Pro Mon.: 5,886.432.000 Eur

Altschulden: 1,300 Mrd EUR

Inoffizielle (verdeckte) Staatsschulden
Ansprueche aus Renten - und Pflegeversicherung, Beamtenpensionen

ca 3,500 Mrd EUR.

Insgesamt: 4,800.000.000.000 EUR

Die Neuverschuldung dient der Bezahlung der Altschulden. Fuer neue Kredite
in Hoehe von 930 Mrd Euro waren Zinsen in Hoehe von 1,057 Mrd Euro faellig.
(Quelle: Welt am Sonntag, W. Reitzle 10 August 2003). Somit naehrt sich
die Verschuldung aus sich selbst heraus.

Das Maerchen der Netto-Neuverschuldung, die oeffentlich gerne als jaehrliche
Neuverschuldung bezeichnet wird, klingt bereits abgedroschen. Solange es
Netto-Neuverschuldung gibt, wird es keinen Abbau der Altschulden geben.
Netto-Neuverschuldung ist die Differenz zwischen Kreditaufnahme waehrend
eines Jahres und der Tilgung alter Kredite. Jede neue Schuld (=Kredit) erhoeht
die Geldmenge! Ohne parallelen Anstieg des Gueterangebots belastet dieser
Vorgang die Preise.

Aufgrund historischer Maengel bei der Praevention vor uebertriebener Staats-
verschuldung wurden verschiedene Schutzmechanismen im Geldschoepfungsprozess
eingebaut, damit Fehler der Vergangenheit nicht wiederkehren.
Das Erinnerungsvermoegen unserer Politiker und Buerger ist leider von kurzer
Natur. So koennen sich unsere Staatsfuehrer nicht mehr an den Maastrich-Vertrag
von 1992 erinnern, der eine jaehrliche Neuverschuldung von max. 3% des BIP und
hoechstens 60% des BIP als Schuldenstand akzeptiert. Das Deutsche Institut

fuer Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet fuer 2003 und 2004 eine Quote des
oeffentlichen Defizits von jeweisl 4,3% des nominalen BIP. Auch das Ziel eines
Schuldenstandes von 60% wird dem DIW zufolge mit voraussichtlichen 64% und 67%
in den beiden Jahren 2003 und 2004 ueberschritten. Der Brief aus Bruessel
duerfte dann nicht nur fuer die Deutschen dunkelblau werden.

Auf Artikel 115 GG, in dem der Bund nicht mehr Kredit als die Hoehe der im
Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben fuer Investitionen ausgeben darf, sollte
man gar nicht naeher eingehen, da bisher jede Regierung diese Grenze
zur Abwehr einer Stoerung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts
im Namen des Volkes ueberschreiten musste (Ausnahme 1969)

Das erinnert an den italienischen Finanzwissenschaftler Amilcare Puviani
der seiner Regierung vorschlug:

Fuehre zeitlich befristete Steuern ein, um eine Notlage zu ueberwinden,
wobei alledings die Ausnahmesituation immer bestehen bleibt und mit ihr
die temporaere Steuer


Das Problem der Regierung spiegelt sich auch bei Deutschen Banken wieder.
Frei dem Motto "Nein wir haben keine Bankenkrise"
Erinnern wir uns nur mal an:
Gontard & Metallbank
BkmU Bank
Wertpapierhaendler Guthmann & Roth
Hannoverschen Leben
Gerling Konzern
BFI Bank
West LB
Mannheimerische Versicherung
Bankhaus Hornblow Fischer

Dann sehen wir uns nur mal die Kursverlust seit dem Alltime High folgener
Firmen an

Allianz-Dresdner  ca -86%
Commerzbank       ca -88%
Hypvereinsbank    ca -90%
Deutsche Bank     ca -68%
MLP               ca -96%

(basierend auf Kursverlust vom Top bis Bottom, 08-10-2003 Schlusskursbasis)


Aber keine Sorge:
Ein ehemaliger deutscher Arbeitsminister sagte:Unsere Rente ist sischer
und viele glauben heute noch dran. Deshalb hoffen wir, dass auch unser Geld
sischer bleibt.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310495
Antworten
54reab:

das einzige, das einigermaßen sicher ist,

 
17.12.03 15:12
ist die umlagefinanzierte rente. rücklagen können verzockt werden (she. versicherungen). aktien können verfallen, da es nicht mehr genügend konsumenten gibt. verpflichtugen aus der umlagefinanzierung können notfalls als sachleistung erbracht werden.;o)  
Antworten
Schwachmat:

"nichts ist so sicher, wie die unsicherheit"

 
17.12.03 15:54
wenn der crash so eintritt, wie von einigen klugen köpfen (richebächer, prechter, hamer, hannich...) vorhergesagt, wird es wohl keine möglickeiten geben davon in irgendeiner weise a la' short zu profitieren, schon alleine deshalb, weil sich ca. 90% aller bankeinlagen, gelder, derivate... in luft auflösen werden.


noch ein lesenswertes buch zu diesen themen: "was passiert, wenn der crash kommt?" von eberhard hamer (ausnahmsweise mal ein deutscher autor).
Antworten
kalle4712:

Korrektur: In Posting 44 muss es natürlich

 
17.12.03 15:54
'der einzige "ehrliche" Weg aus der Verschuldung' statt 'der einzige ehrliche Weg aus der Verschuldung' heißen.
Antworten
kalle4712:

Stox: Soweit ich weiß, bedeutet

 
17.12.03 15:56
"fiat money" nichts anderes als "Verordnungsgeld", weil es der Bevölkerung verordnet wurde - statt dass diese sich ihre Währung selbst hätte wählen können.

P.S.: Ein kluger Mann, dessen Name mir leider entfallen ist, hat gesagt: "Gold ist Geld. Und Geld ist Gold."
Antworten
Stox Dude:

Schwachmatt: Da hast Du allerdings recht

 
17.12.03 16:05
in solch einem Schwarzmaler Szenario waeren auch Puts nichts mehr wert ;-)

Nur wird solch ein Szenario nicht eintreten, sondern eine nette Abwaertsbewegung
die ueber Jahre anhalten wird und genau damit kann man Geld verdienen.
Selbst wenn ein Crash kommen wuerde (max. 10-20% Verlust am Tag- schade das
der nicht im November kam ;-), waere dies noch nicht das Ende der Finanzwelt.

Mein Ziel von SP650-660 erscheint im Verhaeltnis realistischer und kann
in 2004 spaetestens 2005 erreicht werden.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310624
Antworten
BeuleVonOst:

Quelle zu # 1

 
17.12.03 16:49
Handelsblatt, 3.-4. Mai 2002, von Kurt Richebächer  
Antworten
permanent:

Beule von Ost

 
17.12.03 18:36
Deinen Quellenhinweis halte ich für ein sehr interessantes Stück Information.

VIELEN DANK
Antworten
Schwachmat:

halbe sachen mag ich nicht,

 
17.12.03 19:24
auch was einen crash angeht.
allerdings sollte uns spätestens seit diesem jahr die macht der manipulationen der usa an den kapitalmärkten bekannt sein.
einen wie von stox prognostizerten '04er wahljahr crash kann mir nur schwer vorstellen, danach vielleicht umso heftiger. überfällig ist er allemale.
ein bankencrash steckt hierzulande meiner ansicht nach schon in der anfangsblüte.

robert prechter geht unter anwendung der e-w-theorie von einem mindestrückgang auf 777 punkte aus, aber nicht im s&p 500, sondern im dow jones industrial average!!! alleine für die nennung eines solchen kursziels durch einen amerikaner hätte der mann sich einen preis für mut verdient.
für einen crash solcher ausmaße dürfte die freude von leerverkäufern nur für sehr kurze zeit anhalten und gewinner wären vermutlich absolventen eines survival-lehrgangs.
das überleben der rasse mensch auf dem planeten erde könnte dadruch allerdings vermutlich um einige jahrzehnte verlängert werden. ;)

übrigens hat einst marc faber, der wohnt bei stox um die ecke und wird von robert prechter als einer der wenigen seriösen populären finanzmarktprofis erwähnt, als beweis für den zeitlichen verfall eines jeden zinssystems eine schöne beispielrechnung aufgestellt, in der nachgewiesen wurde, daß sich ein einziger lumpiger dollar im jahre 1000 zu 5 % zinsen angelegt bis zum jahr 2000 auf das 4 millionen fache des gesamten bruttosozialprodukts der welt summiert hätte.
chic oder?
tja, und so in etwa kann man sich wohl heutzutage die megakapitalmarktblase mit all ihren irrationalen größenwahn und auswirkungen vorstellen.

zu kurt riechebächer möchte ich noch anfügen, daß er als einer der letzten großen ökonomen gilt. wer schon vor 4 jahren seine warnungen vernommen hat, könnte heute gut dastehen.
Antworten
Depothalbierer:

Danke für die Quellenangabe.

 
17.12.03 19:41
zu 59
An einen richtig fetten crash glaube ich nicht, die Player werden schon zusehen, daß es (für sie) was zu verdienen gibt.

ps: Für den Anfang würden ja 7777 Punkte erstmal reichen.
Antworten
js111:

SchGeiler Thread....

 
17.12.03 19:47
...Schwachmat, ich glaub Du bist mathematisch begabt oder ?
(oder belesen)

Gefällt mir, auch die Postings von den anderen hier, Stox, Kalle z.B.
Antworten
MaMoe:

Na wenn wir das jetzt alle schon wissen, dann

 
17.12.03 22:41
gibt´s nur eines: ERSCHIESSEN, oder in die Hosen machen ... und um euch eine Freude zu machen: ... hier geht´s weiter ...Per April 2003 haben sie den Stand von US$ 6.2 Bio oder US$ 22'000 pro Person erreicht. Diese Zahl kann sich mit den Staatsschulden anderer westlicher Länder durchaus vergleichen lassen. Viel dramatischer sind aber die anderen Schulden. Die USA haben in allen Sektoren zusammengerechnet (öffentliche, unternehmerische und private Haushalte) Schulden von US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person. Die USA sind somit abhängig von ausländischen Kapitalgebern.   Dieser Chart zeigt die Schulden von US$ 693 Miaim Jahr 1957 oder US$ 4'000 pro Person verglichenmit den US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person im Jahr 2002. Bei allen Angaben auf den jeweiligen Charts muss beachtet werden, dass die europäische Schreibweise nicht mit der amerikanischen übereinstimmt.Die Zählweise in Europa ist Millionen, Milliarden, Billionen, Trillionen. Im Gegensatz dazu in den USA Millionen, Billionen, Trillionen. Die Bezeichnung Milliarden gibt es in den USA nicht. Die Bezeichnungen in den deutschen Texten entspricht unserer Zählweise.   Auf dem untenstehenden Chart sehen Sie die rote Line, welche Amerika‘s Schulden seit 1957 repräsentiert, verglichen mit der blauen Linie, welches das Wachstum gemessen am nationalen Einkommen zeigt. Von 1957 bis in die frühen 1970-Jahre haben sich beide Kurven ungefähr verdoppelt; d.h. das Verhältnis der Schulden zum nationalen Einkommen ist in etwa gleich geblieben. In den 1990ern stiegen die Schulden mehr als zweimal so schnell wie das Wachstum der Wirtschaft.   Schulden pro Person (Kinder inklusive)Dieser Chart zeigt die gesamten Schulden auf Kapitalbasis, inflationsbereinigt. Links sehen wir, dass 1957 (umgerechnet in heutige US$) jede Person durchschnittlich mit US$ 25'793 verschuldet war. Da wir hier eine inflations-bereinigte Berechnung haben, müssten die Zahlen von 1957 und 2002 gleich geblieben sein. Aber rechts sehen wir, dass die Verschuldung auf US$ 119'442 pro Person gestiegen ist, was einem Anstieg von US$ 94'000 entspricht.   Weiter unten sehen Sie, wie sich die Verschuldung über die Jahre von 1957 bis 2002 entwickelt hat. Es handelt sich um einen inflations-bereinigten Schuldenanstieg von 4.6 mal pro Person.Interessant zu beobachten ist, dass 1982, dem Beginn des grossen Börsenbooms, die Schulden schneller zu steigen begannen als vorher. Es scheint ein direkter Zusammenhang zu bestehen von steigender Verschuldung mit boomenden Börsen.   Aufteilung und Entwicklung der Schulden der USA nach Sektoren Die grüne Linie zeigt die Schulden der einzelnen Staaten und GemeindenDie blaue Linie zeigt den Verlauf der privaten VerschuldungDie gelbe Linie zeigt die UnternehmensverschuldungDie rote Linie zeigt die Verschuldung des FinanzsektorsDie schwarze Linie zeigt die nationale VerschuldungWährend die gesamte Verschuldung in den 60er und 70er Jahren nur langsam anstieg, zeigt sich ab den 80er Jahren eine stark steigende Verschuldung der privaten Haushalte (blau) und eine explodierende Verschuldung des Finanzsektors (rot). Die Verschuldung des Finanzsektors ist 25 mal schneller gestiegen als generelle wirtschaftliche Wachstum.Die Verschuldung der privaten Haushalte betrug 1957 43 % des nationalen Einkommens. 2002 ist der Anteil auf 102 % angestiegen. Somit steigt auch die Verschuldung der privaten Haushalte viel schneller als die Wirtschaft. Die Schulden der privaten Haushalte bestehen aus Konsumschulden (Leasing, Kreditkarten, etc und Hypotheken). Im folgenden Chart sehen wir, dass das durchschnittliche Einkommen einer Familie seit 1970 nicht mehr angestiegen ist. Die Familien konnten den "American Way of Life" nur aufrecht erhalten, in dem sie sich in Schulden gestürzt haben.   Die rote Linie zeigt, dass das inflationsbereinigte Einkommen der Männer seit den 70er Jahren leicht abgenommen hat. Die Saläre der Frauen sind seit 10 Jahren stabil. Wenn man nun den unten aufgeführten Chart über die Verschuldung der privaten Haushalte anschaut, stellt sich die Frage, wie diese Schulden je wieder zurückbezahlt werden sollen. Die einzige Alternative ist das Zurück-schrauben des Konsums mit seinen bekannten Folgen für die Weltwirtschaft.   das Beste wäre aber: nicht einseitig, sondern "zweiseitig" die Sache zu betrachten, denn dann lebt man an der Börse länger ...MaMoe ......
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MaMoe:

Ich probiers nochmals mit dem erweiterten Schrott

 
17.12.03 22:44
Wie Sie bereits im Kapital „Staatsschulden“ gesehen haben, steigen die Schulden des amerikanischen Staatshaushaltes immer schneller an. Per April 2003 haben sie den Stand von US$ 6.2 Bio oder US$ 22'000 pro Person erreicht. Diese Zahl kann sich mit den Staatsschulden anderer westlicher Länder durchaus vergleichen lassen. Viel dramatischer sind aber die anderen Schulden. Die USA haben in allen Sektoren zusammengerechnet (öffentliche, unternehmerische und private Haushalte) Schulden von US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person. Die USA sind somit abhängig von ausländischen Kapitalgebern.    Dieser Chart zeigt die Schulden von US$ 693 Miaim Jahr 1957 oder US$ 4'000 pro Person verglichenmit den US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person im Jahr 2002. Bei allen Angaben auf den jeweiligen Charts muss beachtet werden, dass die europäische Schreibweise nicht mit der amerikanischen übereinstimmt.Die Zählweise in Europa ist Millionen, Milliarden, Billionen, Trillionen. Im Gegensatz dazu in den USA Millionen, Billionen, Trillionen. Die Bezeichnung Milliarden gibt es in den USA nicht. Die Bezeichnungen in den deutschen Texten entspricht unserer Zählweise.    Auf dem untenstehenden Chart sehen Sie die rote Line, welche Amerika‘s Schulden seit 1957 repräsentiert, verglichen mit der blauen Linie, welches das Wachstum gemessen am nationalen Einkommen zeigt. Von 1957 bis in die frühen 1970-Jahre haben sich beide Kurven ungefähr verdoppelt; d.h. das Verhältnis der Schulden zum nationalen Einkommen ist in etwa gleich geblieben. In den 1990ern stiegen die Schulden mehr als zweimal so schnell wie das Wachstum der Wirtschaft.    Schulden pro Person (Kinder inklusive)Dieser Chart zeigt die gesamten Schulden auf Kapitalbasis, inflationsbereinigt. Links sehen wir, dass 1957 (umgerechnet in heutige US$) jede Person durchschnittlich mit US$ 25'793 verschuldet war. Da wir hier eine inflations-bereinigte Berechnung haben, müssten die Zahlen von 1957 und 2002 gleich geblieben sein. Aber rechts sehen wir, dass die Verschuldung auf US$ 119'442 pro Person gestiegen ist, was einem Anstieg von US$ 94'000 entspricht.    Weiter unten sehen Sie, wie sich die Verschuldung über die Jahre von 1957 bis 2002 entwickelt hat. Es handelt sich um einen inflations-bereinigten Schuldenanstieg von 4.6 mal pro Person.Interessant zu beobachten ist, dass 1982, dem Beginn des grossen Börsenbooms, die Schulden schneller zu steigen begannen als vorher. Es scheint ein direkter Zusammenhang zu bestehen von steigender Verschuldung mit boomenden Börsen.    Aufteilung und Entwicklung der Schulden der USA nach Sektoren Die grüne Linie zeigt die Schulden der einzelnen Staaten und GemeindenDie blaue Linie zeigt den Verlauf der privaten VerschuldungDie gelbe Linie zeigt die UnternehmensverschuldungDie rote Linie zeigt die Verschuldung des FinanzsektorsDie schwarze Linie zeigt die nationale VerschuldungWährend die gesamte Verschuldung in den 60er und 70er Jahren nur langsam anstieg, zeigt sich ab den 80er Jahren eine stark steigende Verschuldung der privaten Haushalte (blau) und eine explodierende Verschuldung des Finanzsektors (rot). Die Verschuldung des Finanzsektors ist 25 mal schneller gestiegen als generelle wirtschaftliche Wachstum.Die Verschuldung der privaten Haushalte betrug 1957 43 % des nationalen Einkommens. 2002 ist der Anteil auf 102 % angestiegen. Somit steigt auch die Verschuldung der privaten Haushalte viel schneller als die Wirtschaft. Die Schulden der privaten Haushalte bestehen aus Konsumschulden (Leasing, Kreditkarten, etc und Hypotheken). Im folgenden Chart sehen wir, dass das durchschnittliche Einkommen einer Familie seit 1970 nicht mehr angestiegen ist. Die Familien konnten den "American Way of Life" nur aufrecht erhalten, in dem sie sich in Schulden gestürzt haben.    Die rote Linie zeigt, dass das inflationsbereinigte Einkommen der Männer seit den 70er Jahren leicht abgenommen hat. Die Saläre der Frauen sind seit 10 Jahren stabil. Wenn man nun den unten aufgeführten Chart über die Verschuldung der privaten Haushalte anschaut, stellt sich die Frage, wie diese Schulden je wieder zurückbezahlt werden sollen. Die einzige Alternative ist das Zurück-schrauben des Konsums mit seinen bekannten Folgen für die Weltwirtschaft.    
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MaMoe:

Tja die Charts gehen leider nicht ... dann eben

 
17.12.03 22:45
ohne ... schade drum ... der erweiterte HTML-Editor ist Schrott !!!!!!!!!!!!!!!!!

MaMoe .......
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Schwachmat:

ihr steht auf zahlen?

 
17.12.03 23:01
wie wär es denn mit kreditschulden juristischer personen aus den usa von über 30 billionen (deutsche billionen, nicht american billions) = 30.000.000.000.000 us-$ (entspricht ca. dem 3 fachen jährlichen us-bip). ein großteil dieser schulden ist nicht-liquidierend, also nicht produktiv.

hinzu kommen ca. 50 billionen = 50.000.000.000.000 us-$ in derivaten(terminspekulationen) von us-banken, also heiße luft.
gewisse bedeutende us-banken und investmenthäuser stecken angeblich mit dem 50-fachen ihrer mittelfristig liquidierbaren vermögenswerte in derivaten.

hinzu kommen nochmal grobe ca. 20 billionen = 20.000.000.000.000 us-$ ungedeckte verbindlichkeiten.

laut r. prechter belaufen sich die barreserven der fed und us-banken auf zusammen auf ca. 55 mrd. us-$, also ca. einem hunderstel der schulden.

inwieweit banken in der lage sind euch eure einlagen bei bedarf bar auszuzahlen, falls mehrere menschen gleichzeitig auf diese idee kommen sollten, erwähne ich besser gar nicht erst...

es bleibt auch euren phantasien überlassen, wielange us-immobilenpreise weiterhin stabil bleiben bzw. steigen können, nachdem sich ihre werte in den letzten 30 jahren in spitzenlagen verhundertfacht haben, um den besitzern weitere hypokredit-excesse zu ermöglichen.

um dies alles laien einfach verständlich zu machen: das ist in etwa so, als ob du deine kleine wellblechhütte auf 300 qm grund beleihst, um dir ein 3 mio. € haus dafür zu kaufen.


achja, und der stets höflich lächelnde herr sandy weill, ex citygroup ceo, das ist der typ dem die deutsche spitzenpolitik ihr haupt verneigt, weil demnächst wahrscheinlich, sofern noch nicht vollendet, ein beudeutender anteil der deutschland ag unter seiner offensichtlichen führung aquiriert wird (o-ton gegenüber g. schröder: "deutschland wird sich an neue verhältnisse gewöhnen müssen"), erhielt als citygroup-ceo in guten jahren 600 mio. = 600.000.000 us-$, was der entlohnung von ca. 14.000 angestellten seines hauses entspricht. mit jeder weiteren aquisition steigen solche einkommen made in usa.

400 milliardäre beanspruchen ca. die hälfte aller welteinkommen!!!

wenn das nicht schon den größenwahn ägyptischen pyramidenbaus übertrifft, was dann?


ich rate trotz all dieser vernichtenden, für einen crash sprechenden fakten davon ab, per derivate zu auf solche ereignisse zu spekulieren. die kriegen sogar eure eingeweide, wenn sie wollen.  
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Stox Dude:

Danke an die Arivaner, die dem thread

 
18.12.03 06:53
tolle Information beifuegten.

Ich werde mir heute abend mal die Muehe machen euch den
"Schaefchen Thread" mit Fakten und Charts vorzustellen.
Sehr informativ fuer das kommende Boersenjahr !


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1311448
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Schepper:

Noch ne Theorie (Michel Chossudovsky)

 
22.12.03 20:19

Ist das der Grund, warum sich die USA einen sagenhaften Schuldenberg leisten können?

"In unserer Welt ist es doch inzwischen so, dass Sie keine realen Werte mehr kontrollieren müssen. Worum es geht, das sind die Instrumente der Geldschöpfung. Und die Geldschöpfung erlaubt wiederum die Kontrolle über Ressourcen - Währung ist die Grundlage von Herrschaft.

Wir werden uns also auf weitere Kriege gefasst machen müssen. Schauen Sie auf die öffentlichen Ausgaben. In den USA gibt es eine massive Umleitung zugunsten des Militärs. Das Besondere an einem Rüstungskonzern ist ja, dass er nicht auf dem freien Markt verkauft, sondern an das Verteidigungsministerium. Es gibt nur einen Käufer. Wenn die Firmen diesen Markt nicht haben, sind sie tot. Sie können ihr Zeug ja nicht im Supermarkt verkaufen. Und die Zahlen sind doch astronomisch: Der US-Verteidigungsetat 2003 ist 30 Prozent größer als das Bruttoinlandsprodukt Russlands, wo mehr als 150 Millionen Menschen leben."

Das Gespräch führte Christoph Fleischmann s. Michel Chossudovsky: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, 480 Seiten, 12,75 Euro. Der Autor ist auch Herausgeber der Zeitschrift Global Outlook (www.globalresearch.ca).

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