Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-)


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Stox Dude:

Staatsschulden Deutschland: Maerchenstunde !

 
17.12.03 15:06
Offizielle Staatsschulden - Neuschulden
Pro Sek.:         2,271 Eur
Pro Std.:     8,175.600 Eur
Pro Tag.:   196,214.400 Eur
Pro Mon.: 5,886.432.000 Eur

Altschulden: 1,300 Mrd EUR

Inoffizielle (verdeckte) Staatsschulden
Ansprueche aus Renten - und Pflegeversicherung, Beamtenpensionen

ca 3,500 Mrd EUR.

Insgesamt: 4,800.000.000.000 EUR

Die Neuverschuldung dient der Bezahlung der Altschulden. Fuer neue Kredite
in Hoehe von 930 Mrd Euro waren Zinsen in Hoehe von 1,057 Mrd Euro faellig.
(Quelle: Welt am Sonntag, W. Reitzle 10 August 2003). Somit naehrt sich
die Verschuldung aus sich selbst heraus.

Das Maerchen der Netto-Neuverschuldung, die oeffentlich gerne als jaehrliche
Neuverschuldung bezeichnet wird, klingt bereits abgedroschen. Solange es
Netto-Neuverschuldung gibt, wird es keinen Abbau der Altschulden geben.
Netto-Neuverschuldung ist die Differenz zwischen Kreditaufnahme waehrend
eines Jahres und der Tilgung alter Kredite. Jede neue Schuld (=Kredit) erhoeht
die Geldmenge! Ohne parallelen Anstieg des Gueterangebots belastet dieser
Vorgang die Preise.

Aufgrund historischer Maengel bei der Praevention vor uebertriebener Staats-
verschuldung wurden verschiedene Schutzmechanismen im Geldschoepfungsprozess
eingebaut, damit Fehler der Vergangenheit nicht wiederkehren.
Das Erinnerungsvermoegen unserer Politiker und Buerger ist leider von kurzer
Natur. So koennen sich unsere Staatsfuehrer nicht mehr an den Maastrich-Vertrag
von 1992 erinnern, der eine jaehrliche Neuverschuldung von max. 3% des BIP und
hoechstens 60% des BIP als Schuldenstand akzeptiert. Das Deutsche Institut

fuer Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet fuer 2003 und 2004 eine Quote des
oeffentlichen Defizits von jeweisl 4,3% des nominalen BIP. Auch das Ziel eines
Schuldenstandes von 60% wird dem DIW zufolge mit voraussichtlichen 64% und 67%
in den beiden Jahren 2003 und 2004 ueberschritten. Der Brief aus Bruessel
duerfte dann nicht nur fuer die Deutschen dunkelblau werden.

Auf Artikel 115 GG, in dem der Bund nicht mehr Kredit als die Hoehe der im
Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben fuer Investitionen ausgeben darf, sollte
man gar nicht naeher eingehen, da bisher jede Regierung diese Grenze
zur Abwehr einer Stoerung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts
im Namen des Volkes ueberschreiten musste (Ausnahme 1969)

Das erinnert an den italienischen Finanzwissenschaftler Amilcare Puviani
der seiner Regierung vorschlug:

Fuehre zeitlich befristete Steuern ein, um eine Notlage zu ueberwinden,
wobei alledings die Ausnahmesituation immer bestehen bleibt und mit ihr
die temporaere Steuer


Das Problem der Regierung spiegelt sich auch bei Deutschen Banken wieder.
Frei dem Motto "Nein wir haben keine Bankenkrise"
Erinnern wir uns nur mal an:
Gontard & Metallbank
BkmU Bank
Wertpapierhaendler Guthmann & Roth
Hannoverschen Leben
Gerling Konzern
BFI Bank
West LB
Mannheimerische Versicherung
Bankhaus Hornblow Fischer

Dann sehen wir uns nur mal die Kursverlust seit dem Alltime High folgener
Firmen an

Allianz-Dresdner  ca -86%
Commerzbank       ca -88%
Hypvereinsbank    ca -90%
Deutsche Bank     ca -68%
MLP               ca -96%

(basierend auf Kursverlust vom Top bis Bottom, 08-10-2003 Schlusskursbasis)


Aber keine Sorge:
Ein ehemaliger deutscher Arbeitsminister sagte:Unsere Rente ist sischer
und viele glauben heute noch dran. Deshalb hoffen wir, dass auch unser Geld
sischer bleibt.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310495
Antworten
54reab:

das einzige, das einigermaßen sicher ist,

 
17.12.03 15:12
ist die umlagefinanzierte rente. rücklagen können verzockt werden (she. versicherungen). aktien können verfallen, da es nicht mehr genügend konsumenten gibt. verpflichtugen aus der umlagefinanzierung können notfalls als sachleistung erbracht werden.;o)  
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Schwachmat:

"nichts ist so sicher, wie die unsicherheit"

 
17.12.03 15:54
wenn der crash so eintritt, wie von einigen klugen köpfen (richebächer, prechter, hamer, hannich...) vorhergesagt, wird es wohl keine möglickeiten geben davon in irgendeiner weise a la' short zu profitieren, schon alleine deshalb, weil sich ca. 90% aller bankeinlagen, gelder, derivate... in luft auflösen werden.


noch ein lesenswertes buch zu diesen themen: "was passiert, wenn der crash kommt?" von eberhard hamer (ausnahmsweise mal ein deutscher autor).
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kalle4712:

Korrektur: In Posting 44 muss es natürlich

 
17.12.03 15:54
'der einzige "ehrliche" Weg aus der Verschuldung' statt 'der einzige ehrliche Weg aus der Verschuldung' heißen.
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kalle4712:

Stox: Soweit ich weiß, bedeutet

 
17.12.03 15:56
"fiat money" nichts anderes als "Verordnungsgeld", weil es der Bevölkerung verordnet wurde - statt dass diese sich ihre Währung selbst hätte wählen können.

P.S.: Ein kluger Mann, dessen Name mir leider entfallen ist, hat gesagt: "Gold ist Geld. Und Geld ist Gold."
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Stox Dude:

Schwachmatt: Da hast Du allerdings recht

 
17.12.03 16:05
in solch einem Schwarzmaler Szenario waeren auch Puts nichts mehr wert ;-)

Nur wird solch ein Szenario nicht eintreten, sondern eine nette Abwaertsbewegung
die ueber Jahre anhalten wird und genau damit kann man Geld verdienen.
Selbst wenn ein Crash kommen wuerde (max. 10-20% Verlust am Tag- schade das
der nicht im November kam ;-), waere dies noch nicht das Ende der Finanzwelt.

Mein Ziel von SP650-660 erscheint im Verhaeltnis realistischer und kann
in 2004 spaetestens 2005 erreicht werden.


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1310624
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BeuleVonOst:

Quelle zu # 1

 
17.12.03 16:49
Handelsblatt, 3.-4. Mai 2002, von Kurt Richebächer  
Antworten
permanent:

Beule von Ost

 
17.12.03 18:36
Deinen Quellenhinweis halte ich für ein sehr interessantes Stück Information.

VIELEN DANK
Antworten
Schwachmat:

halbe sachen mag ich nicht,

 
17.12.03 19:24
auch was einen crash angeht.
allerdings sollte uns spätestens seit diesem jahr die macht der manipulationen der usa an den kapitalmärkten bekannt sein.
einen wie von stox prognostizerten '04er wahljahr crash kann mir nur schwer vorstellen, danach vielleicht umso heftiger. überfällig ist er allemale.
ein bankencrash steckt hierzulande meiner ansicht nach schon in der anfangsblüte.

robert prechter geht unter anwendung der e-w-theorie von einem mindestrückgang auf 777 punkte aus, aber nicht im s&p 500, sondern im dow jones industrial average!!! alleine für die nennung eines solchen kursziels durch einen amerikaner hätte der mann sich einen preis für mut verdient.
für einen crash solcher ausmaße dürfte die freude von leerverkäufern nur für sehr kurze zeit anhalten und gewinner wären vermutlich absolventen eines survival-lehrgangs.
das überleben der rasse mensch auf dem planeten erde könnte dadruch allerdings vermutlich um einige jahrzehnte verlängert werden. ;)

übrigens hat einst marc faber, der wohnt bei stox um die ecke und wird von robert prechter als einer der wenigen seriösen populären finanzmarktprofis erwähnt, als beweis für den zeitlichen verfall eines jeden zinssystems eine schöne beispielrechnung aufgestellt, in der nachgewiesen wurde, daß sich ein einziger lumpiger dollar im jahre 1000 zu 5 % zinsen angelegt bis zum jahr 2000 auf das 4 millionen fache des gesamten bruttosozialprodukts der welt summiert hätte.
chic oder?
tja, und so in etwa kann man sich wohl heutzutage die megakapitalmarktblase mit all ihren irrationalen größenwahn und auswirkungen vorstellen.

zu kurt riechebächer möchte ich noch anfügen, daß er als einer der letzten großen ökonomen gilt. wer schon vor 4 jahren seine warnungen vernommen hat, könnte heute gut dastehen.
Antworten
Depothalbierer:

Danke für die Quellenangabe.

 
17.12.03 19:41
zu 59
An einen richtig fetten crash glaube ich nicht, die Player werden schon zusehen, daß es (für sie) was zu verdienen gibt.

ps: Für den Anfang würden ja 7777 Punkte erstmal reichen.
Antworten
js111:

SchGeiler Thread....

 
17.12.03 19:47
...Schwachmat, ich glaub Du bist mathematisch begabt oder ?
(oder belesen)

Gefällt mir, auch die Postings von den anderen hier, Stox, Kalle z.B.
Antworten
MaMoe:

Na wenn wir das jetzt alle schon wissen, dann

 
17.12.03 22:41
gibt´s nur eines: ERSCHIESSEN, oder in die Hosen machen ... und um euch eine Freude zu machen: ... hier geht´s weiter ...Per April 2003 haben sie den Stand von US$ 6.2 Bio oder US$ 22'000 pro Person erreicht. Diese Zahl kann sich mit den Staatsschulden anderer westlicher Länder durchaus vergleichen lassen. Viel dramatischer sind aber die anderen Schulden. Die USA haben in allen Sektoren zusammengerechnet (öffentliche, unternehmerische und private Haushalte) Schulden von US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person. Die USA sind somit abhängig von ausländischen Kapitalgebern.   Dieser Chart zeigt die Schulden von US$ 693 Miaim Jahr 1957 oder US$ 4'000 pro Person verglichenmit den US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person im Jahr 2002. Bei allen Angaben auf den jeweiligen Charts muss beachtet werden, dass die europäische Schreibweise nicht mit der amerikanischen übereinstimmt.Die Zählweise in Europa ist Millionen, Milliarden, Billionen, Trillionen. Im Gegensatz dazu in den USA Millionen, Billionen, Trillionen. Die Bezeichnung Milliarden gibt es in den USA nicht. Die Bezeichnungen in den deutschen Texten entspricht unserer Zählweise.   Auf dem untenstehenden Chart sehen Sie die rote Line, welche Amerika‘s Schulden seit 1957 repräsentiert, verglichen mit der blauen Linie, welches das Wachstum gemessen am nationalen Einkommen zeigt. Von 1957 bis in die frühen 1970-Jahre haben sich beide Kurven ungefähr verdoppelt; d.h. das Verhältnis der Schulden zum nationalen Einkommen ist in etwa gleich geblieben. In den 1990ern stiegen die Schulden mehr als zweimal so schnell wie das Wachstum der Wirtschaft.   Schulden pro Person (Kinder inklusive)Dieser Chart zeigt die gesamten Schulden auf Kapitalbasis, inflationsbereinigt. Links sehen wir, dass 1957 (umgerechnet in heutige US$) jede Person durchschnittlich mit US$ 25'793 verschuldet war. Da wir hier eine inflations-bereinigte Berechnung haben, müssten die Zahlen von 1957 und 2002 gleich geblieben sein. Aber rechts sehen wir, dass die Verschuldung auf US$ 119'442 pro Person gestiegen ist, was einem Anstieg von US$ 94'000 entspricht.   Weiter unten sehen Sie, wie sich die Verschuldung über die Jahre von 1957 bis 2002 entwickelt hat. Es handelt sich um einen inflations-bereinigten Schuldenanstieg von 4.6 mal pro Person.Interessant zu beobachten ist, dass 1982, dem Beginn des grossen Börsenbooms, die Schulden schneller zu steigen begannen als vorher. Es scheint ein direkter Zusammenhang zu bestehen von steigender Verschuldung mit boomenden Börsen.   Aufteilung und Entwicklung der Schulden der USA nach Sektoren Die grüne Linie zeigt die Schulden der einzelnen Staaten und GemeindenDie blaue Linie zeigt den Verlauf der privaten VerschuldungDie gelbe Linie zeigt die UnternehmensverschuldungDie rote Linie zeigt die Verschuldung des FinanzsektorsDie schwarze Linie zeigt die nationale VerschuldungWährend die gesamte Verschuldung in den 60er und 70er Jahren nur langsam anstieg, zeigt sich ab den 80er Jahren eine stark steigende Verschuldung der privaten Haushalte (blau) und eine explodierende Verschuldung des Finanzsektors (rot). Die Verschuldung des Finanzsektors ist 25 mal schneller gestiegen als generelle wirtschaftliche Wachstum.Die Verschuldung der privaten Haushalte betrug 1957 43 % des nationalen Einkommens. 2002 ist der Anteil auf 102 % angestiegen. Somit steigt auch die Verschuldung der privaten Haushalte viel schneller als die Wirtschaft. Die Schulden der privaten Haushalte bestehen aus Konsumschulden (Leasing, Kreditkarten, etc und Hypotheken). Im folgenden Chart sehen wir, dass das durchschnittliche Einkommen einer Familie seit 1970 nicht mehr angestiegen ist. Die Familien konnten den "American Way of Life" nur aufrecht erhalten, in dem sie sich in Schulden gestürzt haben.   Die rote Linie zeigt, dass das inflationsbereinigte Einkommen der Männer seit den 70er Jahren leicht abgenommen hat. Die Saläre der Frauen sind seit 10 Jahren stabil. Wenn man nun den unten aufgeführten Chart über die Verschuldung der privaten Haushalte anschaut, stellt sich die Frage, wie diese Schulden je wieder zurückbezahlt werden sollen. Die einzige Alternative ist das Zurück-schrauben des Konsums mit seinen bekannten Folgen für die Weltwirtschaft.   das Beste wäre aber: nicht einseitig, sondern "zweiseitig" die Sache zu betrachten, denn dann lebt man an der Börse länger ...MaMoe ......
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MaMoe:

Ich probiers nochmals mit dem erweiterten Schrott

 
17.12.03 22:44
Wie Sie bereits im Kapital „Staatsschulden“ gesehen haben, steigen die Schulden des amerikanischen Staatshaushaltes immer schneller an. Per April 2003 haben sie den Stand von US$ 6.2 Bio oder US$ 22'000 pro Person erreicht. Diese Zahl kann sich mit den Staatsschulden anderer westlicher Länder durchaus vergleichen lassen. Viel dramatischer sind aber die anderen Schulden. Die USA haben in allen Sektoren zusammengerechnet (öffentliche, unternehmerische und private Haushalte) Schulden von US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person. Die USA sind somit abhängig von ausländischen Kapitalgebern.    Dieser Chart zeigt die Schulden von US$ 693 Miaim Jahr 1957 oder US$ 4'000 pro Person verglichenmit den US$ 34 Bio oder US$ 120'000 pro Person im Jahr 2002. Bei allen Angaben auf den jeweiligen Charts muss beachtet werden, dass die europäische Schreibweise nicht mit der amerikanischen übereinstimmt.Die Zählweise in Europa ist Millionen, Milliarden, Billionen, Trillionen. Im Gegensatz dazu in den USA Millionen, Billionen, Trillionen. Die Bezeichnung Milliarden gibt es in den USA nicht. Die Bezeichnungen in den deutschen Texten entspricht unserer Zählweise.    Auf dem untenstehenden Chart sehen Sie die rote Line, welche Amerika‘s Schulden seit 1957 repräsentiert, verglichen mit der blauen Linie, welches das Wachstum gemessen am nationalen Einkommen zeigt. Von 1957 bis in die frühen 1970-Jahre haben sich beide Kurven ungefähr verdoppelt; d.h. das Verhältnis der Schulden zum nationalen Einkommen ist in etwa gleich geblieben. In den 1990ern stiegen die Schulden mehr als zweimal so schnell wie das Wachstum der Wirtschaft.    Schulden pro Person (Kinder inklusive)Dieser Chart zeigt die gesamten Schulden auf Kapitalbasis, inflationsbereinigt. Links sehen wir, dass 1957 (umgerechnet in heutige US$) jede Person durchschnittlich mit US$ 25'793 verschuldet war. Da wir hier eine inflations-bereinigte Berechnung haben, müssten die Zahlen von 1957 und 2002 gleich geblieben sein. Aber rechts sehen wir, dass die Verschuldung auf US$ 119'442 pro Person gestiegen ist, was einem Anstieg von US$ 94'000 entspricht.    Weiter unten sehen Sie, wie sich die Verschuldung über die Jahre von 1957 bis 2002 entwickelt hat. Es handelt sich um einen inflations-bereinigten Schuldenanstieg von 4.6 mal pro Person.Interessant zu beobachten ist, dass 1982, dem Beginn des grossen Börsenbooms, die Schulden schneller zu steigen begannen als vorher. Es scheint ein direkter Zusammenhang zu bestehen von steigender Verschuldung mit boomenden Börsen.    Aufteilung und Entwicklung der Schulden der USA nach Sektoren Die grüne Linie zeigt die Schulden der einzelnen Staaten und GemeindenDie blaue Linie zeigt den Verlauf der privaten VerschuldungDie gelbe Linie zeigt die UnternehmensverschuldungDie rote Linie zeigt die Verschuldung des FinanzsektorsDie schwarze Linie zeigt die nationale VerschuldungWährend die gesamte Verschuldung in den 60er und 70er Jahren nur langsam anstieg, zeigt sich ab den 80er Jahren eine stark steigende Verschuldung der privaten Haushalte (blau) und eine explodierende Verschuldung des Finanzsektors (rot). Die Verschuldung des Finanzsektors ist 25 mal schneller gestiegen als generelle wirtschaftliche Wachstum.Die Verschuldung der privaten Haushalte betrug 1957 43 % des nationalen Einkommens. 2002 ist der Anteil auf 102 % angestiegen. Somit steigt auch die Verschuldung der privaten Haushalte viel schneller als die Wirtschaft. Die Schulden der privaten Haushalte bestehen aus Konsumschulden (Leasing, Kreditkarten, etc und Hypotheken). Im folgenden Chart sehen wir, dass das durchschnittliche Einkommen einer Familie seit 1970 nicht mehr angestiegen ist. Die Familien konnten den "American Way of Life" nur aufrecht erhalten, in dem sie sich in Schulden gestürzt haben.    Die rote Linie zeigt, dass das inflationsbereinigte Einkommen der Männer seit den 70er Jahren leicht abgenommen hat. Die Saläre der Frauen sind seit 10 Jahren stabil. Wenn man nun den unten aufgeführten Chart über die Verschuldung der privaten Haushalte anschaut, stellt sich die Frage, wie diese Schulden je wieder zurückbezahlt werden sollen. Die einzige Alternative ist das Zurück-schrauben des Konsums mit seinen bekannten Folgen für die Weltwirtschaft.    
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MaMoe:

Tja die Charts gehen leider nicht ... dann eben

 
17.12.03 22:45
ohne ... schade drum ... der erweiterte HTML-Editor ist Schrott !!!!!!!!!!!!!!!!!

MaMoe .......
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Schwachmat:

ihr steht auf zahlen?

 
17.12.03 23:01
wie wär es denn mit kreditschulden juristischer personen aus den usa von über 30 billionen (deutsche billionen, nicht american billions) = 30.000.000.000.000 us-$ (entspricht ca. dem 3 fachen jährlichen us-bip). ein großteil dieser schulden ist nicht-liquidierend, also nicht produktiv.

hinzu kommen ca. 50 billionen = 50.000.000.000.000 us-$ in derivaten(terminspekulationen) von us-banken, also heiße luft.
gewisse bedeutende us-banken und investmenthäuser stecken angeblich mit dem 50-fachen ihrer mittelfristig liquidierbaren vermögenswerte in derivaten.

hinzu kommen nochmal grobe ca. 20 billionen = 20.000.000.000.000 us-$ ungedeckte verbindlichkeiten.

laut r. prechter belaufen sich die barreserven der fed und us-banken auf zusammen auf ca. 55 mrd. us-$, also ca. einem hunderstel der schulden.

inwieweit banken in der lage sind euch eure einlagen bei bedarf bar auszuzahlen, falls mehrere menschen gleichzeitig auf diese idee kommen sollten, erwähne ich besser gar nicht erst...

es bleibt auch euren phantasien überlassen, wielange us-immobilenpreise weiterhin stabil bleiben bzw. steigen können, nachdem sich ihre werte in den letzten 30 jahren in spitzenlagen verhundertfacht haben, um den besitzern weitere hypokredit-excesse zu ermöglichen.

um dies alles laien einfach verständlich zu machen: das ist in etwa so, als ob du deine kleine wellblechhütte auf 300 qm grund beleihst, um dir ein 3 mio. € haus dafür zu kaufen.


achja, und der stets höflich lächelnde herr sandy weill, ex citygroup ceo, das ist der typ dem die deutsche spitzenpolitik ihr haupt verneigt, weil demnächst wahrscheinlich, sofern noch nicht vollendet, ein beudeutender anteil der deutschland ag unter seiner offensichtlichen führung aquiriert wird (o-ton gegenüber g. schröder: "deutschland wird sich an neue verhältnisse gewöhnen müssen"), erhielt als citygroup-ceo in guten jahren 600 mio. = 600.000.000 us-$, was der entlohnung von ca. 14.000 angestellten seines hauses entspricht. mit jeder weiteren aquisition steigen solche einkommen made in usa.

400 milliardäre beanspruchen ca. die hälfte aller welteinkommen!!!

wenn das nicht schon den größenwahn ägyptischen pyramidenbaus übertrifft, was dann?


ich rate trotz all dieser vernichtenden, für einen crash sprechenden fakten davon ab, per derivate zu auf solche ereignisse zu spekulieren. die kriegen sogar eure eingeweide, wenn sie wollen.  
Antworten
Stox Dude:

Danke an die Arivaner, die dem thread

 
18.12.03 06:53
tolle Information beifuegten.

Ich werde mir heute abend mal die Muehe machen euch den
"Schaefchen Thread" mit Fakten und Charts vorzustellen.
Sehr informativ fuer das kommende Boersenjahr !


Stox Dude
Amerika und die rauschhafte Schuldenspirale ;-) 1311448
Antworten
Schepper:

Noch ne Theorie (Michel Chossudovsky)

 
22.12.03 20:19

Ist das der Grund, warum sich die USA einen sagenhaften Schuldenberg leisten können?

"In unserer Welt ist es doch inzwischen so, dass Sie keine realen Werte mehr kontrollieren müssen. Worum es geht, das sind die Instrumente der Geldschöpfung. Und die Geldschöpfung erlaubt wiederum die Kontrolle über Ressourcen - Währung ist die Grundlage von Herrschaft.

Wir werden uns also auf weitere Kriege gefasst machen müssen. Schauen Sie auf die öffentlichen Ausgaben. In den USA gibt es eine massive Umleitung zugunsten des Militärs. Das Besondere an einem Rüstungskonzern ist ja, dass er nicht auf dem freien Markt verkauft, sondern an das Verteidigungsministerium. Es gibt nur einen Käufer. Wenn die Firmen diesen Markt nicht haben, sind sie tot. Sie können ihr Zeug ja nicht im Supermarkt verkaufen. Und die Zahlen sind doch astronomisch: Der US-Verteidigungsetat 2003 ist 30 Prozent größer als das Bruttoinlandsprodukt Russlands, wo mehr als 150 Millionen Menschen leben."

Das Gespräch führte Christoph Fleischmann s. Michel Chossudovsky: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, 480 Seiten, 12,75 Euro. Der Autor ist auch Herausgeber der Zeitschrift Global Outlook (www.globalresearch.ca).

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