er wird dir auch zustimmen, das es immer mit Timing zu tun hat.
Voraussetzung ist erstmal, das man die Unternehmen gründlich analysiert. Also Geschäftsmodell, Bilanzstruktur und Risiken, und dann Aktienbewertung und Chart. Wenn du dann zum Urteil kommst, das die Aktie hoffnungslos unterbewertet ist, und 50-60% völlig undifferenziert und aus falschen Gründen gefallen ist, dann kann man auch jetzt eine erste Position aufbauen.
Grundsätzlich hat stöffen aber recht. Man sollte nicht gegen die Baisse am Aktienmarkt handeln. Auch die besten Aktien können weiter fallen. Wenn du also genug Geld hast, dann agiere einfach mit Teilkäufen. Immer so, das dir die Gebühren aber nicht den Gewinn auffressen. Unter 1000 € pro Trade sollte man keinesfalls agieren. Hängt wie gesagt aber von deinem Depotstand ab.
Für den Gesamtmarkt jetzt ein Urteil zu fällen, ist im übrigen heute so schwer wie noch nie. Die Situation ist mit 2002 nicht vergleichbar. Damals kam man einerseits von viel zu hohen Bewertungsniveau. Die hatten wir 2007 nicht. Insofern bullish zu werten. Andererseits haben wir heute eine echte Strukturkrise in der Weltwirtschaft. Wie sich das auswirken kann, kann man nicht wissen. Island ist ein gutes Beispiel, aber soweit wirds in Deutschland nicht kommen. Deshalb ausgewählte Aktien raussuchen, die keine Probleme haben ihr Geschäft zu finanzieren und die relativ konjunkturunabhängig sind. Pharma/Medtec/Biotec und Umwelttechnologien oder durchaus auch Telekommunikation sind solche Themen. Aber auch da kann man nicht blind kaufen, sondern jedes Unternehmen auf Herz und Niere überprüfen. Wenn dann alles stimmt, kann man auch in Bärenmärkten locker 300% mit so einer Aktie machen. Das haben selbst 2000-2003 einige MidCaps bewiesen. Leider hatte ich damals noch nicht diese Analysefähigkeiten wie heute.