Aktien Europa Schluss: Anleger vorsichtig - Big-Tech-Zahlen, US-Politik
Zu Beginn einer ereignisreichen Woche haben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten größere Risiken gescheut. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schaffte es knapp ins Plus. Er schloss mit 5.957,80 Punkten und damit 0,2 Prozent höher als vor dem Wochenende.
Außerhalb der Eurozone ging der britische Leitindex FTSE 100 am Montag minimal im Plus mit 10.148,85 Punkten aus dem Handel. Für den schweizerische SMI ging es wenige Punkte nach unten auf 13.142,02 Zähler.
In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda. Ferner dürften auch die Quartalsberichte der US-Tech-Giganten Apple (Apple Aktie) , Microsoft (Microsoft Aktie) , Tesla und Meta in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben.
Ein bremsender Faktor für die Börsen blieben derweil die politischen Entwicklungen in den USA, erklärte Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets. So breitet sich nach den tödlichen Schüssen auf einen weiteren US-Bürger bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis der Protest gegen die Regierung von Präsident Donald Trump aus. Zudem wollen die Demokraten im Kongress nun Haushaltsmittel blockieren, die für ICE vorgesehen sind. Damit droht den USA Ende der Woche erneut ein teilweiser Stillstand der Regierungsgeschäfte.
Aktien Wien Schluss: ATX mit kleinem Plus
Aktien Europa: Zögerlicher Anstieg - Banken gefragt
Die verhaltene Entwicklung der europäischen Aktienmärkte hat sich am Dienstag fortgesetzt. Angesichts der laufenden Berichtssaison und vor wichtigen Konjunkturdaten war Zurückhaltung angesagt.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,14 Prozent auf 5.966,33 Punkte zu. Außerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE 100 0,49 Prozent auf 10.198,10 Zähler. Mit dem Schweizer SMI ging es um 0,45 Prozent auf 13.200,61 Punkte nach oben.
Neben einer ganzen Reihe anstehender Zahlen von US-Schwergewichten dämpfte der bevorstehende Zinsentscheid der US-Notenbank das Handelsgeschehen. Der Leitzins dürfte sich dabei aus Sicht von Experten nicht ändern. "Eine weitere Zinssenkung wird es voraussichtlich erst unter einem neuen Fed-Chef geben, nachdem die vierjährige Amtszeit des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell im Mai endet", erwartet Volkswirt Felix Schmidt von der Berenberg Bank.
Stärkster Sektor waren die Banken. Der Branchenindex Stoxx 600 Banks erreichte den höchsten Stand seit 2008. Er setzte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort. Auch Versicherer waren gefragt und erholten sich so von ihrer jüngsten Schwäche.
Leichte Gewinne verzeichneten Roche . Der Schweizer Pharmakonzern hatte in Studien positive Ergebnisse mit einem Mittel gegen starkes Übergewicht (Adipositas) erzielt.
Gegensätzliche Impulse gab es unter den Industriewerten. Aktien von Alstom verloren 3,3 Prozent. Kepler-Branchenexperte William Mackie hatte sie bei einem reduzierten Kursziel von 25 Euro auf "Reduce" abgestuft. Dagegen legten ABB um 1,4 Prozent zu. Kepler Cheuvreux hatte den Wert auf "Buy" angehoben.
Quelle: dpa-AFX
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx auf Tagestief - LVMH und ASML belasten
Kursverluste bei den Aktien des Luxuskonzerns LVMH und letztlich auch beim Halbleiterbranchen-Ausrüster ASML haben den EuroStoxx 50 am Mittwoch belastet. Der Druck nahm am Nachmittag durch die in New York etwas abflauende Euphorie im Technologiesektor zu, wo sich Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und nachbörslichen Geschäftszahlen einiger Tech-Schwergewichte offensichtlich nicht mehr allzu weit vorwagen wollten. Der Eurozonen-Leitindex beendete den Handel mit minus 1,02 Prozent auf seinem Tagestief von 5.933,20 Punkten.
Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 um 0,52 Prozent auf 10.154,43 Zähler. Beim schweizerischen SMI stand ein Abschlag von 1,46 Prozent auf 13.023,81 Punkte zu Buche, hier belasteten Pharmawerte.
Eine Zinsänderung in den USA gilt als unwahrscheinlich, weshalb die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell um so mehr Beachtung finden sollten. "Interessant dürfte sein, ob noch bis Mai an der Zinsschraube gedreht wird", so Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets. Denn dann wird "Powell die US-Notenbank verlassen und voraussichtlich durch einen Trump-Befürworter ersetzt werden."
Quelle: dpa-AFX
Aktien Europa: Leichte Gewinne - Nachfolge für Fed-Spitze erwartet
An den europäischen Aktienmärkten ist vor dem Wochenende etwas Ruhe eingekehrt. Mit leichten Gewinnen erholte sich der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 am Freitag etwas von den Vortagsverlusten. Am Mittag legte er um 0,67 Prozent auf 5.931,51 Punkte zu. Außerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE 100 0,17 Prozent auf 10.189,53 Zähler. Mit dem Schweizer SMI ging es um 0,26 Prozent auf 13.182 Punkte nach oben.
Für ein Aufatmen sorgten Hoffnungen auf die Nachfolge von US-Notenbankchef Jerome Powell, nachdem US-Präsident Donald Trump seinen Wunschkandidaten schon an diesem Freitag bekanntgeben will. Dabei wetten die meisten US-Medien mittlerweile auf Kevin Warsh.
"Die schlimmsten Befürchtungen, dass die Fed ihren guten Ruf als verlässliche Notenbank verliert, dürften sich nicht bewahrheiten", merkte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank dazu an. "Kevin Warsh versteht, dass die Fed und deren guter Ruf essenziell für das Wohlergehen der USA ist." Ob er tatsächlich den Wünschen von Donald Trump nach niedrigeren Zinsen folgen werde, bleibe daher abzuwarten. Dies habe sich bereits an den Devisenmärkten mit "verhaltener Dollar-Stärke" gezeigt.
Die Spekulationen auf die Personalie hinterließen auch Spuren an den Börsen. So kamen die Rohstoffwerte unter Druck. Gold (Goldkurs) und Silber (Silberpreis) hatten ihren Höhenflug jäh beendet und damit auf den Dollar-Anstieg sowie die Aussichten auf eine nicht allzu lockere künftige US-Geldpolitik reagiert.