PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der wieder zugespitzte Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Montag nicht sonderlich verunsichert. "Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios", begründete Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Gelassenheit an den Aktienmärkten. Allerdings ziehe der Ölpreis wieder an, was neue Angst vor einer nächsten Inflationswelle schüren könne.
Für dich zusammengefasst:
Der EuroStoxx 50 schloss 0,02 Prozent höher.
Der britische FTSE 100 stieg um 0,01 Prozent.
Stellantis steigerte den Absatz im zweiten Quartal um 10 Prozent.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,02 Prozent höher bei 6.271,02 Punkten. Außerhalb des Euroraums gewann der schweizerische SMI 0,22 Prozent auf 14.266,18 Zähler. Der britische FTSE 100 stieg um 0,01 Prozent auf 10.498,29 Punkte.
Nach neuen US-Angriffen auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich kündigte er an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen.
Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden angegriffen, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren. Ziel sei es, dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es.
Zu den schwächsten Sektoren gehörte der Stoxx Europe 600 Technology . Erneut standen vor allem die stark gelaufenen Halbleiteraktien unter Druck. Infineon (Infineon Aktie) verloren am Ende des EuroStoxx 50 2,9 Prozent. ASML gaben davor um 1,8 Prozent nach. In Paris
Angesichts steigender Ölpreise war der Öl- und Gassektor europaweit am stärksten gefragt. Die Aktien von Eni (ENI Aktie) und Totalenergies gehörten mit plus 3,9 beziehungsweise plus 3,0 Prozent zu den Top-Werten im EuroStoxx 50. BP gewannen 4,6 Prozent und Shell 2,3 Prozent.
Der Autokonzern Stellantis steigerte den Absatz im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 10 Prozent. Vor allem ein dickes Plus in Nordamerika von 38 Prozent sorgte für den Aufschwung. Insbesondere neue oder aufgefrischte Modelle mit weiteren Antriebsvarianten seien bei den Kunden gut angekommen, hieß es. Im stückzahlenmäßig größten Markt Europa ging es um 5 Prozent nach oben. Die Stellantis-Papiere legten um 1,9 Prozent zu.
Die Titel von DocMorris sprangen nach einem positiven Analystenkommentar um mehr als 17 Prozent hoch. Jan Koch von Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research verdoppelte das Kursziel für die Aktie und sprach nun eine Kaufempfehlung aus. Die Ergebnisse der Versand-Apotheke für das zweite Quartal dürften positiv überraschen, erwartet er. Koch sieht auch Potenzial für eine Anhebung der Jahresziele./edh/he
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