33% "Superdividende" auf alle US-Aktien


Thema
abonnieren
Beiträge: 16
Zugriffe: 1.161 / Heute: 1
Libuda:

33% "Superdividende" auf alle US-Aktien

4
27.07.08 19:12
Der Wechselkurs einer Währung kehrt langfristig immer zur Kaufkraftparität zurück. Nach neuesten Berechnungen liegt die Kaufkraftparität des Euro momentan zwischen 1,10 und 1,20.

Sind Eure US-Aktien momentan 160.000 Dollar werden, so ergibt sich bei einem Euro-Kurs von 1,60 ein Wert von 100.000 Euro.

Geht der Euro auf seine Kaufkraftparität von 1,20 zurück, was meines Erachtens unausweichlich ist (in den Anpassungsprozessen kommt es sogar fast immer zu einem Überschießen, sodass wir auch durchaus einmal wieder Werte zwischen 1,00 und 1,20 sehen könnten), wären die obigen 160.000 Dollar bei einem Kurs von 1,20 gleich 133.333 Euro.

Neben Kursgewinnen fallen also noch die in der Überschrift angeührten 33% "Superdividende" an.
Antworten
gruenelinie:

Einer zahlt immer de Zeche. Und besser ist "immer

 
27.07.08 19:15
die Anderen"!
Ein "informativ" ist immer politisch korrekt
Antworten
hello_again:

#1

 
27.07.08 19:16
Wie kommst du darauf, dass der "Anpassungsprozess" unausweichlich ist?

Welchen Zeithorizont hast du dir gesetzt?
Antworten
Maxgreeen:

Ich sehe eher 2,00 als 1,20 im Eur/Usd

 
27.07.08 19:22
wenn in den nächsten 2 Wochen die 1,56 hält dann sind wir im September bei 1,65 und zu Weihnachten bei 1,80.

Dann fahre ich in die USA zum Christmas-Shopping. :))
Antworten
Libuda:

Halllo hello again

 
27.07.08 20:06
Langfristig werden Wechselkurse fast ausschließlich von den Veränderungen der Kaufkraftparitäten bestimmt - nach den neuesten Erhebung liegen wir da zwischen 1,10 und 1,20 und entgegen den bisherigen Annahmen sogar eher bei 1,10. Wechselkurse weichen durchaus über längere Zeitraume von dem durch die Kaufkraftparität vorgegebeen Kurs ab, so wie der Hund an einer langen Leine einmal direkt neben dem Herrchen läuft und sich dann wieder weiter entfernt. Das Verhalten des Hundes vorauszusagen ist recht schwierig, wenn er lange Zeit nicht in der Nähe des Herrchens war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ihm wieder nähert größer - und so ist das auch beim Euro.

Zur Kaufkraftparität eine Ergänzung aus der Welt von letzter Woche. Viele glauben, dass es sich da nur um ein Spaß handele, aber sie übersehen da einiges. Denn die Kosten für die Lebensmittelzutaten haben nur einen relativ kleinen Anteil an den Kosten eines BIG MAC, genau wo wichtig sind die Kosten für das Personal, die Mietkosten, Kosten für die Abnutzung der Betriebs- und Geschäfstausstattung, Kosten der Werbung usw - insofern ist das Instrument repräsentativer als der eine oder andere vermutet.

"25. Juli 2008, 04:00 Uhr Big-Mac-Index: Euro ist stark überbewertet

Urlauber wissen es längst: Für einen Euro bekommt man derzeit außerhalb des gemeinsamen Währungsraums so viel wie selten zuvor. Wie gut es tatsächlich um die Kaufkraft des Euro bestellt ist, hat nun das britische Wirtschaftsmagazin "The Economist" errechnet. Laut dem sogenannten Big-Mac-Index, den die Zeitschrift seit 1986 erhebt, ist der Euro gegenüber dem Dollar um 50 Prozent überbewertet. Stärker stehen nur die skandinavischen Währungen sowie der Schweizer Franken da. Während die Währung der Eidgenossen ein Plus von 78 Prozent aufweist, sind es im Fall der norwegischen Krone sogar 121 Prozent. Hingegen hat die Kaufkraft der Entwicklungsländer abgenommen. Insbesondere der chinesische Renminbi Yuan gehört zu den am stärksten unterbewerteten Währungen. Als Rechenbasis dient dabei ganz simpel der Big Mac, der weltweit verkauft wird. Theoretisch müsste ein solches Standardprodukt überall dasselbe kosten. Ist das nicht der Fall, weil etwa der Hamburger in Deutschland umgerechnet 5,34 Dollar kostet, in den USA aber nur 3,57 Dollar, weist das auf Bewertungsunterschiede zwischen den Währungen hin. Hinter der simplen Idee steckt die Theorie der Kaufkraftparitäten. Diese besagt, dass es langfristig ein Gleichgewicht der Wechselkurse geben muss, bei dem die Kosten für einen Korb identischer Waren und Dienstleistungen weltweit auf einem Niveau liegen. Weicht eine Währung stark davon ab, könnte das auf eine bevorstehende Trendwende hindeuten. Wann diese eintritt, lässt sich allerdings nicht prognostizieren."

Soweit also der Artikel aus der Welt, aber neben der Kaufkraftparität gibt es auch noch andere Faktoren:


Mittelfristig spielen dann auch Zahlungsbilanzaspekte eine Rolle. Die scheinen gegen den Dollar zu sprechen, wenn man absolute Zahlen nimmt. Aber im Wirtschaftsgeschehen spielen nun einmal nicht die absoluten Zahlen eine Rolle, sondern die Veränderungen und in welchem Tempo die Veränderungen vonstatten gehen. Und da kann man sagen, dass sich die Lage eigentlich schon lange gedreht hat, das Leistungsbilanzdefizit der USA schmilzt in erstaunlichem Tempo ab, wenn man berücksichtigt, dass die durch die Rohstoffverteuerungen erschwert wurde. Drehen auch die Rohstoffe, wird dies sogar dramatische Ausmaße annehmen.

Kurzfristig kommen dann auch Renditeaspekte dazu. Ich schreibe hier ausdrücklich Renditeaspekte und nicht Zinsaspekte, weil der Begriff Zinsaspekt zu kurz greift. Hier sprechen die Zinsaspekte für den Euro, aber auch nur bei sehr obeflächlicher Betrachtung, denn wenn ich das auf Renditeaspekte erweitere, kommen wir zu dem Ergebnis, dass die USA offensichtlich für Anlagen nachwievor wesentlich attraktiver sind als Europa, wie z.B. die 40 Milliarden für die Häflte von Gentech die Roche jetzt gerade zu zahlen bereit wäre. Und so wie Roche denken viele, denn US-Anlagen gibt es momentan durch den billigen Dollar zu Schnäppchenpreise. Und somit sprechen die Kapitalströme momentan auch eher für den Dollar.

Und schließlich sollte man als Libuda auch noch etwas aus der Welt des Fußballs in die Wechselkursiskussion einbringen. Wir wir alle wissen, lautet die wichtigste Abseitsregel; "Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift." So eine ähnliche Regel gibt es auf kürzere und mittlere Sicht auch beim Dollar: "Der Dollarkurs ist dort, wo ihn die US-Regierung und die Fed haben wollen." Wenn sich der US-Konjunktur bessert, verlagern sich die US-Probleme von der ausreichenden Auslastung der Kapaziäten hin zur Sorge um die Preissteigerungen - und da gibt es ein probates Mittel gegen: Aufwertung des Dollars = Abwertung des Euros.
Antworten
Maxgreeen:

Falls der Dollar doch stärker wird, dann

2
27.07.08 20:10
gehe ich Berlin einkaufen statt in New York. :((
Antworten
Nimbus2007:

Libuda...

 
27.07.08 20:26
#5 war das erste richtig gute Posting, was ich auf Ariva von dir gelesen habe. ;)
Antworten
Reinyboy:

Libuda`s Milchmädchenrechnung

2
27.07.08 20:44
ist ohne den Wirt (ob den Libuda überhaupt kennt??) gemacht, hehehehehe....., das geht bombig in die Hose....

anstatt Superdividende ,  nur geistigen Dünnpfiff, hehehehe...




Je genauer du planst, umso härter trifft dich der Zufall
Antworten
FDSA:

Wenn

 
27.07.08 21:38
ich die Zeitzone nehme, dann ist es schwer es zuglauben..
Antworten
Libuda:

Gewaltiges Korrekturpotenzial beim Euro

 
08.08.08 14:32
http://www.ariva.de/Gruener_Fisher_Kolumne_Grosse_Trendwende_c2709935

Der Marsch zur Kaufkraftparität von 1,10 bis 1,2o und das dabei einhergenden Überschießen nach der anderen Seite hat seit einigen Tagen begonnen. Und da sich die Lage in den USA immer mehr stabilisiert und in Europa nicht in gleichem Maße, wird sich dieser Trend verstärken.
Antworten
xpfuture:

Was ist dass denn für ein Blödsinn?

 
08.08.08 16:49
"Als Rechenbasis dient dabei ganz simpel der Big Mac, der weltweit verkauft wird. Theoretisch müsste ein solches Standardprodukt überall dasselbe kosten."

Nehmen wir mal den Schweizer Franken und vergleichen wir Ihnen mit einer etwas exotischeren Währung wie den Venezolanischen Bolivar. Wenn ich mir denn 10-Jahres Chart ansehe, glaue ich kaum, dass "der Wechselkurs einer Währung immer zu seiner Kaufkraftparität zurückkehrt".

Glaubst du etwa, dass das je passieren wird, dass der Big Mac in Zürich das selbe kostet als in Caracas?

xpfuture
33% Superdividende auf alle US-Aktien 179153
Antworten
Libuda:

Etwas Ahnung sollte man schon haben

 
08.08.08 17:14
wenn man in Wechselkursfragen mitdikutieren will - das Kopieren eins Charts reicht da sicher nicht aus. Wie wenig Du Dich mit dem Problem beschäftigt hast und wie wenig Du offensichtlich Du offenbar von den Dingen verstehst, zeigt sich darin, dass bei Dir die unterschiedlichen Inflationsraten in der Schweiz und Venzuela gar nicht vorkommen.

Nach der Kaufkraftparitätentheorie verfünffacht sich der Wert einer Währung in sechs Jahren, wenn die Inflationsdifferenz in diesen 6 Jahren 500% betrug. Um zu ermitteln, wie hoch die durchschnittliche Inflationsdifferenz pro Jahr sein müsste, muss Du jetzt nur die sechste Wurzel aus 5 ziehen, dann von diesem Wert 1 abziehen und diese Zahl mit 100 multiplizieren. Du erhälst dann den Wert 31% - also die Differenz der Inflationsraten zwischen der Schweiz und Venezuela müsste in diesen 6 Jahren pro Jahr 31% betragen haben, wenn die Kaufkraftparitätentheorie exakt gestimmt hätte. Ob das jetzt exakt hinkommt, weiss ich nicht, da ich die durchschnittliche Inflationsrate von Venezuela nicht kenne - überlagert wird der Effekt sicher auch noch von dem schwachsinnigen Diktator, den die haben, sodass die Inflationsdifferenz in den letzten 6 Jahren im Schnitt vielleicht kleiner war als 31%. Eine Untersuchung zwischen demokratischen Staaten wird da bessere Ergebnisse liefern. Die Bundesbank hat in den letzten ca. 15 Jahren übrigens zwei sehr umfangreiche Studen zu diesem Thema angestellt, die auf lange Sicht meine These absolut untermauern.
Antworten
Libuda:

Von 1,60 auf 1,49 ist zwar nur ein erster Schritt

 
14.08.08 13:00
aber wir sind auf dem langen Marsch zur Kaufkraftparität von ca. 1,10 und beim üblichen Überschießen sogar bis zur Währungsparität bei 1,00.
Antworten
Fintelwuselwix:

33% Superdividende auf US-Aktien.....

 
14.08.08 13:19
was soll diese ganze aufgeblasene, pompöse, völlig unnütze Umschreibung???

Sach doch einfach: EUR/USD short oder USD/EUR long!
Antworten
Depothalbierer:

du wirst sowohl mit deinen zu teuren us-,

2
14.08.08 13:59
als auch mit deinen zu teuren eu-aktien verluste machen.

stell mal die liste deiner derzeit gehaltenen aktien rein.

du bist doch der größte, dann können wir alle mitverfolgen, welch gigantische gewinne du einfährst.
Antworten
Maxgreeen:

Der Dollar wurde stärker und die US-Aktien billige

 
18.12.08 12:10
r, für Europäer die US-Aktien besitzen ein Nullsummenspiel, doch seit 2 Wochen ein Minusgeschäft, da der Euro auf 1,46 gestiegen ist.
"Kluge leben von den Dummen. Dumme leben von der Arbeit"
Robert Lembke
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--