249.999.999 Amis können ihre Schulden nicht


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Libuda:

Da will wohl jemand den einfachen

 
18.11.07 16:17
Leser mit einer Grafik Angst einjagen. Ein solcher Anstieg ist für jede Verzinsung, die über lange Zeiträume läuft charakterisch: Das ist der schlichte Zinzeszinseffekt oder für die mathematisch etwas Gewiefteren - eine einfache und typische Exponentialfunktion. Oder schlicht und einfach: Wer langfristig in Aktien anlegen, wird reich.
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Bereuhnix:

Letzteres amS korrekt

 
18.11.07 16:17
Sonst würde ja die Rendite nicht sinken.
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Bereuhnix:

Ich möchte mich nicht mehr mit "Experten"

 
18.11.07 16:20
streiten.
Bei Zinseszins und Renditeberechnungen kenne ich mich mit einiger Sicherheit besser aus als -schätze mal - 99 % der ariva Leser...
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Bereuhnix:

Im übrigen wurde die Frage nicht beantwortet

 
18.11.07 16:26
(war ja einigermaßen klar)
Was ist eine Überbewertung , wenn das eine Unterbewertung widergibt ?
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lehna:

#29, Bewertungen...

8
18.11.07 16:40
entscheidet allein der Markt, net mir zwei.
Deswegen scheitern alle Volkswirte mit ihren Vorhersagen kläglich, sie können die Emotionen der Masse nicht berechnen, wär das möglich gäbs keine Börse.
Würde sich der Dax ähnlich wies BIP bewegen, gäbs keine Gier, keine Angst und keine Aktionäre.
Und Ariva wär längst pleite...




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Bereuhnix:

Wenn Notenbanken Geld in den Markt blasen

2
18.11.07 17:15
würd ich nicht von freier Marktentscheidung schreiben.
Sorry.
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Kartenhai:

wg. #19

3
18.11.07 18:06

"Aber oft haben dann Webmaster insbesondere von WallstreetOnline die Übersicht verloren oder waren schlicht zu faul zu differenzieren, wer da gemeint war."

Da ist was dran! Die Moderation dort drüben ist oft genug unter aller Kanone. Mir hat ein Mod mal nahegelegt, in einem bestimmten Thread nicht mehr als 6 Beiträge am Tag zu posten. Als ich ihn fragte, ob das auch für die anderen User gelten würde, die oft 20-30 Postings pro Tag in diesen Thread absetzen, bekam ich die Antwort: "Fang hier keine künstlichen Diskussionen an, sonst sperren wir deinen Account!" Interessant fand ich  das "wir" bei der Sperrung, nicht mal das hätte der Typ alleine hinbekommen! ;)

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Libuda:

Warum vermutlich enorme stille Reserven

 
18.11.07 18:25
bei den US-Banken gebildet werden, hängt damit zusammen, dass die momentan vorgenommenen Abschreibungen die tatsächlich eintretenden Ausfälle um ein Mehrfaches übertreffen werden.

Denn die Amis haben in den letzten zehn Jahren von 1995 bis 2005 enorme Einkommenssteigerungen erlebt und mit 90,5% plus in diesen 10 Jahren waren die Bezieher der untersten Einkommensschicht (das sind die untersten 20%) klar an der Spitze. Da können wir uns in der Bundesrepublik eine Scheibe abschneiden, denn bei uns lief es gerade anders herum.

Interessant ist dazu ein Artiekl aus dem Wallstreet Journal, den heute Euro am Sonntag übernommen hat:

"USA produzieren Aufsteiger

US-Finanzministerium: Bezieher unterer Einkommen verbessern ihre Situation

Die Ungleichheit wächst, die Chancen werden knapper - so der Tenor der Präsidentschaftskandidaten John Edwards und Mike Huckabee. Eine vom US-Finanzministerium herausgegebene Studie zur Einkommensentwicklung entlarvt derartige Behauptung als Humbug.

Die in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie basiert auf 96700 Einkommensteuererklärungen aus den Jahren 1996 und 2005 von Amerikanern über 25. Sie beweist zweifelsfrei, dass die Amerikaner noch eine dynamische Gesellschaft sind. Über den untersuchten Zeitraum sind fast 58 der Arbeitnehmer aus der niedrigsten Einkommensstufe in eine höhere aufgestiegen. 5,3% erreichten sogar das höchste Quintil. In der Gruppe der zweitniedrigsten Verdiener war die Entwicklung ähnlich: 50 Prozent verdienten mehr, nur 17 Prozent mussten einen Einkommensrückgang hinnehmen. Das bedeutet, dass innerhalb von zehn Jahren mehr als die Hälfte der gering verdienenden Amerikaner einen Aufstieg geschafft haben (bei Vollzeitbeschäftigung sogar 90,5%). Ebenso beruhigend ist ist die Tatsache, dass das inflationsbereinigte Einkommen aller Steuerpflichtigen um beachtliche 24% gestiegen ist. Zwei Drittel aller Arbeiten konnten einen Einkommenszuwachs verzeichnen. Nur eine Einkommengruppe erlitt einen Rückgang des Realeinkommens: Das oberste eine Prozent des Jahres 1996 bezog 2005 25,8 Prozent weniger Einkommen."

Dass die Lage in Wirklichkeit noch viel besser ist, hängt damit zusammen, dass Kursgewinne von Aktien erst dann zu Einkommen werden und in der Statistik auftauchen, wenn die Kursgewinne realisiert werden. Deshalb dürfte auch bei den obersten 1% ein fettes Plus stehen.
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Libuda:

Als Ergänzung noch ein Tabelle

 
18.11.07 18:36
US-Realeinkommen 1996- 2005 (nach Einkommensgruppen von 1996)

unteres Fünftel der Einkommensbezieher: 90,5% Einkommenssteigerung

zweitgeringstes Einkommensfünftel: 34,8% Einkommenssteigerung

mittleres Einkommen: 23,3% Einkommenssteigerung

zweithöchstes Einkommen: 16,6% Einkommensteigerung

höchstes Einkommen: 10% Einkommenssteigerung

Durchschnitt: 24,2% Einkommenssteigerung
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hardyman:

Oh wieder eine Petze unterwegs, interessant

2
18.11.07 18:51
ID: Kicky
Zeitpunkt: 18.11.07 12:11
Grund: beleidigend gegen Captain America

Nur wer da wen beleidigt hat würde ich mal offen lassen.
Aber das ist halt das linientreue Ariva, wo man nur vorgefertigte Meinungen akzeptiert die einem passen.

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Charttechniker wissen nicht ob sie mit Äpfeln, Birnen oder Zitronen handeln, weil Fundamentalanalyse über ihren Horizont geht, aber der getrübte Blick auf den Depotstand zeigt die Realität.

copyright by hardyman
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Kartenhai:

wg. #33

2
18.11.07 19:07
"Warum vermutlich enorme stille Reserven bei den US-Banken gebildet werden, hängt damit zusammen, dass die momentan vorgenommenen Abschreibungen die tatsächlich eintretenden Ausfälle um ein Mehrfaches übertreffen werden."

Soll das ein Witz sein? Sowas behaupten nicht mal die allergrößten Optimisten. 249.999.999 Amis können ihre Schulden nicht 3746939  


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Kicky:

wer ist eigentlich dieser hardyman?

4
18.11.07 19:08
identisch mit anderen ID´s, die bei Antilemming berechtigterweise gesperrt sind? ergeht sich in ständiger Hetze gegen Antilemming und stellt merkwürdige Theorien auf,die eher emotional begründet erscheinen .....
wenn ich hier mal die Ausuferungen von Libuda kritisiere bzw gemeldet habe,so habe ich ihn doch an anderer Stelle auch schon mal in Schutz genommen,aber wenn er so agressiv drauf ist wie heute in diesem Thread,bin ich gewiss nicht die Einzige ,die das kritisiert
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hardyman:

Kicky mit Petzen wie Dir werde ich nicht streiten

2
18.11.07 19:15
könnte ja sein Du bist ein alter "Tattergreis" und verkraftest es nicht*fg*


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Libuda:

Und noch so eine schreckliche Wahrheit

 
18.11.07 19:33
für die Anbeter des Weltuntergangs: 2007 werden die Banken die zweihöchsten Gewinne in ihrer Geschichte einfahren. Das heisst, die Abschreibungen reduzieren nur die in letzten Jahren stetig mit hohen Wachstumsraten gestiegenen Gewinne. Das bringt zwar die Kurse von Bankaktien in den Rückwärtsgang in Gewinnbeteiligungen von einigen Spitzenbankern auch, aber das juckt in der Realwirtschaft niemand und Joe Sixpack und Lieschen Müller schon gar nicht. Für die ist das sogar gut, dass horrenden Einkommen von teilweise nutzlosen Drohnen zurückgeschnitten werden und wir ein Stückchen back to the basics kommen.

Wenn ich früher im Buchführungsunterricht richtig aufgepasst habe, haben wir meines Erachtens damals durchgenommen, dass nur Verluste das Eigenkapital kleiner machen. Oder?
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Bereuhnix:

Sie haben Unterricht gehabt bei Professoren und

 
18.11.07 19:47
deren Assis, die sie hier kritisieren ?
lool
Wenn ich richtig aufgepasst habe, schmälert die Aufnahme von
Fremdkapital die Eigenkapitalquote.
Die Notenbanken haben die Kohle jedenfalls nicht vor meiner
Wohnung verteilt.
Ps. Kann mich dem Kartenhai nur anschließen, da sind ja abenteuerliche
Thesen über die USA enthalten. Da ich 3 Amerikaner persönlich
kenne, ist das wohl eher eine Bereicherung der Jeckensaison.  

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relaxed:

#39 Und was hast du zur Eigenkapitalquote von

 
18.11.07 19:50
Banken gelernt? ;-)

Siehst du da womöglich eine minimale Gefahr, welche ängstliche Zeitgenossen etwas weniger euphorisch stimmen könnte? ;-)
Antworten
Libuda:

Dazu muss man sicher etwas mehr

 
18.11.07 21:29
verstehen, als einige hier Postende - was aber kein Vorwurf sein soll, denn man muss ja nicht von allem etwas verstehen und versteht halt von anderen Dingen sehr viel. Aber man sollte halt über Dinge, von denen man nichts versteht nichts posten. Und es macht, auch wenn das jetzt arrogant klingt, keinen Sinn, über Dinge zu diskutieren, von denen bestimmte Diskussionsteilnehmer keine Ahnung haben. Wer also vom Eigenkapital von Banken nichts versteht, sollte schlicht und einfach sein Maul halten, weil eine Diskussion mit unfähigen Aufschneidern nichts bringt.

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Libuda:

Die gute Seite der Krise

 
18.11.07 21:40

George Shultz und John Taylor - Die gute Seite der Krise
08. November 2007 18:44 Uhr

Der Crash am US-Immobilienmarkt führt dazu, dass Amerikas Leistungsbilanzdefizit sinkt. Das entschärft ein zentrales Problem der Weltwirtschaft und wird den Sturz des Dollar stoppen

Notenbanker und Geldpolitiker weltweit kennen derzeit nur ein Thema: die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Auch auf der jüngsten Herbsttagung der G7-Finanzminister und Zentralbankchefs Ende Oktober ging es vor allem um die Sorge darüber, dass die US-Immobilien- und Finanzkrise die amerikanische Wirtschaft und vielleicht die Weltwirtschaft verlangsamen werde.

Allerdings gibt es in der Krise auch einen überraschenden Hoffnungsschimmer. Dieser lässt sich darin erkennen, dass derzeit kaum einer von dem Schreckgespenst der Weltwirtschaft der vergangenen Jahre spricht: vom Leistungsbilanzdefizit der USA.
Die gute Nachricht ist zunächst einmal, dass sich der stetige Anstieg des US-Leistungsbilanzdefizits umgekehrt hat. Während der drei aktuellsten Quartale, für die uns Daten vorliegen, ging das Defizit um 119 Mrd. $ zurück. Es fiel von rund sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf fünf Prozent – und es scheint in diese Richtung weiterzugehen.


Woran liegt diese Umkehr? Eine Erklärung ist, dass Maßnahmen gegen die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft umgesetzt wurden, die die geldpolitischen Entscheider auf früheren Spitzentreffen beschlossen hatten. Der Grundsatz, der hinter diesen Maßnahmen steckt, besagt, dass das US-Leistungsbilanzdefizit durch die Kluft zwischen Ersparnissen und Investitionen entsteht. Entsprechend war eine dreigleisige Strategie erforderlich: das US-Haushaltsdefizit senken; das Wirtschaftswachstum im Ausland stärken, um die US-Exporte zu stimulieren; und die Flexibilität der Wechselkurse – vor allem in China – erhöhen, um die Anpassung zu erleichtern.

Diese Strategie wird jetzt umgesetzt. Das US-Haushaltsdefizit ist auf 1,2 Prozent des BIP gesunken, weit unter den historischen Durchschnitt. Das weltweite Wirtschaftswachstum blieb auch stark, als sich das US-Wachstum verlangsamte. Und Chinas Wechselkurs ist flexibler geworden, die Terminmärkte gehen von einer weiteren Aufwertung des Renminbi aus. All das wird auf mittlere Sicht wohl dazu beitragen, dass das US-Leistungsbilanzdefizit sinkt. Als Erklärung für die kurzfristige Verringerung im vergangenen Jahr reicht es aber nicht.

Es müssen also noch andere Faktoren mit im Spiel sein. Da das Leistungsbilanzdefizit den Ersparnissen minus den Investitionen entspricht, ist es logisch, zunächst auf Letztere zu blicken. Und hier findet sich der Hoffnungsschimmer: Die Immobilienkrise hat eine enorme Delle bei den Investitionen hinterlassen. In den drei Quartalen, in denen das Defizit gesunken ist, sind die Wohnungsbauinvestitionen um 81 Mrd. $ gefallen. Im Vergleich zum Höhepunkt des Immobilienbooms Anfang 2006 ist der Rückgang noch viel gravierender. Ein Großteil der Reduzierung des Leistungsbilanzdefizits lässt sich demnach dem Rückgang bei Wohnungsbauinvestitionen zuschreiben.

Zudem beginnen sich die sinkenden Hauspreise auf die Sparquote der Haushalte auszuwirken. Die Quote steigt, wenn die Zahl der Hypothekenkredite fällt und die Menschen erkennen, dass ihr Immobilienvermögen nicht so groß ist wie erwartet. Als die Preise für Vermögenswerte noch zulegten, konnten die Haushalte ihren Verdienst ausgeben und dennoch stieg ihr Nettovermögen. Manchmal übertrafen die Ausgaben gar die Einnahmen. Nunmehr fällt der Verbrauch im Vergleich zum Einkommen. Also sparen die Haushalte mehr.

Rechnet man die Folgen der Veränderungen bei Direktinvestitionen und Spareinlagen hinzu, geht der Rückgang des US-Leistungsbilanzdefizits zu rund drei Vierteln auf die Turbulenzen am Immobilienmarkt zurück. Die Korrektur am Häusermarkt war ein wichtiger Faktor für die Korrektur der Leistungsbilanz. In deren Folge erleben wir jetzt den dramatischen Anfang einer willkommenen Ausbalancierung der globalen Investitions- und Ersparnisströme.

Die Art und Weise dieser Korrektur hat Auswirkungen auf die künftige Politik. Da wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Immobilienkrise die Lücke in der Leistungsbilanz auf Dauer füllen wird, müssen wir mit der beschriebenen dreigleisigen Strategie fortfahren – zumal diese auch dann sinnvoll wäre, wenn es kein Defizit gäbe.

Ein niedrigeres US-Leistungsbilanzdefizit bedeutet, dass andere Länder weniger in die USA exportieren und mehr aus den USA importieren. Nehmen andere Nachfragekomponenten in diesen Ländern nicht zu, kommt es zu negativen Folgen für die Weltwirtschaft.

Produktivitätssteigernde Investitionen sind weiterhin wichtig, deshalb müssen die Handelspartner der USA mehr Investitionen in ihren Ländern fördern. Es ist wichtiger denn je, das Investitionsklima zu verbessern – vor allem in Schwellenländern, in denen die Investitionsquote niedrig ist.

Während der jüngsten Expansion der Weltwirtschaft wurde gewarnt, dass das US-Leistungsbilanzdefizit einen Verfall des Dollar und eine weltweite Währungskrise auslösen kann. Das ist nicht geschehen. Die Abwertung des Dollar erfolgt sukzessive, wobei geringe Schwankungen während der sechs Jahre dauernden Wachstumsphase als stabilisierende Kraft wirkten. Die US-Devisenpolitik, die die Kräfte des Marktes betont, einen Eingriff in die Devisenmärkte bislang vermied und nicht versuchte, den Dollar herunterzureden, hat funktioniert. Sie sollte fortgesetzt werden. In dem Maße, wie die Immobilienkrise zu einer Verbesserung der Leistungsbilanz führt, ist eine weitere Abwertung des Dollar weniger wahrscheinlich. Darüber entscheiden sollte aber der Markt.

George Shultz ist früherer Finanz- und Außenminister der USA. John Taylor ist ehemaliger Wirtschaftsberater von George Bush sen und Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im US-Finanzministerium.


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Kartenhai:

wg. #42

3
18.11.07 22:49

Ziemlicher unterirdischer Diskussionsstil, hast du sowas nötig? Wär schön, wenn du endlich zu vernünftigen Umgangsformen finden würdest.

Außerdem ist der Einwand berechtigt, das EK bei Banken macht meist wenige Prozent der Bilanzsumme aus. Das heißt, wenn die nur einen geringen Bruchteil ihrer Aktiva abschreiben müssen, ist das gesamte EK weg und die Bank pleite.

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Libuda:

Genau dieses Posting zeigt, dass

 
18.11.07 23:30
Du auch zu der Gruppe gehörst, der ich vorhin empfohlen habe, sich nicht zu Dingen zu äußern, von denen sie nichts verstehen.

Denn das ist genau der Punkt, den ich heute schon einmal wegen der enormen ökonomischen Verblödung in der allgemeinen Diskussion angesprochen habe und die deshalb ein idealer Zeitpunkt zum Einstieg in die Aktienmärkte ist. Kernpunkt dieser Verblödung ist, dass inzwischen im Rahmen dieses ökonomischen Verblödungsprozesses von ökonomischen Zusammenhangen Unbeleckte Eigenkapitalquoten von Unternehmen aus verschiedenen Bereichen über einen Leisten donnern: Industrieunternehmen, Handelsunternehmen, Banken und vielleicht sogar Versicherungen. Ganz generell gilt, dass ein Unternehmen umso mehr Eigenkapital mehr braucht, umso mehr Risiken es hat. Ein Industrieunternehmen mit 8% Eigenkapital wäre ein Pleitekandidat, ein Bank mit 8% hartem Eigenkapital (und mit dem Begriff hartem Eigenkapital fangen die Schwierigkeiten für Laien schon an) ist ein Krösus. Die wesentliche Aktiva eines Industrieunternehmens zumindest der alten Prägung sind Maschinen und Anlagen mit einer langen Nutzungsdauer. Die darin gebundenen Beträge muss man sich über den Markt wieder zurückholen, indem man die Abschreibungen für diese Maschinen und Anlagen in die Preise einkalkulieren kann. Aber wer kann schon sicher sein, dass er die Abschreibungen für seinen Bagger auch in fünf Jahren noch über den Preis hereinholt? Handelsunternehmunge haben es da schon etwas einfacher, denn bei denen entfällt das Einkalkulieren von Abschreibungen über Jahre hinweg, ihr Risiko sind Ladenhüter, die sie nicht verkaufen können und Forderungen die sie eventuell nicht eintreiben können - sie benötigen daher schon etwas weniger Eigenkapital als Industrieunternehmen. Bei Banken sind die Risiken noch niedriger, sie müssen nichts erst verkaufen, um Forderungen zu haben - ihre Aktiva besteht schon im wesentlichen aus lauter Forderungen. Und diese Forderungen haben gegenüber denen von Industrieunternehmen und Handelsunternehmen zudem noch enorme Vorteile. Zunächst einmal sind sie weit gestreut - das garantiert z.B. in Deutschland das Kreditwesengesetz. Und zu diesen Vorteilen der weiten Streuung kommen noch weitere Vorteile gegenüber den Forderungen von Industrie- und Handelsunternehmen: Ganze Abteilungen, die Kreditabteilungen beschäftigen sich permanent mit der Sicherheit der Forderungen. Und es bleibt nicht nur bei dieser intensiven Kontrolle - sie holen Sicherheiten herein: Grundschulden, Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen und vieles mehr. Daher sehen die Eigenkapitalvorschriften für Banken auch nur ein bilanzielles Eigenkapital von 4% vor, das durch nicht bilanzielles Ergänzungskapital (z.B. Stille Reserven) in Höhe von 4% ergänzt werden muss. Versicherungen kommen gar mit etwa 1% Eigenkapital aus, weil hier die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes und damit die das notwendige Reservepolster Eigenkapital noch wengier erforderlich ist.

Wie Ihr seht, es ist schon etwas schwieriger mit dieser Materie und durchaus kein Arroganz von mir, dass aufschneiderische Dumpfbacken, die von der Materie nichts verstehen, zu diesem komplexen Thema ihre Klappe halten sollen - ahnungslose Zeitungsschmierfinken eingeschlossen.
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Bereuhnix:

Was verstehe ich von Eigenkapital ?

 
18.11.07 23:34
Ich versteh soviel von Eigenkapital, daß ich trotz Solveny Basel II und
Value at risk Methoden (die letzere halte ich im übrigen für statische Kinderkacke
zur Beruhigung des inferioren Aufsichtsamtes) Bankpleiten locker im Bereich des
Möglichen erachte. Die Deutsche Bank muss  deutlich mehr als 10 % EK Rendite erzielen, um sinnvoll zu wirtschaften.Ich habe das im Bärensräd schon mal vorgerechnet (lol). Das liegt daran ,daß die Quote der Fremdverbindlichkeiten 90 % beträgt und diese Zinsen bedient werden müssen. Außer in den USA gibts nunmal keine Kohle umsonst. (lol)
Das kann sehr schnell gehen (da gibts schneller was auf die Hucke , die hatten immer hin
über 60 % Eigenkapital). Wenn´s soweit ist, haben sich die Großmäuler
allerdings verpisst, wie immer:-)    
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Bereuhnix:

#47 Das ist der mit Abstand größte Schwachsinn

2
18.11.07 23:45
den ich je auf einem Wirtschaftsboard gesehen habe.
"Daher sehen die Eigenkapitalvorschriften für Banken auch nur ein bilanzielles Eigenkapital von 4% vor, das durch nicht bilanzielles Ergänzungskapital (z.B. Stille Reserven) in Höhe von 4% ergänzt werden muss. Versicherungen kommen gar mit etwa 1% Eigenkapital aus, weil hier die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes und damit die das notwendige Reservepolster Eigenkapital noch wengier erforderlich ist."

Der letzte Satz ist eine einzige Lüge. Die Assekuranz hatte in 2001/2002 Milliardenverluste durch geschmolzene Reserven. Die Deckung der Rückstellung
ist zur Sicherstellung von garantierten Renditen und der Auflagen der
Aufsichtsbehörde  zwingend notwendig.
Im Gegenteil Sie  Dumpfbacke, die Assekuranz -auch  Pensionskassen-/P-Fonds- ist seit 2001  zur Bildung eines Eigenkapitals von 5 % angehalten, die mit Kürzungen von
RFB´s Sonderzuschlägen und Anpassungszuschlägen gebildet wird.
Mir ziehts die Schuhe aus...

Antworten
Bereuhnix:

Die Behauptung die vorgenommenen Abschreibung

 
18.11.07 23:52
nehmen den Untergang schon vorweg ist eine Erfindung.
Vielmehr obliegt es den Banken die zweifelhaften Positionen mit einer Market to Market
Bewertung zu versehen. Da sich für den Schrott keine Nachfrage feststellen
lässt, setzt man einfach einen "realistischen" Preis an. Kreative Buchführung.
Wenn der WP mit der BEwertung nicht einverstanden ist (weil zu hoch angesetzt)
holt man sich einfach einen anderen Wirtschaftsprüfer ins Haus;-)
Erfahrungswerte ;-)
So wird´s gemacht und das dicke Ende kommt noch.
EOM
Antworten
Kartenhai:

wg. #45

2
18.11.07 23:53

"Wie Ihr seht, es ist schon etwas schwieriger mit dieser Materie und durchaus kein Arroganz von mir, dass aufschneiderische Dumpfbacken, die von der Materie nichts verstehen, zu diesem komplexen Thema ihre Klappe halten sollen..."

Immer sachlich bleiben, du Schreihals! ;o) Außer Phrasen und abgekupferte Artikel hast du bis jetzt nix beigetragen und vom Thema "Kreditkrise" hast du definitiv keine Ahnung. Ich mach mich jetzt davon, mit Leuten, die derart prollige Umgangsformen wie du haben, diskutiere ich nicht besonders gerne.    
Antworten
Kartenhai:

wg. #47

 
18.11.07 23:59

Gibts auf, das hat keinen Sinn mit ihm. Von Versicherungen hat er noch weniger Ahnung als von Banken.

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