249.999.999 Amis können ihre Schulden nicht


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Libuda:

249.999.999 Amis können ihre Schulden nicht

4
17.11.07 23:06
zurückzahlen - nur Bill Gates ist noch übrig geblieben, der das kann. Selbst Warren Buffet kann nicht, da er sich mit Bankwerten verzockt hat und die Gebühren für Altersheime durch die Stagflation in den USA rasant steigen.

Wir kennen die Stories aus den letzten Jahren, von Vogelgrippe über den bevorstehenden Angriff auf den Iran bis zum großen Banken-Gau zur genüge. Es waren immer die besten Kaufzeiten, weil wir immer noch in einer Welt von niedrigen Bewertungen leben. Noch immer hat sich die 1999/2000 entfachte Hysterie nicht gelegt und einer Echoblase nach unten folgt die nächste - aber immerhin werden sie immer kleiner, wenn man sich im Vergleich dazu das Ausmaß der Lügengeschichten und der Hysterie ansieht.

Das Fazit im simpel und ähnelt den Ratschlägen, die ich immer wieder seit dem Frühjahr 2003 bei einem DAX-Stand von 2300 gegeben habe: Kaufen bis zum Anschlag. Nachweislich hat niemand auf deutschen Aktienboards 2003 und immer wieder danach so konsequent zum Kaufen geraten und immer richtig gelegen. Was allerdings auch bei der Weltuntergangshysterie und der extremen Unterbewertung nicht allzu schwer war - obwohl, sehr viel konsequente Weggefährten hatte ich dabei nicht.
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hardyman:

Kicky mit Petzen wie Dir werde ich nicht streiten

2
18.11.07 19:15
könnte ja sein Du bist ein alter "Tattergreis" und verkraftest es nicht*fg*


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Charttechniker wissen nicht ob sie mit Äpfeln, Birnen oder Zitronen handeln, weil Fundamentalanalyse über ihren Horizont geht, aber der getrübte Blick auf den Depotstand zeigt die Realität.

copyright by hardyman
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Libuda:

Und noch so eine schreckliche Wahrheit

 
18.11.07 19:33
für die Anbeter des Weltuntergangs: 2007 werden die Banken die zweihöchsten Gewinne in ihrer Geschichte einfahren. Das heisst, die Abschreibungen reduzieren nur die in letzten Jahren stetig mit hohen Wachstumsraten gestiegenen Gewinne. Das bringt zwar die Kurse von Bankaktien in den Rückwärtsgang in Gewinnbeteiligungen von einigen Spitzenbankern auch, aber das juckt in der Realwirtschaft niemand und Joe Sixpack und Lieschen Müller schon gar nicht. Für die ist das sogar gut, dass horrenden Einkommen von teilweise nutzlosen Drohnen zurückgeschnitten werden und wir ein Stückchen back to the basics kommen.

Wenn ich früher im Buchführungsunterricht richtig aufgepasst habe, haben wir meines Erachtens damals durchgenommen, dass nur Verluste das Eigenkapital kleiner machen. Oder?
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Bereuhnix:

Sie haben Unterricht gehabt bei Professoren und

 
18.11.07 19:47
deren Assis, die sie hier kritisieren ?
lool
Wenn ich richtig aufgepasst habe, schmälert die Aufnahme von
Fremdkapital die Eigenkapitalquote.
Die Notenbanken haben die Kohle jedenfalls nicht vor meiner
Wohnung verteilt.
Ps. Kann mich dem Kartenhai nur anschließen, da sind ja abenteuerliche
Thesen über die USA enthalten. Da ich 3 Amerikaner persönlich
kenne, ist das wohl eher eine Bereicherung der Jeckensaison.  

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relaxed:

#39 Und was hast du zur Eigenkapitalquote von

 
18.11.07 19:50
Banken gelernt? ;-)

Siehst du da womöglich eine minimale Gefahr, welche ängstliche Zeitgenossen etwas weniger euphorisch stimmen könnte? ;-)
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Libuda:

Dazu muss man sicher etwas mehr

 
18.11.07 21:29
verstehen, als einige hier Postende - was aber kein Vorwurf sein soll, denn man muss ja nicht von allem etwas verstehen und versteht halt von anderen Dingen sehr viel. Aber man sollte halt über Dinge, von denen man nichts versteht nichts posten. Und es macht, auch wenn das jetzt arrogant klingt, keinen Sinn, über Dinge zu diskutieren, von denen bestimmte Diskussionsteilnehmer keine Ahnung haben. Wer also vom Eigenkapital von Banken nichts versteht, sollte schlicht und einfach sein Maul halten, weil eine Diskussion mit unfähigen Aufschneidern nichts bringt.

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Libuda:

Die gute Seite der Krise

 
18.11.07 21:40

George Shultz und John Taylor - Die gute Seite der Krise
08. November 2007 18:44 Uhr

Der Crash am US-Immobilienmarkt führt dazu, dass Amerikas Leistungsbilanzdefizit sinkt. Das entschärft ein zentrales Problem der Weltwirtschaft und wird den Sturz des Dollar stoppen

Notenbanker und Geldpolitiker weltweit kennen derzeit nur ein Thema: die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Auch auf der jüngsten Herbsttagung der G7-Finanzminister und Zentralbankchefs Ende Oktober ging es vor allem um die Sorge darüber, dass die US-Immobilien- und Finanzkrise die amerikanische Wirtschaft und vielleicht die Weltwirtschaft verlangsamen werde.

Allerdings gibt es in der Krise auch einen überraschenden Hoffnungsschimmer. Dieser lässt sich darin erkennen, dass derzeit kaum einer von dem Schreckgespenst der Weltwirtschaft der vergangenen Jahre spricht: vom Leistungsbilanzdefizit der USA.
Die gute Nachricht ist zunächst einmal, dass sich der stetige Anstieg des US-Leistungsbilanzdefizits umgekehrt hat. Während der drei aktuellsten Quartale, für die uns Daten vorliegen, ging das Defizit um 119 Mrd. $ zurück. Es fiel von rund sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf fünf Prozent – und es scheint in diese Richtung weiterzugehen.


Woran liegt diese Umkehr? Eine Erklärung ist, dass Maßnahmen gegen die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft umgesetzt wurden, die die geldpolitischen Entscheider auf früheren Spitzentreffen beschlossen hatten. Der Grundsatz, der hinter diesen Maßnahmen steckt, besagt, dass das US-Leistungsbilanzdefizit durch die Kluft zwischen Ersparnissen und Investitionen entsteht. Entsprechend war eine dreigleisige Strategie erforderlich: das US-Haushaltsdefizit senken; das Wirtschaftswachstum im Ausland stärken, um die US-Exporte zu stimulieren; und die Flexibilität der Wechselkurse – vor allem in China – erhöhen, um die Anpassung zu erleichtern.

Diese Strategie wird jetzt umgesetzt. Das US-Haushaltsdefizit ist auf 1,2 Prozent des BIP gesunken, weit unter den historischen Durchschnitt. Das weltweite Wirtschaftswachstum blieb auch stark, als sich das US-Wachstum verlangsamte. Und Chinas Wechselkurs ist flexibler geworden, die Terminmärkte gehen von einer weiteren Aufwertung des Renminbi aus. All das wird auf mittlere Sicht wohl dazu beitragen, dass das US-Leistungsbilanzdefizit sinkt. Als Erklärung für die kurzfristige Verringerung im vergangenen Jahr reicht es aber nicht.

Es müssen also noch andere Faktoren mit im Spiel sein. Da das Leistungsbilanzdefizit den Ersparnissen minus den Investitionen entspricht, ist es logisch, zunächst auf Letztere zu blicken. Und hier findet sich der Hoffnungsschimmer: Die Immobilienkrise hat eine enorme Delle bei den Investitionen hinterlassen. In den drei Quartalen, in denen das Defizit gesunken ist, sind die Wohnungsbauinvestitionen um 81 Mrd. $ gefallen. Im Vergleich zum Höhepunkt des Immobilienbooms Anfang 2006 ist der Rückgang noch viel gravierender. Ein Großteil der Reduzierung des Leistungsbilanzdefizits lässt sich demnach dem Rückgang bei Wohnungsbauinvestitionen zuschreiben.

Zudem beginnen sich die sinkenden Hauspreise auf die Sparquote der Haushalte auszuwirken. Die Quote steigt, wenn die Zahl der Hypothekenkredite fällt und die Menschen erkennen, dass ihr Immobilienvermögen nicht so groß ist wie erwartet. Als die Preise für Vermögenswerte noch zulegten, konnten die Haushalte ihren Verdienst ausgeben und dennoch stieg ihr Nettovermögen. Manchmal übertrafen die Ausgaben gar die Einnahmen. Nunmehr fällt der Verbrauch im Vergleich zum Einkommen. Also sparen die Haushalte mehr.

Rechnet man die Folgen der Veränderungen bei Direktinvestitionen und Spareinlagen hinzu, geht der Rückgang des US-Leistungsbilanzdefizits zu rund drei Vierteln auf die Turbulenzen am Immobilienmarkt zurück. Die Korrektur am Häusermarkt war ein wichtiger Faktor für die Korrektur der Leistungsbilanz. In deren Folge erleben wir jetzt den dramatischen Anfang einer willkommenen Ausbalancierung der globalen Investitions- und Ersparnisströme.

Die Art und Weise dieser Korrektur hat Auswirkungen auf die künftige Politik. Da wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Immobilienkrise die Lücke in der Leistungsbilanz auf Dauer füllen wird, müssen wir mit der beschriebenen dreigleisigen Strategie fortfahren – zumal diese auch dann sinnvoll wäre, wenn es kein Defizit gäbe.

Ein niedrigeres US-Leistungsbilanzdefizit bedeutet, dass andere Länder weniger in die USA exportieren und mehr aus den USA importieren. Nehmen andere Nachfragekomponenten in diesen Ländern nicht zu, kommt es zu negativen Folgen für die Weltwirtschaft.

Produktivitätssteigernde Investitionen sind weiterhin wichtig, deshalb müssen die Handelspartner der USA mehr Investitionen in ihren Ländern fördern. Es ist wichtiger denn je, das Investitionsklima zu verbessern – vor allem in Schwellenländern, in denen die Investitionsquote niedrig ist.

Während der jüngsten Expansion der Weltwirtschaft wurde gewarnt, dass das US-Leistungsbilanzdefizit einen Verfall des Dollar und eine weltweite Währungskrise auslösen kann. Das ist nicht geschehen. Die Abwertung des Dollar erfolgt sukzessive, wobei geringe Schwankungen während der sechs Jahre dauernden Wachstumsphase als stabilisierende Kraft wirkten. Die US-Devisenpolitik, die die Kräfte des Marktes betont, einen Eingriff in die Devisenmärkte bislang vermied und nicht versuchte, den Dollar herunterzureden, hat funktioniert. Sie sollte fortgesetzt werden. In dem Maße, wie die Immobilienkrise zu einer Verbesserung der Leistungsbilanz führt, ist eine weitere Abwertung des Dollar weniger wahrscheinlich. Darüber entscheiden sollte aber der Markt.

George Shultz ist früherer Finanz- und Außenminister der USA. John Taylor ist ehemaliger Wirtschaftsberater von George Bush sen und Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im US-Finanzministerium.


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Kartenhai:

wg. #42

3
18.11.07 22:49

Ziemlicher unterirdischer Diskussionsstil, hast du sowas nötig? Wär schön, wenn du endlich zu vernünftigen Umgangsformen finden würdest.

Außerdem ist der Einwand berechtigt, das EK bei Banken macht meist wenige Prozent der Bilanzsumme aus. Das heißt, wenn die nur einen geringen Bruchteil ihrer Aktiva abschreiben müssen, ist das gesamte EK weg und die Bank pleite.

________________________
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Libuda:

Genau dieses Posting zeigt, dass

 
18.11.07 23:30
Du auch zu der Gruppe gehörst, der ich vorhin empfohlen habe, sich nicht zu Dingen zu äußern, von denen sie nichts verstehen.

Denn das ist genau der Punkt, den ich heute schon einmal wegen der enormen ökonomischen Verblödung in der allgemeinen Diskussion angesprochen habe und die deshalb ein idealer Zeitpunkt zum Einstieg in die Aktienmärkte ist. Kernpunkt dieser Verblödung ist, dass inzwischen im Rahmen dieses ökonomischen Verblödungsprozesses von ökonomischen Zusammenhangen Unbeleckte Eigenkapitalquoten von Unternehmen aus verschiedenen Bereichen über einen Leisten donnern: Industrieunternehmen, Handelsunternehmen, Banken und vielleicht sogar Versicherungen. Ganz generell gilt, dass ein Unternehmen umso mehr Eigenkapital mehr braucht, umso mehr Risiken es hat. Ein Industrieunternehmen mit 8% Eigenkapital wäre ein Pleitekandidat, ein Bank mit 8% hartem Eigenkapital (und mit dem Begriff hartem Eigenkapital fangen die Schwierigkeiten für Laien schon an) ist ein Krösus. Die wesentliche Aktiva eines Industrieunternehmens zumindest der alten Prägung sind Maschinen und Anlagen mit einer langen Nutzungsdauer. Die darin gebundenen Beträge muss man sich über den Markt wieder zurückholen, indem man die Abschreibungen für diese Maschinen und Anlagen in die Preise einkalkulieren kann. Aber wer kann schon sicher sein, dass er die Abschreibungen für seinen Bagger auch in fünf Jahren noch über den Preis hereinholt? Handelsunternehmunge haben es da schon etwas einfacher, denn bei denen entfällt das Einkalkulieren von Abschreibungen über Jahre hinweg, ihr Risiko sind Ladenhüter, die sie nicht verkaufen können und Forderungen die sie eventuell nicht eintreiben können - sie benötigen daher schon etwas weniger Eigenkapital als Industrieunternehmen. Bei Banken sind die Risiken noch niedriger, sie müssen nichts erst verkaufen, um Forderungen zu haben - ihre Aktiva besteht schon im wesentlichen aus lauter Forderungen. Und diese Forderungen haben gegenüber denen von Industrieunternehmen und Handelsunternehmen zudem noch enorme Vorteile. Zunächst einmal sind sie weit gestreut - das garantiert z.B. in Deutschland das Kreditwesengesetz. Und zu diesen Vorteilen der weiten Streuung kommen noch weitere Vorteile gegenüber den Forderungen von Industrie- und Handelsunternehmen: Ganze Abteilungen, die Kreditabteilungen beschäftigen sich permanent mit der Sicherheit der Forderungen. Und es bleibt nicht nur bei dieser intensiven Kontrolle - sie holen Sicherheiten herein: Grundschulden, Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen und vieles mehr. Daher sehen die Eigenkapitalvorschriften für Banken auch nur ein bilanzielles Eigenkapital von 4% vor, das durch nicht bilanzielles Ergänzungskapital (z.B. Stille Reserven) in Höhe von 4% ergänzt werden muss. Versicherungen kommen gar mit etwa 1% Eigenkapital aus, weil hier die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes und damit die das notwendige Reservepolster Eigenkapital noch wengier erforderlich ist.

Wie Ihr seht, es ist schon etwas schwieriger mit dieser Materie und durchaus kein Arroganz von mir, dass aufschneiderische Dumpfbacken, die von der Materie nichts verstehen, zu diesem komplexen Thema ihre Klappe halten sollen - ahnungslose Zeitungsschmierfinken eingeschlossen.
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Bereuhnix:

Was verstehe ich von Eigenkapital ?

 
18.11.07 23:34
Ich versteh soviel von Eigenkapital, daß ich trotz Solveny Basel II und
Value at risk Methoden (die letzere halte ich im übrigen für statische Kinderkacke
zur Beruhigung des inferioren Aufsichtsamtes) Bankpleiten locker im Bereich des
Möglichen erachte. Die Deutsche Bank muss  deutlich mehr als 10 % EK Rendite erzielen, um sinnvoll zu wirtschaften.Ich habe das im Bärensräd schon mal vorgerechnet (lol). Das liegt daran ,daß die Quote der Fremdverbindlichkeiten 90 % beträgt und diese Zinsen bedient werden müssen. Außer in den USA gibts nunmal keine Kohle umsonst. (lol)
Das kann sehr schnell gehen (da gibts schneller was auf die Hucke , die hatten immer hin
über 60 % Eigenkapital). Wenn´s soweit ist, haben sich die Großmäuler
allerdings verpisst, wie immer:-)    
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Bereuhnix:

#47 Das ist der mit Abstand größte Schwachsinn

2
18.11.07 23:45
den ich je auf einem Wirtschaftsboard gesehen habe.
"Daher sehen die Eigenkapitalvorschriften für Banken auch nur ein bilanzielles Eigenkapital von 4% vor, das durch nicht bilanzielles Ergänzungskapital (z.B. Stille Reserven) in Höhe von 4% ergänzt werden muss. Versicherungen kommen gar mit etwa 1% Eigenkapital aus, weil hier die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes und damit die das notwendige Reservepolster Eigenkapital noch wengier erforderlich ist."

Der letzte Satz ist eine einzige Lüge. Die Assekuranz hatte in 2001/2002 Milliardenverluste durch geschmolzene Reserven. Die Deckung der Rückstellung
ist zur Sicherstellung von garantierten Renditen und der Auflagen der
Aufsichtsbehörde  zwingend notwendig.
Im Gegenteil Sie  Dumpfbacke, die Assekuranz -auch  Pensionskassen-/P-Fonds- ist seit 2001  zur Bildung eines Eigenkapitals von 5 % angehalten, die mit Kürzungen von
RFB´s Sonderzuschlägen und Anpassungszuschlägen gebildet wird.
Mir ziehts die Schuhe aus...

Antworten
Bereuhnix:

Die Behauptung die vorgenommenen Abschreibung

 
18.11.07 23:52
nehmen den Untergang schon vorweg ist eine Erfindung.
Vielmehr obliegt es den Banken die zweifelhaften Positionen mit einer Market to Market
Bewertung zu versehen. Da sich für den Schrott keine Nachfrage feststellen
lässt, setzt man einfach einen "realistischen" Preis an. Kreative Buchführung.
Wenn der WP mit der BEwertung nicht einverstanden ist (weil zu hoch angesetzt)
holt man sich einfach einen anderen Wirtschaftsprüfer ins Haus;-)
Erfahrungswerte ;-)
So wird´s gemacht und das dicke Ende kommt noch.
EOM
Antworten
Kartenhai:

wg. #45

2
18.11.07 23:53

"Wie Ihr seht, es ist schon etwas schwieriger mit dieser Materie und durchaus kein Arroganz von mir, dass aufschneiderische Dumpfbacken, die von der Materie nichts verstehen, zu diesem komplexen Thema ihre Klappe halten sollen..."

Immer sachlich bleiben, du Schreihals! ;o) Außer Phrasen und abgekupferte Artikel hast du bis jetzt nix beigetragen und vom Thema "Kreditkrise" hast du definitiv keine Ahnung. Ich mach mich jetzt davon, mit Leuten, die derart prollige Umgangsformen wie du haben, diskutiere ich nicht besonders gerne.    
Antworten
Kartenhai:

wg. #47

 
18.11.07 23:59

Gibts auf, das hat keinen Sinn mit ihm. Von Versicherungen hat er noch weniger Ahnung als von Banken.

________________________
Hier gehts zur Lemming-Seite!
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Bereuhnix:

Das ist unglaublich .

 
19.11.07 00:02
Ich habe mir versprochen, vor Weihnachten  nicht mehr auszurasten.
Aber vielleicht hole ich am Nikolaus nochmal den Knüppel raus...
Überlege mir ernsthaft den Stuß zu übersetzen und in ein amerikanisches
Housing market board zu stellen.    
Antworten
Libuda:

Sensationell hohe US-Sparquote

 
19.11.07 00:04
Ken Fisher, der erfolgreichtst US-Vermögensverwalter, bestätitgt heute im Handelsblatt, was Libuda schon seit Jahren postet - und was sicher dazu beigetragen hat, dass Ihr Euer Vermögen in den letzten fünf Jahren vervielfacht habt, wenn Ihr den Aussagen von Libuda auch nur ansatzweise Glauben geschenkt habt und nicht irgendwelchen Lemmingen des Weltuntergangs nachgelaufen seid.

Fishers Zwischenruf

Sparen wie Hans Riegel
Von Ken Fisher, Grüner Fisher Investments

Der Weg zum Vermögen liegt im eisernen Sparen – oder nicht? Beispiele wie Bill Gates, aber auch Haribo-Gründer Hans Riegel zeigen, dass es sich absolut auszahlen kann, niedrig verzinste Sparkonten und Anleihen einfach zu meiden.





Trotz aller anders lautenden Aussagen sind die Amerikaner die größten Sparer der Welt. Wer das nicht wahrhaben will, verpasst auch die positive Wirkung auf Aktienmärkte und niedrige langfristige Zinsen, die von den sogenannten exzessiven Sparern ausgehen.

Ja, die offizielle Sparquote Amerikas fällt seit langem – seit 2005 ist sie sogar negativ. Die Amerikaner nutzen heute – anders als früher – vermehrt Sparformen, die in die Berechnung nicht einbezogen werden. Dies senkt die Sparquote.

Bill Gates, reichster Mann Amerikas, hat offiziell nie gespart, denn Kapitalerträge, realisiert oder nicht, fließen in die Sparquote nicht ein. Mit ihrem „Sparen“ erzielen die Amerikaner Kapitalerträge. Sie tun es damit den Albrecht-Brüdern und Hans Riegel – Gründer von Aldi und Haribo – gleich. So bin auch ich Milliardär geworden. Gründen Sie eine Firma. Erwirtschaften Sie Gewinne. Dies senkt die Sparquote, und Sie sparen zusätzlich Steuern.


Die Amerikaner erzielen Kapitalerträge von umgerechnet 2,2 Billionen Euro pro Jahr, die allein 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprechen – aber nicht in die Sparquote eingehen. Gleiches gilt für Arbeitgeberbeiträge bestimmter Pensionspläne. Selbst die „kalkulatorische Eigentümermiete“, der für selbst genutzt Eigenheime angesetzte fiktive Mietwert – eine rein rechnerische Größe – reduziert die „Ersparnisse“ im Jahr um 722 Milliarden Euro! Addieren Sie diese Beträge, sparen die Amerikaner 31 Prozent des BIP und damit mehr als alle anderen!

Die Quote orientiert sich am Sparverhalten der Amerikaner vor 40 Jahren. Damals zahlte man seine Steuern und trug das versteuerte Geld auf die Bank oder investierte es in Anleihen – wie die meisten Deutschen noch heute. Das ist jetzt anders. Die niedrige Sparquote in Amerika ist kein Übel, sie zeugt lediglich davon, dass effizienter gespart wird.

Deutschland sollte sich in puncto Sparen ein Beispiel an Amerika nehmen und auf niedrig verzinste Sparkonten und Anleihen verzichten – auch wenn dies die derzeitige Sparquote von 10,8 Prozent senken würde. Wird aufgrund der angeblichen Verschwendungssucht der Amerikaner der Untergang vorausgesagt, denken Sie daran, dass dies nicht stimmt und damit ein weiterer Kurstreiber für die globalen Aktienmärkte übersehen wird.




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Bereuhnix:

Der Hirni weiss absolut nicht wie die

 
19.11.07 00:05
Exkdaten bei der Asskuranz aussehen. lool
Daß der Deckungszins ...
Lassen wir das.
Sinnlos.
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Libuda:

Credit Suisse: Aktien haben noch Aufwärtspotenzial

 
19.11.07 15:34
News - 19.11.07 15:26
ANALYSE/Credit Suisse: Aktien haben noch Aufwärtspotenzial

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Experten der Credit Suisse rechnen in den kommenden Monaten mit Gewinnen an den Aktienmärkten. 'Da die Kurse in den vergangenen Jahren weniger stark gestiegen sind als die Unternehmensgewinne, sehe ich für die nächsten drei bis sechs Monate noch Aufwärtspotenzial und damit eine gute Kaufgelegenheit', sagte Stefan Keitel, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management Kapitalanlagegesellschaft, am Montag in einem Pressegespräch in Frankfurt.

Langfristig kritisch sieht er die Inflationsentwicklung, die sich durch die wachstumsorientierte Zinspolitik der US-Notenbank verschärfen könnte. 'Das könnte mit der Zeit für den Aktienmarkt problematisch werden, aber noch wirkt sich das nicht negativ aus', so der Experte.

HOHE ÖLPREISE KEHREN WACHSTUMSTREND NICHT UM - KEINE US-REZESSION

Eine dynamische Entwicklung der Schwellenmärkte und ein nachhaltiges Wachstum in Europa sollten der Weltwirtschaft Auftrieb geben. 'Selbst Ölpreise, die nachhaltig über 100 US-Dollar je Barrel liegen, können diesem Trend nicht wirklich etwas anhaben, da das Wachstum sehr breit diversifiziert ist', zeigte sich Keitel überzeugt. Auch der negative Einfluss des Euro auf die Exportwirtschaft des Euroraums werde überschätzt, da das Handelsvolumen von Europa mit den USA unter 20 Prozent liege. Zudem mildere die Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung die Auswirkungen der steigenden Ölpreise ab.

Für die USA rechnet Keitel nicht mit einer Rezession, sondern traut der weltgrößten Volkswirtschaft im laufenden Jahr ein Wachstum von bis zu 2,5 Prozent zu. Das liege zwar unter dem Trendwachstum, aber für 2008 sieht der Experte eine leicht zunehmende Dynamik mit einem Plus bis zu 2,7 Prozent. In den Folgejahren dürfte sich das Wachstum wieder beschleunigen. Das Thema Subprime sei zwar noch nicht überstandenb. Der schwache Dollar sollte aber die Exportwirtschaft der weltgrößten Volkswirtschaft ankurbeln.

Zudem steige bei den US-Unternehmen wegen ihrer hohen Bargeldbestände die Investitionsbereitschaft und auch die Staatsausgaben stützten die Konjunktur. Für den Konsum als wichtigste Wachstumsstütze ist Keitel ebenfalls zuversichtlich, auch wenn die Wachstumsraten hier sinken sollten./gl/bf

Quelle: dpa-AFX

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Kritiker:

zum Titel

 
19.11.07 17:26
Staatsschulden sollten nicht mit Firmen- oder Privat-Schulden verglichen werden.
Auch die Behauptung, daß die Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden, kann falsch sein.
Sie werden stets erneuert - und haben daher weniger Gefährlichkeit.
Solange der Staat die Zinsen bedienen kann, lauert kaum Gefahr.

Die wichtige Frage lautet: bei WEM hat er die Schulden.
Sind es überwiegend die eigenen Bürger, so sind es mehr die Schulden der Bürger.
Solange die Steuer-Eingänge steigen, geht es gut, kritisch würde es erst, wenn die Steuern sinken.

Zum Beispiel wären die Schulden des dtn. Staates seine derzeit geringsten Probleme. Doch, weil der Deutsche grundsätzlich mit Schulden nicht umgehen kann und darin Teufelszeug sieht, kann die Sache politisch hochgezogen werden.
Doch z.zt. wäre es besser mit mehr Schulden zunächst die Wirtschaft anzutreiben.

Wenn allerdings ein Staat - wie der dt. - sein Tafelsilber verkauft, fehlen ihm bald die Sicherheiten ( zuerst: Stromwerke & Netze, dann Post, Telefon, und jetzt die Bahn).
Da müßte sich der Bürger (Schatzbriefler) bald fragen, wie seine Kredite gesichert sind - und für was er überhaupt noch Steuer bezahlt.

Wie man sieht, die Sache ist sehr komplex. - Kritiker  
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Libuda:

Nur der Wolf unter den Schafen macht Geld

 
20.11.07 14:09


Die renommierte Investmentbank Goldman Sachs hat angekündigt, dass sie bis zum Ende des Jahres 2008 voraussichtlich weitere Abschreibungen in Höhe von 48 Mrd. Dollar vornehmen wird. Diese überraschende Meldung, die gestern über den Ticker ging, schickte die Börsen weltweit erneut in den Keller.

Nicht zuletzt deshalb weil bereits vorher der weltweit größte Rückversicherer Swiss Re einen Abschreibungsbedarf von 1,08 Mrd. Dollar angekündigt hat. Dazu kommt ein von Analysten geschätzter zusätzlicher Abschreibungsbedarf für die Citigroup von 11 Mrd. Dollar, für Morgan Stanley von 8 Mrd. Dollar und für Merrill Lynch von 13 Mrd. Dollar. In Europa soll angeblich die UBS den größten Abschreibungsbedarf haben. Man munkelt von 9 Mrd. Dollar.

Ferner erfuhren wir, dass Cerberus soeben einen im Juli vereinbarten Deal platzen ließ und lieber die vereinbarte Vertragsstrafe in Höhe von 100 Mio. Dollar zahlte. Und, als ob das alles noch nicht reichen würde, kommt als Sahnehäubchen oben drauf, dass die Golf Staaten darüber nachdenken ihre Währungen vom Dollar zu lösen. Die sitzen nämlich nicht nur auf Dollarreserven, die immer weniger Wert werden und finden das irgendwie gar nicht so prickelnd. Sondern haben ihre Währungen an den Dollar gekoppelt, was für sie derzeit wenig vorteilhaft ist. Dabei nehmen sie Kuwait zum Vorbild, das bereits Anfang des Jahres vom Dollar weg zu einer Mischung von Währungen überging.

Und auch China bekommt angesichts von 1,4 Billionen Dollar-Währungsreserven langsam kalte Füße. Unisono erhebt sich ein weltweites Konzert, das einen starken Dollar für notwendig hält. Russell Jones von RBC bringt es zum Leidwesen der anderen auf den Punkt: „Der Dollar ist derzeit kein sicherer Hafen, weil die Probleme denen sich die Welt gegenüber sieht, vom Dollar herrühren.“  

Das Problem ist nur, dass je lauter man über den Dollar klagt, dieser immer noch mehr an Vertrauen verliert. So ist das nun mal. Man nennt so etwas auch tot reden.

Was tun, werde auch ich in den letzten Tagen immer häufiger gefragt. Meine Antwort: Gar nichts. Jedenfalls nicht verkaufen, wie es die Zittrigen tun. Wenn man was vernünftiges machen will – vorausgesetzt, dass man die Hosen nicht so voll hat, wie unsere Börsenparkettvögel, die sich noch schnell ihre Tantieme für das Jahr sichern wollen – dann rate ich in den allgemeinen Abwärtstrend reinzukaufen.

Sind Sie denn wahnsinnig, werden Sie mich jetzt vielleicht fragen? Nein, werde ich Ihnen antworten. Nur lasse ich mich von ein paar aufgeregten Hühnern, auch wenn die weltweit agieren, nicht aus meiner Ruhe bringen. Ich weis nicht, wie oft ich noch darauf hinweisen muss, dass sich die fundamentalen Daten doch kein bisschen geändert haben. Ich weis auch nicht, wie oft ich bereits darauf hingewiesen habe, dass die veröffentlichten Abschreibungen nicht die letzten gewesen sein werden. Oder glauben Sie im Ernst noch einem dieser Banker in Ihren teuren Maaßanzügen, die so oder so profitieren?



Und ich weis auch nicht, warum die Menschen sich nicht einfach die Fakten ansehen und dann den Mut haben, entsprechend zu handeln. Und Fakt ist, dass die Wirtschaft weltweit weiter wächst. Fakt ist auch, dass die Konsumenten in USA, Deutschland und Japan trotz vermeintlicher Hiobsbotschaften überraschenderweise ansteigend konsumieren. Fakt ist auch, dass Hewlett-Packard (ein amerikanisches Unternehmen!!!) soeben den Forecast erhöht hat. Und auch WalMart die Zukunft positiver sieht. Und Fakt ist auch, dass die Bewertung deutscher und europäischer Unternehmen nach wie vor moderat ist.

Und was den Dollar anbelangt. Glauben Sie im Ernst, dass es sich China oder die arabischen Staaten erlauben können aus dem Dollar zu gehen? Die werden ganz schön brav drin bleiben, weil sie rechnen können und wissen, dass sie mit jedem verkauften Dollar ihre restlichen Dollar-Guthaben entwerten. Und für die USA und deren Wirtschaft führt der schwache Dollar vergleichbar einer Viagra zu ungeahnter Exportstärke.

Also. Wo bleiben den jetzt die Schnäppchenjäger? Wo die „Geiz ist geil“ Vertreter? Und wo bleiben vor allem unsere Banker, die sich doch sonst nicht so zieren und jeden Mist kaufen? Denen fehlt offensichtlich der Kitzel, den sie so nur bei zweitklassigen Anlagen, wie z.B. bei amerikanischen Hypothekenanleihen, verspüren. Oder haben Sie einfach nur für’s erste die Hosen voll?

Ich bleibe dabei. Jetzt ist die Stunde derjenigen, die wirklich Geld machen wollen. Wer sich jetzt gegen den Markt stellt, wird sich schon bald über horrende Renditen freuen können. Dabei fällt mir ein Songtext, ich glaube von Udo Lindenberg, ein:

„Gegen die Strömung, gegen den Wind. Lass Sie doch labern, blöd wie sie sind!“

Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen

Ihr Norbert Lohrke

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.


Das konntet Ihr von Libuda in ähnlichen Situationen seit dem Anstieg des DAX von 2.300 im Frühjahr 2003 auf das heute Niveau immer wieder lesen. Und immer wieder hat sich dabei ein Investment gelohnt - und das wird auch so bleiben, bis die Unterbewertung aus der Blase nach unten, die der Blase nach oben im Jahr 2000 folgte abgebaut ist.

Denn wir haben jetzt die längste Phase in den letzten 100 Jahren hinter uns, in der das Aktien-KGV teilweise etrem weit unter dem Rente-KGV lag. Der Erfahrungswert über mehr als ein Jahrhundert ist aber, dass das Aktien-KGV leicht über dem Renten-KGV liegt.    
Antworten
Libuda:

Wenn man einmal all die vielen Abschreibungen

 
22.11.07 17:57
addiert, die Banken nach Ansicht von diversen Katastropheten aus Zeitungen und Börsenboards und Verzockern unter den Analysten, die z.B. wie der Hatzius noch dem in 2003 verpassten Einstieg nachtrauert, zusammenrechnet, ist man mit Sicherheit beim Drei- oder Vierfachen der Problemkredite - und die müssten dann alle auch noch zu 100% ausfallen.

Wer diese Märchen für Märchen hält und sich von Hysterie befreit, kauft jetzt. Das sind momentan nicht gerade wenige, denn wo Verkäufer sind, müssen auch Käufer sein. Und für das Ausmaß der Hysterie sind die bisherigen Kursverluste eigentlich sehr moderat.
Antworten
n1608:

Auch wenn dem Einem

 
22.11.07 18:27
vor Wut bald der Kragen platzt und der Andere sich teilweise wie Graf Koks gebärdet, muss ich sagen, dass die Diskussion sehr anregend ist und der thread eine deutlich höhere Qualität aufweíst, als viele andere.

Ich möchte mich hier nicht auf eine Seite schlagen, muss aber zugeben, dass ich den angekündigten Abschreibungsbedarf der Bankenwelt auch mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehme. Denn wann, wenn nicht jetzt, habe ich als Banker die Möglichkeit ALLE Eventualitäten reinzupacken? Ich denke jetzt und dass eröffnet ihnen schon in Kürze wieder bessere Zahlen zu präsentieren, als allg. erwartet.

Auch glaube ich nicht, dass die Bewertungssituation an den Märkten vergleichbar ist, mit der im Jahre 2000 und auch die freie Liquidität, auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten, ist enorm. Die ist so pervers groß, dass der Staatsfonds eines kommunistischen Landes nicht anders weiß, als in eine Ami-Heuschrecke zu investieren.

Aber je negativer die Stimmung für die Börsen ist, allg. und hier am board, desto besser.

Gruss n1608
Antworten
Libuda:

Interessant ist, welche Weltuntergangssau

 
22.11.07 21:54
da seit Beginn dieser Woche wieder durch den deutschen Blätterwald getrieben wird. Bestandteil dieser Weltuntergangsargumentation ist die Einschätzung der FED, dass das Wachstum in den USA in 2008 und 2009 "nur" 2,5% betragen werde.

Na und, kann man da eigentlich nur fragen. Das war doch das, was wir uns alle gewünscht haben, Ungleichgewichte, die zumindest nicht in der publizierten Dimensionen existieren, abzubauen. Jedenfalls verbessert sich das Sparverhalten noch mehr, das nie so schlecht war, als wir meist lesen mussten. Und auch der Leistungsbilanzsaldo müsste davon positiv beinflusst werden.

Und nun kommt die Weltuntergangssau: Weil vielleicht, vielleicht aber auch nicht, die vorhandenen Produktionskapizitäten etwas weniger ausgelastet sind, kommen einige Schwachköpfe aus deutschen Wirtschaftsredaktionen, die dem Kopf nur zum Haare schneiden haben, zu der Schlussfolgerung, dass die FED ihren Wachstumspfad auf 2,5 abgesenkt habe. Diese Schwacheköpfe nehmen also die niedrigsten Punkte einer längeren Periode und schreiben diese dann für längere Zeit fort. Das haben auch die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute über Jahre gemacht und diese Flachschippen haben ein gerüttelt Maß Schuld, dass die EZB der Wirtschaft nicht das Potenzial eingeräumt hat, wie es für eine gedeihliche Entwicklung optimal gewesen wäre.

Was glaubt die FED nun wirklich? Meines Erachtens geht sie von einer Erhöung der Arbeitsproduktivität von ca. 2,5 pro Jahr für die nächsten 10 Jahre aus (dazu gibt es eine Studie und konkrete Aussagen) und von einer Erhöhung der Erwerbsbevölkerung von 1% - damit wären wir bei einem Wachstumspotenzial von ca. 3,5%. Wenn das einmal nur für zwei Jahre mit 2,%% ausgenutzt wird, ist das kein Trend, sondern ein Unterauslastung des Produktionspotenzial. Derartige Zeitungsschmierereien von Zeitungsschmierfinken der übelsten Sorte, sind eigentlich ein Kaufgrund, denn leider (oder; glücklicherweise für Käufer) fallen manche Leser auf die Weltuntergangstiraden hinein. Den Leser wird dadurch nicht Geld nur geklaut, sondern sie müssen auch noch als "Couch" herhalten und das alles ohne eine Krankenschein für psychiaterischen Erdultungen.
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Libuda:

Gefahr eines überraschenden Anstiegs

 
23.11.07 20:09
An den Aktienmärkten besteht derzeit nicht das akute Risikos eines strukturellen Zusammenbruchs, sondern die Gefahr eines überraschenden Anstiegs, erklärt Morgan Stanley.

Einen überraschenden Anstieg sehe ich auch beim Dollar - also eine kräftige Euro-Aufwertung, nämlich spätestens wenn die Amis klarer sehen, dass sie keine weitere Exportstimilierung brauchen. Und dass die überzockten Rohstoffe irgendwann abstürzen ist auch so klar, wie der Krug, der zum Brunnen geht.
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Libuda:

Neueste Sau, die durchs Dorf getrieben wird

 
24.11.07 14:49
sind die sogenannten Level-3-Anlagen. Dazu kann man folgende ökonomische Verbödung bei Barrons lesen, zitiert im schwachsinnigen deutschen Katastrophenblättchen "Wirtschaftswoche", bei dessen Lesen einer der renommierte Gründer, Stolper vom Volkswirt, wohl im Grab rotieren würde:

"Bleiben die zig Milliarden Level-3-Anlagen. Für derartige Assets gibt es praktisch keinen Marktwert. Sie sind im Prinzip so viel wert, wie das Management bestimmt."

Unsolidere ökonomische Dumm-Dumm-Sprücheklopferei ist nun wirklich nicht mehr möglich. Da werden allen gängigen Regeln der Bilanzierung und der Ökonomie auf den Kopf gestellt. Diese Blödmänner (-frauen) von Barrons und der Wirtschaftswoche versuchen den Lesern des Bären aufzubinden, dass es für alle Posten auf der Aktivseite einer Bilanz Marktwerte gäbe. Das ist seltener Quatsch - eine gekaufte Maschine wird beispielsweise nach Abschreibungsregeln abgeschrieben, übrigens nicht nach den Willkür des Managements. Von Wirtschaftsprüfern, die Bilanzen testieren müssen und dem umfassenden Regelwerk der Bilanzierung haben diese abartigen, seichten Stümper von Barrons und Wirtschaftswoche, die bei der Sensationsaufmachung ihrer inzwischen unsoliden Käsblättchen über Leichen gehen, offensichtlich noch nie etwas gehört. Vermutlich auch noch nie etwas davon, dass von den Krediten in den Bankbilanzen über Jahrhunderte nie Marktwerte existieren - dass man aber schon immer Abschreibungen für sie tätigte, um ihren richtigen Wert auszuweisen - ohne dabei einen Marktwert heranzuziehen.
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Libuda:

Sein wie ein Scheich

 
27.11.07 10:37
Scheichs of Schnäppchenjagd, Ihr solltet das auch tun:

Citi Sells Stake to Abu Dhabi Fund
Tuesday November 27, 3:11 am ET
By Joseph Altman, AP Business Writer  
Abu Dhabi's Sovereign Fund Agrees to Invest $7.5 Billion for a 4.9 Percent Stake in Citigroup


NEW YORK (AP) -- Citigroup said late Monday that the Abu Dhabi Investment Authority will invest $7.5 billion in the nation's largest bank, offering needed capital to offset big losses from mortgages and other investments.
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The cash from the sovereign investment fund of the Gulf Arab state, which has been a beneficiary of this year's surge in oil prices, will be convertible into no more than 4.9 percent of Citigroup Inc.'s equity. Citigroup characterized the investment as passive and said the fund will not be able to name any board members to the bank.

The Investment Authority would become one of Citi's largest shareholders.

The Abu Dhabi investment, which was expected to close within the next several days, will be considered Tier 1 capital for regulatory purposes, helping Citi reach its goal of returning to its target capital ratios in the first half of 2008, the bank said.

Citigroup's shares have lost about 45 percent of their value since the beginning of this year, wiping away $124 billion in market capitalization, as the drumbeat of bad news about its investment losses has mounted.

"We see in Citi a highly respected company with a premier brand and with tremendous opportunities for growth," said the Investment Authority's managing director, Sheikh Ahmed Bin Zayed Al Nahayan. "This investment reflects our confidence in Citi's potential to build shareholder value."


Charles Prince stepped down as Citigroup's chairman and chief executive on Nov. 4, the same day Citi announced that it will likely write down the value of its portfolio by $8 billion to $11 billion in the fourth quarter.

In the third quarter, the bank's exposure to assets tied to subprime mortgages led to a loss of about $6.5 billion.

The Investment Authority will receive equity units that pay an 11 percent annual yield until they are converted into Citigroup common shares at a price of up to $37.24 a share between March 15, 2010, and Sept. 15, 2011.

The investment is the latest by sovereign funds in the Middle East that have been building up their overseas investments recently, many of them on the back of oil prices that have risen more than 60 percent this year and have brought the region record cash flows.

Dubai International Capital, which is owned by the ruler of that booming Persian Gulf city-state, announced earlier Monday that it has acquired a stake of undisclosed size in the Japanese electronics and media company Sony Corp. Its other investments this year included acquiring a 3.12 percent of European Aeronautic Defence & Space Co., which builds Airbus commercial planes and military aircraft. The firm also holds stakes in Daimler AG and British bank HSBC Holdings PLC.

Many companies have welcomed such investments because the funds tend to be stable investors, but some U.S. officials have expressed concern that their acquisitions could target sensitive industries with links to national security.

Abu Dhabi's move recalls the early 1990s investment in Citi made by Saudi Prince Alwaleed bin Talal. After Citi made some losing bets on U.S. real estate and Latin America, Alwaleed bought a stake in the bank for less than $600 million that has since ballooned into several billions of dollars.

The Abu Dhabi investment, which was expected to close within the next several days, comes at a time when Citi is trying to reassure investors amid heavy credit-related losses and its search for a new CEO.

"This investment, from one of the world's leading and most sophisticated equity investors, provides further capital to allow Citi to pursue attractive opportunities to grow its business," Acting Chief Executive Win Bischoff said in a statement.

Citi shares fell $1, or 3.2 percent, to close at $30.70 Monday after hitting a five-year low earlier in the day.

"This investment also enables us to access capital in an efficient manner, and is consistent with our strategy of maintaining a balance sheet that benefits from highly diverse sources of funding in terms of both geography and type of security," Bischoff said.

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