bezugnehmend auf obiges posting sage ich folgendes:
Der Aktienkurs könnte durchaus, so wie in der Vergangenheit oft genug geschehen, sehr stark und schnell steigen. Warum? Nicht etwa wegen nur wegen der ganz grundsätzlichen Unterbewertung, die momentan so riesig wie nie ist.
Sondern weil darüberhinaus die hier vorgestellten Thesen zur fundamentalen Lage allesamt total stimmig gewesen sind.
Personalkostenquote ist ggü Vorjahr klar und deutlich gesunken, hat jetzt sogar Vor-Corona Niveau, Abschreibungsquote ist im Verhältnis zu den Umsätzen deutlich verbessert, Ergebnis wird sich nach veränderter Prognose OHNE weitere Transfers um mindestens 50 Mio (!!) verbessern und in der nächsten Saison, also 2022/23 wird man nicht nur Champions League spielen, sondern sehr wahrscheinlich 55.000 Dauerkarten verkaufen können, hohe Transfereinnahmen sind überwiegend wahrscheinlich, d.h. sowohl das Nettoerhgebnis als auch der Umsatz wird sich stark verbessern können.
Jetzt kann man das Ganze einfach mit dem Aktienkurs der letzten Saison und der Jahre vor Corona vergleichen, das ist alles.
Daß dies alles völlig folgenlos bleiben würde, sehe ich als sehr unwahrscheinlich an. Denn der derzeitige Aktienkurs ist nicht etwa deswegen so extrem niedrig, weil irgendwas am obigem falsch gewesen wäre, sondern weil der Aktienkurs in einer klaren Übertreibung durch einen Mix vieler gleichzeitiger Ereignisse in Mitleidenschaft geraten ist, das sind aber überwiegend Einmaleffekte! Hier eine Auflistung dieser Effekte, zuallerst werden die wichtigsten genannt, alles weitere wird dann immer unwichtiger:
1. Corona Effekt. Obwohl man sportl in den KO Wettbewerben klar enttäuschte, hätte man die Prognose sogar übertreffen können, wären in der Rückrunde ausverkaufte Stadien gekommen. Weil aber unterm Strich hunderttausende kamen, konnte das Ergebnis ggü dem Vorjahr um 50 Mio übertroffen werden. Natürlich aber auch wegen Transfereffekte, diese wird es aber in den nächsten Jahren, so wie immer in allen Jahren vor Corona, ebenso geben
2. Ukraine Effekt. Wenn dieser schreckliche Krieg ewig lang andauern sollte, wäre es natürlich weiterhin negativ, wenn der Krieg mit Atombomben eskalieren sollte, sowieso. Das ist selbstredend und muss in keinem posting extra erläutert werden. Mir hier zu unterstellen, ich hätte mit falschen Fakten hantiert und wäre deswegen fälschlicherweise von steigenden Kursen ausgegangen, ist wenig zielführend. Der Aktienkurs kann wegen externer Effekte immer anders verlaufen als man möchte.
Aber wenn dieser Krieg in den vielen Monaten bis zum Sommer zynisch gesagt für die Wirtschaft keine weiteren Folgen hätte, außer sehr deutlich steigende Inflation, Energiepreisen und Zinsen, dann ist die BVB Aktie davon weitaus weniger betroffen als alle Wachstumswerte und E-Commerce Aktien. Denn die Wachstumsraten bei der BVB Aktie gibt es vollkommen unabhängig davon, man müsste also annehmen daß zahlreiche Sponsoren pleite gehen würden, ansonsten wird BVB extrem wahrscheinlich in der nächsten Saison einen Rekordumsatz 400 Mio Ex-Transfers generieren.
3. sportl Effekte
sicherlich war das frühe Ausscheiden in den KO Wettbewerben in dieser Saison nicht so toll. Hier ist alles gleichzeitig passiert, erneute Geisterspiele, Krieg und sportl Niederlagten. Der Effekt auf die faire Bewertung ist aber insbesondere beim sportl Gedöns vergleichsweise äußerst gering, einzig entscheidend ist die erneute CL Qualifikation. In den KO Wettbewerben würde BVB in der nächsten Saison kaum jemals nennenswert schlechter abschneiden können, der demnächst anstehende Vergleich Saison 2022/23 ggü der jetzt laufenden Saison wird die nächste extreme Verbesserung bringen müssen.