ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Leichte Verluste - US-Ultimatum im Blick

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Blick auf die morgendliche Skyline des Finanzviertels in Frankfurt, Deutschland
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem langen Osterwochenende haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig agiert. Angesichts des Iran-Kriegs gaben die wichtigsten Indizes am Dienstag leicht nach.

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Der Leitindex Dax fiel um 0,1 Prozent auf 23.146 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor 0,2 Prozent auf 28.874 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,1 Prozent abwärts.

Das Ultimatum der USA gegen den Iran bleibe vorerst das marktbestimmende Thema, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Vor dem Ablauf der Frist am Mittwoch um 2.00 Uhr zeichnet sich keine Einigung ab. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Warnung vor einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormus öffnet.

Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl (Rohöl) und Flüssiggas. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung.

Der Iran-Krieg geht inzwischen in die sechste Woche und sorgt für stark gestiegene Ölpreise und im Gegenzug für deutliche Verluste an den Aktienmärkten. Seit dem letzten Handelstag in Deutschland am Gründonnerstag hat sich die Öl-Referenzsorte Brent mit Auslieferung im Juni um zwei Prozent auf etwas mehr als 111 US-Dollar verteuert. Seit Kriegsbeginn zog der Ölpreis um etwas mehr als die Hälfte an. "Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf Konjunktur und Inflation haben die Finanzmärkte weiter voll im Griff", resümierte Lipkow.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 24.626,89 -0,18%
MDAX (Performance) 31.483,64 -0,33%
SDAX (Performance) 17.927,03 +0,90%

Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst der Consorsbank, hält eine rasche Deeskalation für unwahrscheinlich. Die Risiken für die Energiepreise seien klar nach oben gerichtet, während die Märkte die kurzfristige Eskalationsgefahr weiterhin unterschätzten. "Für Anleger ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, die geopolitische Situation im Mittleren Osten ignorieren zu können."

Unter den Einzelwerten bewegten Analystenkommentare die Kurse. So stiegen die Aktien des Triebwerkbauers MTU um knapp ein Prozent und profitierten damit von einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux. Die Experten sehen in der jüngsten Kurskorrektur eine gute Einstiegschance.

Unter den besten Werten im MDax gewannen Aurubis (Aurubis Aktie) fast drei Prozent, nachdem hier das Analysehaus Warburg Research zum Kauf der Papiere des Kupferkonzerns geraten hatte. Die Entwicklung bei Metallen treibe die Gewinne an, schrieb Experte Stefan Augustin. Zudem passten die Hamburger gut ins Thema europäische Souveränität mit ihrem Zugang zu strategischen Ressourcen durch Recycling./la/jha/


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