DEUTSCHLAND: - STABILISIERT - Nach dem jüngsten Rückschlag zeichnet sich für den Dax am Donnerstag eine Stabilisierung ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,6 Prozent höher auf 25.050 Punkte. Am Montag hatte der Dax mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, am Vortag ging es dann zeitweise bis auf 24.830 Punkte abwärts. Belastet wurde der Dax von der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Sie schürte erneut Sorgen vor steigenden Ölpreisen sowie vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur. Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten. Fakt ist: Die Ölpreise sind seit Montag um gut zehn Prozent nach oben geklettert - und mit ihnen die Sorgen vor dadurch bedingtem Preisauftrieb und einer Zinsreaktion der Notenbanken.
USA: - DOW IM MINUS, NASDAQ STABIL - Die jüngste Verschärfung der Krise im Nahen Osten und widersprüchliche Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran haben am Mittwoch Kursverluste an den US-Aktienmärkten nach sich gezogen. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 1,09 Prozent auf 52.348,39 Punkte. Damit ist der jüngste Rekordlauf des Index erst einmal beendet. Nach erneuten Drohungen gegen die Führung in Teheran hat US-Präsident Donald Trump die Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg heruntergespielt. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,28 Prozent auf 7.482,71 Zähler nach. Der von Tech-Giganten wie Nvidia , Apple , Microsoft und Amazon dominierte Nasdaq 100 schloss 0,27 Prozent höher auf 29.252,56 Punkten.
ASIEN: - DURCHWACHSEN - In Asien haben sich die tags zuvor unter Druck geratenen Aktienmärkte am Donnerstag nur teilweise stabilisiert. Der japanischen Nikkei 225 stieg um rund eineinhalb Prozent. Der südkoreanische Kospi tut sich auf dem tiefsten Niveau seit fast zwei Monaten schwerer und gab um fast ein Prozent nach. Er hatte zuvor bereits besonders unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten. Am Donnerstag nun erholten sich Tech-Werte zwar teilweise, dem steht aber das erneute Hochkochen des Iran-Krieges und damit steigende Ölpreise gegenüber. Der chinesische CSI-300 legte um 0,7 Prozent zu, während der tags zuvor starke Hongkonger Hang Seng um 0,6 Prozent sank.
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