DAX-FLASH: Weiter unter Druck - Länge des Iran-Kriegs kostet Nerven und Geld

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Die Skyline des Frankfurter Finanzviertels nach Sonnenuntergang.
- ©unsplash.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum dritten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs droht den europäischen Anlegern bei der Rückkehr aus dem Wochenende eine deutliche Kursschwäche. Der Broker IG taxierte den Dax am Montag der vierten Kriegswoche zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start gut 1,3 Prozent tiefer auf 22.079 Punkte. Im Tief war er sogar bei 21.883 Punkten gesehen worden.

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"Wenn die Ölarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Er spielt damit auf den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, an. Der Iran kann sie weiter faktisch blockieren. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse, so Innes, als die schiere Länge des Konflikts. Die Instabilität baue sich langsam auf.

Der Ölpreis liegt zwar aktuell etwas unter seinem Hoch seit 2022 bei fast 120 Dollar, auf das er vor zwei Wochen gesprungen war. Er bleibt aber hartnäckig hoch und lähmt damit die Weltwirtschaft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai kostet aktuell mit knapp 113 Dollar (Dollarkurs) wieder etwas mehr als am Freitag.

Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar dem Goldpreis (Goldkurs), so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Überfluss steige der Druck auf die Notenbanken zu reagieren./ag/zb

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