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Aktien Frankfurt: Dax kurz wieder über 23.000 Punkten nach Nahost-Neuigkeiten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Nachrichten aus Nahost haben am europäischen Aktienmarkt am Mittwoch für etwas Erleichterung gesorgt. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent rutschte wieder unter 100 Dollar (Dollarkurs), nachdem die USA dem Iran laut Medienberichten einen Plan zur Beendigung des Kriegs übermittelt haben. Gleichzeitig erklärte US-Präsident Trump, dass der Iran angeblich "unbedingt einen Deal abschließen" wolle.

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Der Dax kehrte daraufhin im frühen Handel über die Marke von 23.000 Punkten zurück und kletterte bis auf 23.070 Punkte, auch wenn Irans Militärführung am Morgen Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt hat. Gegen Mittag lag der Dax noch mit 1,5 Prozent im Plus bei 22.979 Punkten.

Die Anleger sind widersprüchliche Signale gewöhnt. Nach einem Ultimatum des US-Präsidenten am Wochenende war der Dax am Montag mit 21.863 Punkten zeitweise noch auf einen Tiefststand seit April 2025 abgesackt. Nach einer Kurznachricht von Donald Trump am Montagmittag auf seiner Plattform Truth Social über gute Verhandlungen mit dem Regime in Iran war er dann in der Spitze bis auf 23.178 Punkte nach oben geschossen. Am Dienstag tat sich dann im Dax letztlich nicht viel.

Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten gewann am Mittwoch nun 2,4 Prozent auf 28.788 Punkte und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx legte um anderthalb Prozent zu. Die im Zuge des Iran-Kriegs deutlich eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das ifo-Forschungsinstitut am Vormittag meldete, überraschte wohl kaum jemanden.

Besonders stark gefragt sind am Mittag europaweit Rohstoff- und Tourismuswerte, die zuletzt besonders deutlich Federn gelassen hatten. Der Stoxx Europe 600 Basic Resources hatte in vier Kriegswochen fast 19 Prozent verloren, nachdem er kurz zuvor noch einen Rekordstand erreicht hatte. Hohe Energiekosten und eingetrübte Konjunkturaussichten vergrämten die Anleger.

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Im Dax führten derweil Siemens Energy mit bis zu 5 Prozent Tagesplus die Gewinnerliste an. Auch Industriewerte hatten schwer gelitten, Siemens Energy verloren im Laufe des Kriegs zwischenzeitlich fast 20 Prozent an Wert.

Im MDax schossen Lanxess (Lanxess Aktie) nach einer Empfehlung von JPMorgan gar um 17 Prozent nach oben und bauten ihre Erholung vom Tief seit 2009 am Montag inzwischen auf 49 Prozent aus. JPMorgan-Experte Chetan Udeshi sieht die Kölner als einen der stärksten Kriegs-Profiteure in der Chemiebranche. Udeshi drehte sein skeptisches "Underweight" am Morgen in eine "Overweight"-Empfehlung. Lanxess sei einer von wenigen, wenn nicht der einzige, westliche Produzent in seinen wichtigsten Produktkategorien, und profitiere damit von Produktionsproblemen im asiatisch-pazifischen Raum.

Auch andere Werte der Branche legten deutlich zu. Der Tenor der anwesenden dreizehn Top-Manager europäischer Chemiekonzerne sei verhalten optimistisch gewesen, schrieb Udeshi zur Branchenkonferenz der Investmentbank am Vortag.

Jenoptik gewannen nach bestätigten Geschäftszahlen und Ausblick in der Spitze fast 11 Prozent. Nach Aussagen von Henrik Paganetty von der Bank Jefferies decken sich die Aussagen des Technologieunternehmens mit den Erwartungen am Markt. Michael Kuhn von der Deutschen Bank fand derweil lobende Worte für den neuen Chef von Jenoptik, Dominic Dorfner, der spätestens im Oktober antreten wird./ag/stk

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