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Aktien Frankfurt: Dax klettert auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und seine bisherige Bestmarke knapp übertroffen. "Die Umschichtung von Kapital aus den USA nach Europa und Deutschland geht weiter, weil Anleger der unsicheren Zollpolitik der US-Regierung entgehen wollen", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

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Der deutsche Leitindex baute seine Anfangsgewinne aus und kletterte bis auf rund 24.500 Punkte. Zuletzt notierte er noch 1,13 Prozent höher bei 24.480,99 Punkten. Der bisherige Rekord datiert von Anfang Juni. Der Nebenwerte-Index SDax hatte bereits am Dienstag eine Bestmarke erreicht und setzte seine Rekordjagd nun fort. Für den MDax der mittelgroßen Börsentitel ging es am Mittwoch um 1,21 Prozent auf 31.432,30 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,1 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst die Frist für neue US-Zölle, die an diesem Mittwoch ausgelaufen wäre, bis zum 1. August verlängert. Die Börsen hatten dies gelassen aufgenommen. Auch Trumps jüngste Aussagen beeindruckten die Anleger nicht. Im Zollkonflikt mit einer Reihe von Handelspartnern kündigte er einen Brief an die EU sowie Sonderzölle für bestimmte Branchen an. So sollen auf Kupfereinfuhren Zuschläge von 50 Prozent erhoben werden. Auch Zölle auf Arzneimittel, Halbleiter und "verschiedene andere Dinge" kann er sich vorstellen.

Die seit Jahresbeginn gut gelaufenen Aktien der Commerzbank (Commerzbank Aktie) drehten im positiven Branchenumfeld nach zeitweisen Gewinnen ins Minus und verloren zuletzt 0,7 Prozent. Damit zollten sie ihrem jüngsten Höhenflug Tribut, der sie bis auf das Niveau von 2008 getrieben hatte. Unicredit hatte am Vorabend mitgeteilt, dass sie ihre Aktienbeteiligung an der Commerzbank und damit ihre Stimmrechte von knapp 10 auf rund 20 Prozent verdoppelt hat. Dazu wandelte sie gut die Hälfte der von ihr gehaltenen Finanzinstrumente in Aktien um und löste zugleich den Bund als größten Commerzbank-Aktionär ab, der noch gut 12 Prozent hält.

Die restlichen Finanzinstrumente über rund 9 Prozent der Commerzbank-Anteile will die Unicredit zu gegebener Zeit ebenfalls in Aktien umwandeln. Die zuständigen Aufsichtsbehörden hatten diesen Schritt genehmigt. Die Italiener sind im Herbst bei den Frankfurtern eingestiegen, stoßen bei ihren Übernahmebemühungen aber sowohl bei der Bundesregierung als auch bei der Commerzbank auf Widerstand.

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Unterschiedlich stark entwickelten sich die am Vortag gefragten Rüstungstitel zur Wochenmitte. Im Dax behaupteten Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) zuletzt ein Plus von 0,7 Prozent. In der MDax-Spitzengruppe zogen Renk <DE000RENK730 um 3,6 Prozent an, während es bei Hensoldt noch für ein Plus von 0,5 Prozent reichte.

Zuletzt hatte die US-Bank JPMorgan das Kursziel für Renk angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst David Perry sieht das Papier weiterhin als "Top Pick" im Verteidigungssektor. Börsianer verwiesen zudem auf einen Bericht, wonach der Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnik alle Optionen für sein ziviles Geschäft prüft.

Im zuletzt gefeierten Stahlsektor konnten sich die Anteilseigner von Salzgitter und Klöckner & Co <DE000KC01000 > über weitere Aufschläge von 5,8 und 2,1 Prozent freuen. Salzgitter hatten am Dienstag mit einem Kurssprung auf die Mitteilung reagiert, dass ein Werkstoff die technischen Anforderungen für einen Einsatz bei der Bundeswehr erfüllt, und Klöckner mit nach oben gezogen.

Die Papiere der Kupferschmelze Aurubis (Aurubis Aktie) profitieren mit einem Kursplus von 5 Prozent von einem rekordhohen US-Kupferpreis./gl/jha/

-- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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