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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax schwächer erwartet - Lage im Nahen Osten belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Stabilisierung zum Wochenauftakt dürften am Dienstag erneut Verluste am deutschen Aktienmarkt dominieren. Die nach wie vor angespannte Lage im Nahen Osten dämpft die Risikobereitschaft der Investoren. Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hält zwar noch, hängt laut US-Präsident Donald Trump jedoch nur noch am seidenen Faden.

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Der X-Dax signalisiert rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,8 Prozent auf 24.167 Punkte für den Dax . In der vergangenen Woche noch war der deutsche Leitindex mit etwas über 25.150 Punkten auf den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs geklettert, hatte bis Freitag aber seinen Wochengewinn wieder weitgehend abgegeben und am Montag soeben im Plus geschlossen.

Die US-Regierung hat den ökonomischen Druck auf den Iran inzwischen weiter verschärft. "Die Situation scheint festgefahren", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die jüngsten Ereignisse. "Für jegliche Form der Entwarnung ist es weiterhin zu früh", ergänzte er und rechnet mit einem langen Nachhall der Auseinandersetzungen in Nahost für die Börsen und die Weltwirtschaft. "Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren wird."

Trump wird China in Kürze besuchen. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg. China unterstützt den Iran, denn chinesische Raffinerien sind die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.

Von Seiten der Unternehmen hierzulande läuft die zu Ende gehende Berichtssaison auf Hochtouren. Aus dem Dax stehen drei Konzerne im Blick sowie zahlreiche weitere aus MDax und SDax .

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Bayer (Bayer Aktie) legten auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss um 2,5 Prozent zu. Gute Geschäfte rund um Soja- und Maissaatgut sowie das laufende Sparprogramm verhalfen zu einem überraschend starken Jahresstart.

Der Rückversicherer Munich Re (Munich Re Aktie) fuhr ein Jahr nach den verheerenden Waldbränden in Los Angeles wieder deutlich mehr Gewinn ein und sieht sich "voll auf Kurs", das diesjährige Gewinnziel zu erreichen, wie Finanzvorstand Andrew Buchanan sagte. Allerdings musste die Munich Re bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April wie andere Rückversicherer weitere Preisrückgänge hinnehmen. Die Aktie gab vorbörslich leicht nach.

Ebenso die von Siemens Energy . Der Energietechnikkonzern will nach einem guten zweiten Geschäftsquartal noch in diesem Geschäftsjahr weitere Mittel an seine Aktionäre fließen lassen, wie er anlässlich der Veröffentlichung endgültiger Zahlen mitteilte.

Was die Flut an Quartalsberichten aus der zweiten und dritten Reihe betrifft, könnten etwa Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) , Dürr oder auch Carl Zeiss Meditec (Carl Zeiss Aktie) angesichts vorbörslicher Verluste einen Blick wert sein.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp senkte angesichts einer weiter mauen Nachfrage im Automobilgeschäft sowie niedrigerer Stahlpreise seine Umsatzschätzung für das Geschäftsjahr 2025/26. Beim Anlagenbauer Dürr verfehlte der Auftragseingang im ersten Quartal die durchschnittliche Analystenerwartung. Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec gab ein rückläufiges Halbjahresergebnis bekannt und senkte sein Margenziel für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26.

Mit vorbörslichen Kursgewinnen warteten unterdessen Friedrich Vorwerk oder auch Jenoptik auf. So legte der Umsatz und insbesondere der Gewinn des Pipeline- und Anlagenbauers für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen Friedrich Vorwerk zum Jahresstart zu. Auch der Technologiekonzern Jenoptik startete im Vergleich zu 2025 mit deutlich mehr Gewinn in das neue Jahr.

Elmos indes gab eine umfangreiche Aktienplatzierung durch zwei Großaktionäre bekannt. Im Vergleich zum Schlusskurs am Vortag waren sie mit einem Abschlag von 8,6 Prozent an institutionelle Investoren gegangen. Auf Tradegate ging es entsprechend deutlich abwärts./ck/men

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