Mit seinen Aussagen bezieht sich Cramer auf einen Paradigmenwechsel, den Strategy vergangene Woche vollzogen hatte. Erstmals seit 2022 hatte die Treasury-Firma von Michael Saylor Bitcoin verkauft. Verglichen mit dem Gesamtbestand war die Summe mit 32 BTC (rund 2,5 Millionen US-Dollar) zwar vergleichsweise klein, dennoch brach die Kryptowährung in der Folge ein und fiel sogar kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar.
Einige Marktteilnehmer sahen darin einen eklatanten Vertrauensbruch, hatte Saylor zuvor doch immer wieder betont, “niemals” Bitcoin verkaufen zu wollen. Folglich fällt Jim Cramers Urteil hart aus: “Er hat ihn (Bitcoin, Anm.d.Red.) ermordet, er hat ihn einfach ermordet.”
Marktbeobachter halten derweil auch weitere Bitcoin-Verkäufe für möglich. Das liege nicht zuletzt auch an den hohen Dividenden, die Strategy für seine Vorzugsaktien zahlt. “Sie müssen jetzt jedes Jahr knapp 1,7 Milliarden Dollar an Dividenden in bar auszahlen – und das als Firma, die operativ kaum Kohle einnimmt”, sagt Martin Leinweber vom Indexanbieter MarketVector gegenüber BTC-ECHO.
Strategy hätte laut Prospekt die Möglichkeit, STRC-Dividenden nicht zu zahlen. Dies dürfte jedoch zu einem “erheblichen Vertrauensverlust” führen, sagt BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck.
Was Jim Cramer angeht, so sind seine Prognosen nicht unumstritten. Immer wieder gab er gravierende Fehleinschätzungen ab, die ihm in der Finanz-Szene viel Hohn und Spott einbrachten. Es etablierte sich der Running Gag: Jim Cramer als Kontraindikator. Ob es bei Bitcoin und Strategy nun wieder so sein wird, oder er tatsächlich Recht behält, werden die kommenden Wochen zeigen.
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