Butterfill begründet diese relative Stärke vor allem mit der Ausgangslage. Bereits vor dem Iran-Schock sei ein großer Teil der spekulativen Übertreibung aus dem Markt gewichen. Wale hätten Bestände reduziert, die Hebelwirkung sei gesunken, und Bitcoin im Verhältnis zu Gold daher günstiger bewertet gewesen. Hinzu kamen neue Zuflüsse in Krypto-Anlageprodukte.
Belastet wurde stattdessen ausgerechnet Gold, was laut Butterfill auf die Zinsthematik zurückzuführen ist. Der Iran-Konflikt trieb zunächst den Ölpreis nach oben und schürte neue Inflationssorgen, wodurch Spekulationen auf schnelle Zinssenkungen abnahmen. Für Gold sei das ein Problem, weil höhere Realzinsen den Reiz eines nicht verzinsten Assets grundsätzlich mindern. Bitcoin hielt sich in dieser Phase aber überraschend stabil und wirkte damit souveräner als viele andere Risikoanlagen.
Problematisch wird es voraussichtlich, wenn sich die Lage weiter zuspitzt. Die Straße von Hormus bleibe ein neuralgischer Punkt, sodass die Trumpsche Seeblockade für neue Nervosität an den Märkten sorgt. Butterfill rechnet im Falle einer Kriegsfortsetzung zunächst mit “makroökonomischem Stress und erhöhter Volatilität”. Bitcoin dürfte sich in diesem Fall kaum geradlinig nach oben bewegen.

Kippt die wirtschaftliche Lage in Richtung schwaches Wachstum und ausbleibende geldpolitische Entlastung infolge der Inflationsrisiken, wäre das auch für Krypto ungemütlich. Butterfill nennt vor allem eine “leichte Stagflation” als ein schwieriges Szenario. Dann könnten Bitcoin und der breitere Markt nochmals nachgeben, obwohl sich BTC bislang deutlich robuster präsentiert hat, als viele Beobachter erwarteten.
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