Ein US-Richter lässt die Milliarden-Klage von Celsius gegen Tether weiterlaufen. Warum die Liquidierung von beinahe 40.000 Bitcoin hohe Wellen schlägt.
Ein US-Konkursrichter hat entschieden, dass Celsius Network seine 4,3-Milliarden-US-Dollar-Klage gegen Tether weiterverfolgen kann. In dem Fall geht es darum, das der USDT-Emittent im Juni 2022 “unrechtmäßig” fast 40.000 Bitcoin verkauft haben soll.
Während des Insolvenzverfahrens der Lending-Plattform soll Tether eine hohe Summe in USDT geliehen haben, wofür Celsius wiederum 39.542,42 BTC als Sicherheit übergab. Wegen des fallendes BTC-Kurses musste man dann im Juni 2022 weitere Sicherheiten stellen.
Der Vorwurf: Tether habe die fraglichen Bitcoin liquidiert, ohne der insolventen Lending-Plattform überhaupt eine Möglichkeit zu geben, zusätzliche Sicherheiten zu stellen.
Celsius argumentiert, dass Tether die Bitcoin-Bestände bereits vor Ablauf der 10-stündigen Wartezeit zu einem Durchschnittspreis von 20.656 US-Dollar verkaufte und die Vermögenswerte später auf seine eigenen Bitfinex-Konten transferierte.
Nach Ansicht von Richter Martin Glenn war die angebliche mündliche Erlaubnis des Ex-Celsius-CEOs “nicht ausreichend”. Die Nichteinhaltung der 10-stündigen Frist für die Hinterlegung von Sicherheiten könne immer noch als Verstoß gewertet werden, “mündliche Erlaubnis hin oder her”.
Celsius ging nach einem 18-monatigen Umstrukturierungsprozess am 31. Januar 2024 offiziell aus dem Konkurs. Das Unternehmen zahlt nun die Gläubiger aus, wobei sich der angerichtete Schaden auf bis zu fünf Milliarden US-Dollar beläuft.
Tether-CEO Paolo Ardoino erklärte, dass die Führungskräfte von Celsius sein Unternehmen angewiesen hätten, die BTC zu verkaufen, “um ihre rund 815 Millionen USDT-Position zu schließen”.
Bei der Klage handele es sich nur um einen Versuch des bankrotten Unternehmens, die Schuld für sein eigenes Missmanagement abzuschieben. Zuvor sprach er von “schamloser Geldschneiderei”. Ex-Celsius-CEO Mashinsky sitzt derweil eine 12-jährige Haftstrafe ab.
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