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Bitcoin Miner BitRiver vor Insolvenz in Russland

Russlands größter Bitcoin Miner BitRiver steht vor massiven Problemen. Insolvenzverfahren und rechtliche Vorwürfe belasten das Unternehmen zunehmend.
  • Russlands größtes Bitcoin Mining-Unternehmen BitRiver steht vor erheblichen finanziellen und rechtlichen Problemen. Gegen die Fox Group, die rund 98 Prozent von BitRiver kontrolliert, wurde von einem regionalen Schiedsgericht ein Insolvenzaufsichtsverfahren eingeleitet. Damit rückt ein möglicher Bankrott des Unternehmens näher.
  • Auslöser ist ein Streit mit einem Energie- und Infrastrukturbetreiber. Dieser hatte BitRiver Vorauszahlungen in Höhe von rund 9,2 Millionen US-Dollar für Mining-Ausrüstung geleistet. Die Geräte wurden jedoch nie geliefert. Versuche, Vermögenswerte zur Rückzahlung einzuziehen, blieben laut Berichten erfolglos.
  • Zusätzlich verschärft sich die Lage durch persönliche Vorwürfe gegen den Firmengründer. Igor Runets, Gründer und CEO von BitRiver, wurde nach Angaben lokaler Medien wegen Steuerhinterziehung unter Hausarrest gestellt. Ein Moskauer Bezirksgericht ordnete diese Maßnahme demnach Ende Januar an.
  • Auch operativ scheint das Unternehmen stark angeschlagen. In mehreren Gerichtsverfahren war BitRiver zuletzt nicht mehr in der Lage, erforderliche Unterlagen fristgerecht einzureichen. Gerichtliche Schreiben kamen teilweise als unzustellbar zurück. Gleichzeitig berichten russische Medien über geschlossene Büros und den Abgang zahlreicher Führungskräfte. Die Social Media-Kanäle des Unternehmens sind seit Anfang 2022 inaktiv.
  • Hinzu kommen offene Forderungen von Energieversorgern. So versucht ein Netzbetreiber, ausstehende Stromrechnungen in Höhe von rund 60.000 US-Dollar einzutreiben. Eingefrorene Konten sollen die Zahlungsfähigkeit zusätzlich eingeschränkt haben.
  • BitRiver steht bereits seit 2022 unter US-Sanktionen. Damals setzte das Office of Foreign Assets Control das Unternehmen auf die Sanktionsliste. Die US-Regierung warf BitRiver vor, Russlands Zugang zu günstiger Energie für großflächiges Bitcoin-Mining zu nutzen und damit zur Sanktionsumgehung beizutragen.
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