Durch den Verkauf der Bitcoin-Bestände erzielte das in Miami ansässige Unternehmen einen Erlös von rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieser Mittel fließt direkt in den Rückkauf der ausstehenden Wandelanleihen. Die Rückkaufvereinbarungen umfassen rund 367,5 Millionen US-Dollar der 2030 fälligen Noten sowie 633,4 Millionen US-Dollar der 2031 fälligen Papiere. MARA erzielt dabei einen Preisvorteil von etwa 9 Prozent gegenüber dem Nennwert, was einer Wertschöpfung von rund 88,1 Millionen US-Dollar entspricht.
Die Transaktion reduziert die ausstehenden Verbindlichkeiten des Unternehmens im Bereich der Wandelschuldverschreibungen um etwa 30 Prozent. Nach Abschluss der Rückkäufe verbleiben noch 632,5 Millionen US-Dollar der 2030er-Anleihen sowie 291,6 Millionen US-Dollar der 2031er-Serie am Markt.
Laut Fred Thiel, Chairman und CEO von MARA, stellt die Entscheidung eine gezielte Maßnahme zur Kapitalallokation dar. Durch die Tilgung der Schulden zu einem Abschlag verringert das Unternehmen die potenzielle Verwässerung für Aktionäre und verbessert seine Kreditwürdigkeit. Der verbleibende Erlös aus den Bitcoin-Verkäufen soll derweil für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

MARA verfolgt damit einen neuen strategischen Kurs und will sich über das reine Bitcoin Mining hinaus als Anbieter für digitale Energie- und Hochleistungsrecheninfrastruktur (HPC) zu positionieren. Besonders der Ausbau im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) steht dabei im Vordergrund. Die gestärkte Bilanz soll dem Unternehmen die notwendige operative Freiheit geben, um in diese wachsenden Infrastruktursegmente zu investieren.
Noch im Sommer Jahres 2024 hatte der Mining-Riese verkündet, eine sogenannte “Full-Hodl-Strategie” verfolgen zu wollen und keine der geschürften Bitcoin mehr zu verkaufen. Zumindest diese enger definierte Version der BTC-Treasury-Strategie ist damit wohl vorläufig gescheitert.
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