Seit dem frühen Morgen hielten sich die Preisbewegungen in engen Grenzen. Am Vortag waren die Ölpreise noch deutlich gestiegen, nachdem der Abschuss einer iranischen Überwachungsdrohne durch die USA bekannt geworden war. Trotz der angespannten Situation seien weiterhin Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geplant, machte eine US-Regierungssprecherin klar.
Darüber hinaus haben sich iranischen Schiffen in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf einem Öltanker unter US-Flagge genähert. Dieser sei während der Durchfahrt durch die Meerenge "belästigt" worden, teilte das US-Zentralkommando mit.
Die Zwischenfälle im Persischen Golf hätten deutlich gemacht, wie angespannt die Lage sei und wie schnell die Dinge unbeabsichtigt außer Kontrolle geraten könnten, sagte Experte Saul Kavonic vom australischen Finanzdienstleister MST Marquee. Er schätzte die geopolitische Risikoprämie für Ölpreise auf 5 bis 10 Dollar pro Barrel im Falle möglicher US-Angriffe auf den Iran.
Gestützt wurden die Ölpreise durch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 11,1 Millionen Barrel gemeldet. Ein Rückgang der Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt geben den Ölpreisen in der Regel Auftrieb. Die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung werden im weiteren Tagesverlauf erwartet./jkr/jsl/he
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