- Ölpreise sind wegen des Iran-Konflikts gestiegen.
- Erdgaspreise haben sich um etwa 25 Prozent erhöht.
- Ökonomen warnen vor möglichen wirtschaftlichen Risiken.
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Vor allem die Einschränkung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, schürt Sorgen vor wirtschaftlichen Folgen. "Der Nahost-Krieg könnte den Brent-Ölpreis wegen der Schließung der Straße von Hormus in Richtung 100 US-Dollar steigen lassen", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank (Commerzbank Aktie). Sollte der Ölpreis dann auch mehrere Monate auf diesem hohen Niveau bleiben, "würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel Prozentpunkte senken".
Die Diskussion über die Risiken der jüngsten Eskalation im Nahen Osten konzentrieren sich nach Einschätzung von Ökonomen der US-Bank JPMorgan auf die Frage der Energieversorgung. In den vergangenen Jahren sei die globale Wirtschaftstätigkeit zwar weniger abhängig von Rohöl geworden, und der Anteil des im Nahen Osten geförderten Rohöls an der globalen Produktion sei gesunken. Dennoch bleibe die Weltwirtschaft von Öl (Rohöl) und Erdgas aus dem Nahen Osten abhängig, hieß es in einer Analyse.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, sieht in der Dauer des Kriegs im Nahen Osten einen wichtigen Faktor für mögliche konjunkturelle Folgen. Erst bei einem länger anhaltenden Konflikt würde ein deutlicher Anstieg der Ölpreise riskant für die Konjunktur. In diesem Falle "wären die wirtschaftlichen Folgen signifikant", sagte Gitzel. Bleibt es hingegen bei einem kürzeren Konflikt "werden die wirtschaftlichen Folgen jedenfalls begrenzt bleiben", sagte der Experte der VP Bank.
Nach Einschätzung von Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, haben sich die Rohstoffmärkte schon länger auf eine Eskalation im Nahen Osten eingestellt. Zuletzt war der Preis für Rohöl bereits deutlich gestiegen. Allerdings hält auch Experte Kater einen Anstieg des Ölpreises bis auf 100 Dollar (Dollarkurs) je Barrel für möglich, sollte sich eine wochenlange, effektive Sperrung der Transportwege aus dem Golf abzeichnen. "Danach sieht es aber zurzeit nicht aus", sagte Kater.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
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| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
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Ökonomen der Bethmann Bank verweisen zudem auf jüngste Konjunkturdaten. Diese lassen mehr Wachstum in der Weltwirtschaft erwarte. In den USA und in Europa stützen staatliche Investitionen die konjunkturelle Entwicklung. Hinzu komme die Aussicht auf weiter sinkende Zinsen in den USA. "Sollte sich der Konflikt schnell stabilisieren, dürften sich die Anleger wieder auf die positiven Faktoren konzentrieren", hieß es bei der Bethmann Bank./jkr/la/stk
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