Das Aus für USAID und die internationale Lage müssten in den Verhandlungen über den Haushalt berücksichtigt werden, forderte Wadephul. Dies gelte auch aus deutschem Eigeninteresse. Wenn sich die Krisen etwa in Afrika zuspitzten, werde dies zu weiteren Migrationsbewegungen führen. Deutschland sei gefordert, "die Wurzeln dieser Flüchtlingsbewegung zu bekämpfen. Deswegen ist es in unserem ureigenen Interesse, wenn wir uns dort engagieren."
Anfang Juli hatte US-Außenminister Marco Rubio das offizielle Ende von Auslandshilfen durch die US-Entwicklungsbehörde USAID verkündet. USAID war eine der größten Organisationen ihrer Art weltweit und organisierte zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf der ganzen Welt - von der Aids-Hilfe bis zum Wiederaufbau in Kriegsregionen.
Sparhaushalt auch für Wadephul
Wadephul muss im laufenden Jahr sparen: Der Haushaltsplan für das Auswärtige Amt sieht Ausgaben in Höhe von 5,96 Milliarden Euro vor - nach 6,71 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für die Sicherung von Frieden und Stabilität soll das Außenamt 2,56 Milliarden Euro ausgeben können - knapp eine Milliarde Euro weniger als 2024, wo es noch 3,53 Milliarden Euro waren. Noch deutlicher fallen die Kürzungen bei der humanitären Hilfe und der Krisenprävention aus: Der Ansatz soll von 2,69 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,43 Milliarden Euro im Jahr 2025 schrumpfen./bk/DP/men
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.