dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 384

Kreise/Stärkung Europa-Geschäft: Stellantis erwägt Kooperation mit Chinesen

LONDON (dpa-AFX) - Der kriselnde Autobauer Stellantis schaut sich Insidern zufolge in China nach finanzkräftigen Partnern für sein schwächelndes Europa-Geschäft um. Führungskräfte des Unternehmens trafen sich bereits mit den Unternehmen XPeng und Xiaomi, um Optionen für eine Umstrukturierung von Stellantis in Europa zu erörtern, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dabei sei es auch um einen möglichen Erwerb von Anteilen an Maserati oder anderen Marken gegangen. Die Gespräche hätten sich angesichts der Wachstumsambitionen chinesischer Autobauer auch um den Zugang zu Produktionskapazitäten gedreht.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - ©unsplash.com:
Stellantis NV 8,04 $ Stellantis NV Chart +1,39%
Zugehörige Wertpapiere:
Xiaomi Corp 3,392 € Xiaomi Corp Chart -2,46%
Zugehörige Wertpapiere:
XPeng Inc 17,42 $ XPeng Inc Chart +0,75%
Zugehörige Wertpapiere:

Stellantis wollte sich gegenüber Bloomberg nicht zu den Spekulationen äußern. Es hieß lediglich, dass das Unternehmen im Rahmen seiner normalen Geschäftstätigkeit Gespräche mit Branchenakteuren auf der ganzen Welt zu verschiedenen Themen führe. Die Aktien des Vielmarkenkonzerns (unter anderem Opel, Fiat, Peugeot, Chrysler, Alfa Romeo, Jeep) reagierten nur leicht positiv auf die Neuigkeiten. Sie notierten in einem schwachen Gesamtmarkt zuletzt noch mehr als eineinhalb Prozent im Minus.

Stellantis hatte Ende Februar die Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt und dabei wegen hoher Abschreibungen auf seine Elektroautostrategie einen Verlust von mehr als 22,3 Milliarden Euro verzeichnet. Aber auch bereinigt um die Sonderbelastungen kam der VW -Rivale vergangenes Jahr stark unter Druck und fuhr im Tagesgeschäft wegen Preisdrucks, US-Zöllen und Gewährleistungskosten rote Zahlen ein.

Die nun kolportieren Gespräche verdeutlichen die unterschiedlichen Entwicklungen von Stellantis in Europa sowie in den USA, wo der Jeep-Eigner viel Geld in die Auffrischung seiner Produktpalette gesteckt hat; und wo chinesische Investitionen wegen möglicher Verwendung von Technologien des Landes in US-Autos wohl erschwert würden.

Eine tiefergreifende Restrukturierung könnte denn auch zu einer weiteren Trennung zwischen dem US- und dem europäischen Teil des Unternehmens mit Wurzeln in Frankreich, Italien und den USA führen, wie die nicht näher genannten Insider laut Bloomberg weiter sagten. Eine Aufspaltung des Konzerns sei aktuell aber kein Thema der Gespräche./mis/nas

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend