Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern hat im vergangenen Jahr erneut einen Verlust gemacht. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen wieder mit einem Gewinn. In diesem Jahr soll der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2,7 bis 2,8 Milliarden Euro betragen und der bereinigte Vorsteuergewinn 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro.
Ein Marktteilnehmer wies darauf hin, dass mit der gestiegenen Unsicherheit mit Blick auf die Kapitalmarktrenditen die Risiken für den deutschen Immobilienmarkt als solchen wie auch für die Bewertung der Bestände zugenommen hätten. Die Geschäftsprognosen der Unternehmen stünden folglich unter einem Vorbehalt.
Mit der Aussicht auf öffentliche Investitionen in Höhe von vielen Milliarden Euro hierzulande in den kommenden Jahren sind die Renditen an den Kapitalmärkten jüngst kräftig gestiegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte etwa von 2,40 Prozent Ende Februar auf 2,90 Prozent in der vergangenen Woche zu. Sie erreichten den höchsten Stand seit Oktober 2023.
Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten erschweren tendenziell das Geschäft im Immobiliensektor. Zukäufe und Investitionen in den Bestand verteuern sich und es drohen geringere Bewertungen des Portfolios. Bei Verkäufen aus dem Portfolio erhöhen sich zudem die Finanzierungskosten für potenzielle Käufer, was Transaktionen erschwert.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Analyst Neil Green von JPMorgan konnte indes zwei positive Aspekte mit Blick auf die Ziele von Vonovia ausmachen: Zum einen sei das Unternehmen hinsichtlich des mittelfristigen Wachstums der Mieteinnahmen etwas optimistischer geworden. Noch hilfreicher seien die Prognosen für das Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebt) von 2024 bis 2028. Diese Annahmen seien neu, fügte der Experte hinzu./bek/mne/jha/
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