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AKTIEN IM FOKUS 2: Teures Krisenpaket drückt Porsche AG auf Rekordtief

(Neu: Xetra-Kurse mit hohen Porsche-AG-Verlusten, mehr Stimmen)

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Als notwendig erachtete hohe Investitionen der Porsche AG haben am Freitag den Aktien des Sportwagenbauers ein Rekordtief eingebrockt. Der wegen anfallender Kosten enttäuschende Ausblick versetzte die Anleger in Aufregung. Am Vormittag sackte der Kurs um sechs Prozent ab auf 56,26 Euro. Zeitweise wurden sie nahe der 55-Euro-Marke so günstig gehandelt wie noch nie.

Auch die Aktionäre aus dem Konzernumfeld der Porsche AG konnten sich am Freitag nicht frei machen von den Nachrichten aus Zuffenhausen. Nachdem die Volkswagen (VW Aktie) -Konzernholding Porsche SE daraufhin höhere Abschreibungen auf die Buchwerte der Kernbeteiligungen ankündigte, sanken ihre Aktien zuletzt um ein Prozent.

Mit 0,6 Prozent etwas weniger stark unter Druck gerieten die Volkswagen-Titel. Anfangs waren sie noch dem sich erholenden Branchenumfeld gefolgt, doch diese Stütze ging verloren. Der Sektorindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts rutschte zuletzt mit 0,7 Prozent ins Minus. Die Porsche AG prägte hier als größter Verlierer das Bild.

Der Sportwagenbauer will viel Geld in die Modellpalette stecken und sich so gegen die Krise zur Wehr zu setzen. Dies trübt aber den Ausblick, der nach Händlerangaben deutlich unter den Erwartungen liegt. Den Umsatz sieht Porsche 2025 bei 39 bis 40 Milliarden Euro und die operative Umsatzrendite bei 10 bis 12 Prozent. Konzernchef Oliver Blume nimmt also ein deutliches Absacken der operativen Marge in Kauf, die Dividende soll aber stabil bleiben.

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JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach in einer ersten Reaktion von einem richtigen Schritt, um notwendige Investitionen in die Antriebsstrang-Strategie vorzunehmen. Diese sollten es dem Autobauer ermöglichen, in den nächsten 24 Monaten wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Philippe Houchois von Jefferies betonte die Notwendigkeit, um den Anlagehintergrund wieder zu verbessern.

Die beschlossene Erweiterung des Modellportfolios habe 2025 ihren Preis, schrieb etwa der Goldman-Sachs-Analyst George Galliers. Laut Daniel Schwarz von der Investmentbank Stifel werden solche Anpassungen einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor sich dies in den Ergebnissen niederschlägt.

Der UBS-Analyst Patrick Hummel sprach in einer ersten Reaktion davon, dass das Ausmaß dieser "Gewinnwarnung" im Vergleich zu den vorherigen Erwartungen sehr deutlich sei. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen für den Gewinn je Aktie könnten daraufhin um 25 Prozent sinken, erwähnte er. Michael Punzet von der DZ Bank schrieb, die Story als widerstandsfähige, hochprofitable Luxusmarke bekomme Risse.

Anleger haben seit geraumer Zeit keine Freude an der Porsche AG. Die Rekordrally nach dem Börsengang im September 2022 währte nur einige Monate - bis zum Rekordhoch bei 120,80 Euro im Mai 2023. Danach ging der Trend stetig abwärts, aktuell sind die Anteilsscheine weniger als halb so viel wert wie zu den besten Zeiten. Der Kurs liegt mittlerweile gut ein Drittel unter dem Ausgabepreis von 82,50 Euro./tih/ajx/mis

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