Kurseinbruch nach Zahlen: Jetzt günstig diese rüstungsnahe Aktie abstauben?

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Militärtransporter auf sandigem Untergrund (Symbolbild).
© Military_Material auf Pixabay.
Nach den am Freitagmittag vorgelegten Quartalszahlen bricht die Aktie von Spezialfahrzeughersteller Oshkosh ein. Ist das die Gelegenheit zum Einstieg?
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Hinweis

Jetzt günstig bei Spezialfahrzeughersteller Oshkosh einsteigen?

Am Freitag ist Rheinmetall nicht die einzige Verteidigungsaktie, welche stark unter Druck gerät. Während die Düsseldorfer über ein Downgrade von JP Morgan stolpern, das lange zu den größten Fans der Aktie gehörte, werden für Spezialfahrzeughersteller Oshkosh die am Mittag vorgelegten Quartalszahlen zur Stolperfalle.

Oshkosh ist zwar nur wenig bekannt, aber hochinteressant. Einerseits ist die Unternehmensbewertung vergleichsweise günstig, andererseits ist der Konzern einer der Marktführer für Spezialfahrzeuge. Dazu gehören Löschzüge für Flughafenfeuerwehren, Passagierbrücken und nicht zuletzt gepanzerte Truppenfahrzeuge für die US-Armee, was das Unternehmen zu einem rüstungsnahen Wert macht.

Werte aus dem Artikel:
OshKosh Aktie 135,05 $ 0,00%
Rheinmetall Aktie 1.205,6 € -1,18%

Stabile Umsatzentwicklung dank US-Postal-Vertrag

Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um Bescheidene 0,4 Prozent auf 2,32 Milliarden US-Dollar zu. Damit konnten die Erwartungen der Analystinnen und Analysten, die eine Nullrunde erwartet hatten, übertroffen werden.

Während die Auslieferungen an die US-Armee stark zurückgingen und die Segmenterlöse hier von rund 413 auf 296 Millionen US-Dollar fielen, zeigte der Vertrag mit dem staatlichen Postdienst US Postal Wirkung. Bei Lieferfahrzeugen legten die Erlöse von knapp 50 auf 217 Millionen US-Dollar zu. Das konnte Rückgange auch in anderen Sparten ausgleichen.

Ungünstiger Produktmix, Nettoertrag stark rückläufig

Aufgrund einer ungünstigen Margenentwicklung konnten die Gewinnerwartungen nicht erfüllt werden. Während am Markt ein bereinigter Gewinn von 1,04 US-Dollar je Aktie erwartet wurde, konnte Oshkosh nur 0,85 US-Dollar liefern. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 1,92 US-Dollar noch mehr als doppelt so viel.

Dementsprechend musste das Unternehmen auch beim Nettoertrag deutlich kleinere Brötchen backen, der von 112,2 auf 43,1 Millionen US-Dollar fiel. Neben einem ungünstigen Produktmix (weniger Militärfahrzeuge) machte das Management vor allem höhere Kosten für den Ertragsrückgang verantwortlich.

Ausblick im Rahmen der Erwartungen

Für das Gesamtjahr rechnet Oshkosh mit Erlösen in Höhe von 11,0 Milliarden US-Dollar. Das liegt geringfügig über der Markterwartung von 10,92 Milliarden US-Dollar und wäre gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um eine halbe Milliarde US-Dollar.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll sich unterdessen auf 10,90 bis 11,50 US-Dollar belaufen. Damit erfüllt die Mittelpunktschätzung von 11,20 US-Dollar die Konsensprognose von 11,21 US-Dollar je Anteil gerade so. Die Quartalsdividende soll sich zunächst unverändert auf 0,57 US-Dollar belaufen.

Gewinnmitnahmen nach den Zahlen

Nachdem sich die Anteile in den vergangenen 12 Monaten um 73 Prozent verteuert haben und Oshkosh ausgehend von einstelligen Bewertungsvielfachen eine Neubewertung erfahren hat, waren die am Freitagmittag vorgelegten Zahlen aus Sicht der Anlegerinnen und Anleger nicht ausreichend, um noch höhere Kurse zu rechtfertigen.

Stattdessen setzten Gewinnmitnahmen ein und die Aktie büßte rund 8 Prozent ihres Wertes ein, wodurch sie unter die Marke von 140 US-Dollar fiel. Dadurch wird vor dem Wochenende die als Unterstützung dienende 50-Tage-Linie aufgegeben und die 200-Tage-Linie angelaufen. Solange diese dem Verkaufsdruck stand hält, dürfte der übergeordnete Aufwärtstrend aber nicht gefährdet sein. Zwischen 128 und 135 US-Dollar stünde außerdem eine weitere Unterstützungszone bereit.

07.05.26 - ARIVA.DE Redaktion
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