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AKTIEN IM FOKUS: Gewinnmitnahmen bei Rüstung - Kepler skeptisch bei Hensoldt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Hensoldt haben am Freitag einen kräftigen Kursrücksetzer erlitten. Waren sie zuletzt gemeinsam mit anderen Rüstungstiteln wie Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) oder Renk besonders deutlich von den geplanten Investitionen in die deutsche Verteidigung angetrieben worden, ging es zum Wochenschluss um 6,4 Prozent bergab.

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Hensoldt AG 78,45 € Hensoldt AG Chart +2,89%
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RENK Group AG 54,96 € RENK Group AG Chart +7,68%
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Rheinmetall AG 1.610,5 € Rheinmetall AG Chart +1,67%
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thyssenkrupp AG 11,795 € thyssenkrupp AG Chart +6,60%
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Dazu trug wohl eine kritische Meinung von Kepler Cheuvreux zur Bewertung bei. Das Analysehaus stufte die Papiere des Rüstungselektronik-Spezialisten auf "Reduce" ab. Laut Analyst Aymeric Poulain ist das Tempo, in dem die Hensoldt-Aktien die Zukunft vorwegnehmen, gefährlich hoch. Die gigantischen Aufrüstungspläne in Europa hätten zweifellos gute Gründe geliefert, um auf einen Umsatzschub zu setzen. Doch mittlerweile seien die Aktien "zu heiß, um sie zu halten". Auch bei Renk und Rheinmetall ging es am Freitag um 1,4 respektive 2 Prozent nach unten.

Als Treiber für die Branche hatte zuletzt die nachlassende Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump für seine Nato-Verbündeten und der daraus resultierende Rüstungsbedarf in Europa fungiert. Diesem wollen Union und SPD als wahrscheinliche Koalitionspartner der künftigen Bundesregierung mit einem historischen Finanzpaket begegnen. Viel Geld soll dabei auch in die Infrastruktur fließen, was Werte aus diesem Bereich zuletzt ebenfalls beflügelt hatte.

Bei Renk, dessen Aktienkurs sich 2025 schon mehr als verdoppelt hat, hatte die Rally in dieser Woche zu einem Rekord gereicht. Die anderen beiden klassischen Rüstungswerte aus der Dax -Familie eilen schon länger von Bestmarke zu Bestmarke. Vor allem gilt dies für Rheinmetall als größtes Unternehmen, dessen Aktien sich aber neuerdings schwer damit tun, die 1200-Euro-Marke nachhaltig zu knacken.

Etwas Rüstungsfantasie aufgekommen ist zuletzt auch bei Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) wegen der U-Boot- und Marineschiff-Sparte Marine Systems. Mit angetrieben von einem Analystenkommentar, der auf den übersehenen Rüstungscharakter hinwies, haben sie mit einer Verdoppelung seit Mitte Februar eine besonders ausgeprägte Rally hinter sich. 2025 beläuft sich das Plus hier bereits auf 144 Prozent - trotz leichter Gewinnmitnahmen, die es am Freitag auch hier gibt. Etwa 1,7 Prozent verloren die Titel zuletzt./tih/gl/jha/

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