Novo Nordisk ist ein dänisches Pharmaunternehmen, das auf Diabetes- und Hormontherapien spezialisiert ist.
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Novo Nordisk: Vor dem Absturz trennt die Aktie jetzt nicht mehr viel!

Hinter den Anlegerinnen und Anlegern von Novo Nordisk liegt eine nervenaufreibende Handelswoche. Für die Aktie steht charttechnisch aktuell viel auf dem Spiel.
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Eine weitere Katastrophenwoche für Novo Nordisk

Nach einem vielversprechenden Jahresstart wurde bei Novo Nordisk in den vergangenen Tagen einmal mehr alles auf den Kopf gestellt. Erst schockierte das Unternehmen mit einer Prognosesenkung für 2026 – die Geschäfte sollen nicht mehr wachsen, sondern sogar schrumpfen, womit der Ruf als Wachstumsunternehmen vom Tisch ist.

Dann wurden die Dänen erneut vom ehemaligen Kooperationspartner Hims & Hers gepiesackt, der die Einführung eines Nachahmer-Medikaments der oral verabreichten Wegovy-Variante angekündigt hat – zu einem Bruchteil des von Novo Nordisk angekündigten Preises versteht sich.

Vor dem Absturz trennt die Aktie jetzt nicht mehr viel

Zwar hat die US-Arzneimittelbehörde FDA angekündigt, dem einen Riegel vorzuschieben, doch das Chaos war nach einer ohnehin turbulenten Woche perfekt. Wenngleich die Käuferinnen und Käufer am Freitag zum Gegenschlag ansetzen konnten, geht die Aktie technisch angeschlagen in die kommende Handelswoche. 

Hier ist eine ganze Menge zu Bruch gegangen ...

Der technische Schaden der vergangenen Tage ist auf den ersten Blick erkennbar. Der zwischenzeitlich aussichtsreiche Versuch, den Abwärtstrend der vergangenen 1,5 Jahre zu überwinden, ist mit einem Fehlausbruch über die 200-Tage-Linie gescheitert.

Nach dem Ausbruch lag der Relative-Stärke-Index (RSI) deutlich im überkauften Bereich, wodurch den Käuferinnen und Käufern die Luft ausgegangen ist und Novo Nordisk den Rückwärtsgang eingelegt hat. Der Absturz nach der schwachen Prognose für 2026 sorgte dann nicht nur für die Bestätigung der 200-Tage-Linie als Widerstand, sondern führte mit dem Unterschreiten der 50-Tage-Linie auch zu einem neuen Verkaufssignal.

... und die technischen Indikatoren lassen Schlimmeres befürchten

Dieses wiegt nun umso schwerer, da die technischen Indikatoren ihre teils monatelangen Aufwärtstrends aufgegeben haben, womit nicht nur die bullishen Divergenzen, sondern auch die Rückendeckung für eine rasche Erholung fehlen.

Zwar liefert der inzwischen überverkaufte RSI ein Indiz dafür, dass eine Gegenbewegung, die über die vom Freitag hinausreicht, anlaufen könnte, aber der Trendstärkeindikator MACD lässt nichts Gutes ahnen, nachdem er zunächst unter seine Signallinie und dann auch unter die Nulllinie gefallen ist, wodurch ein neuer Abwärtstrend angezeigt wird.

Fazit: Weitere -20 Prozent möglich, wenn die Unterstützung nicht hält

Zwischen 265 und 300 DKK (35,49 bis 40,17 Euro) liegt der vorerst letzte Unterstützungsbereich, über den Aktie noch verfügt. Sollte dieser nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) unterschritten werden, drohen noch größere Verluste als zuletzt ohnehin schon. Der nächste, aus dem langfristigen Chartbild ableitbare Support-Bereich liegt erst bei 235 DKK (31,47 Euro).

Sollte die aktuelle Unterstützungszone verteidigt werden können, stellen die zuletzt unterschrittenen gleitenden Durchschnitte die neuen Widerstände dar. Ein Sprung über die 50-Tage-Linie wäre ein erstes Kaufsignal.

Nachhaltig zum Besseren wenden würde sich die Lage nach wie vor erst oberhalb der 200-Tage-Linie. Die technischen Indikatoren liefern jedoch ebenso wenig wie die nach der Prognosesenkung verschlechterten Fundamentaldaten ein Indiz dafür, dass es zeitnah hierzu kommen dürfte.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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