Ein klassischer Porsche. (Symbolbild)
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Porsche bremst E-Auto-Offensive – Gewinnprognosen drastisch gesenkt

Porsche dämpft seine Pläne für Elektrofahrzeuge: Der Sportwagenhersteller verschiebt den Start einzelner E-Modelle aufgrund schwacher Nachfrage, Drucks auf dem Schlüsselmarkt China und hoher US-Zölle.
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Porsche drosselt seine Pläne für Elektrofahrzeuge – und trifft damit den Luxussportwagenhersteller sowie Mutterkonzern Volkswagen (VW Aktie) hart. Grund sind eine schwächere Nachfrage, Belastungen auf dem wichtigen Markt China und höhere US-Zölle. In der Folge senkten beide Unternehmen ihre Gewinnprognosen für 2025 deutlich.

Die Entscheidung verdeutlicht die Herausforderungen für eine der bekanntesten Automarken der Welt: Sowohl in China als auch in den USA sorgt der Wettbewerbsdruck für sinkende Preise, gleichzeitig bremsen Handelsbarrieren das Wachstum. Volkswagen rechnet nun mit einem Belastungseffekt von rund 5,1 Milliarden Euro für die weitreichende Produktstrategie, die einige Elektro-Modelle zugunsten von Hybriden und Verbrennern verschiebt. Für Porsche könnte dies den operativen Gewinn um bis zu 1,8 Milliarden Euro reduzieren.

"Wir erleben massive Veränderungen in der Automobilbranche", sagte Porsche- und VW-Chef Oliver Blume in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Wir haben wichtige strategische Entscheidungen getroffen. Jetzt müssen wir sie umsetzen – es wird ein harter und langer Weg, der volle Konzentration und Anstrengung verlangt."

Porsche verschiebt unter anderem die Einführung bestimmter vollelektrischer Modelle. So wird das neue SUV oberhalb des Cayenne zunächst nur als Hybrid- oder Verbrenner angeboten. Die Gewinnmarge für 2025 wurde von bislang 5–7 Prozent auf maximal 2 Prozent gesenkt, die mittelfristige Marge auf 15 Prozent von zuvor 15–17 Prozent. UBS-Analyst Patrick Hummel kommentierte: "Das sind keine Margen, die man von einem Luxusprodukt erwarten würde, zumindest nicht von einem erfolgreichen."

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Blume kündigte an, die Produktion bestehender Modelle mit Verbrennungs- und Hybridantrieben, darunter der Panamera, bis in die 2030er Jahre zu verlängern. Gleichzeitig hofft er auf mehr Flexibilität in der EU hinsichtlich des Ziels, den CO2-Ausstoß neuer Autos und Vans bis 2035 um 100 Prozent zu reduzieren.

Auch die Reduzierung der US-Importzölle auf 15 Prozent von derzeit 27,5 Prozent verzögert sich weiter. Volkswagen verhandelt mit der US-Regierung über ein mögliches Investitionspaket, das auch Porsche umfassen könnte.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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