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Margencrash bei Porsche – nächste Schockwelle für Anleger?

Die UBS-Analysten haben sich nach den Zahlen zum zweiten Quartal und dem aktualisierten Ausblick für das Gesamtjahr 2025 skeptisch zu Porsche geäußert. Die Schwäche der Ergebnisse kam zwar nicht überraschend, doch das Betriebsergebnis und der freie Cashflow blieben auf einem sehr niedrigen Niveau. Insgesamt liege das Quartal leicht über den Erwartungen – allerdings bei stark abgesenkter Messlatte.
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Im zweiten Quartal verkaufte Porsche 70.500 Fahrzeuge im Großhandel. Das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in den USA sogar von 23 Prozent. Der Produktmix litt weiterhin unter einem hohen Anteil von 21 Prozent an vollelektrischen Fahrzeugen. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrzeug stagnierte bei etwa 118.000 Euro.

Belastend wirkten sich vor allem Sonderfaktoren aus. Allein 400 Millionen Euro entfielen auf US-Zölle. Weitere 700 Millionen Euro betrafen Restrukturierungskosten – darunter 500 Millionen Euro an Abschreibungen auf Batteriezellen. Diese Sondereffekte führten zu einer Belastung des freien Cashflows von rund 500 Millionen Euro.

Porsche hat daher die operative Gewinnmarge für das Gesamtjahr deutlich gesenkt. Statt der bisher prognostizierten Spanne von 6,5 bis 8,5 Prozent rechnet der Autobauer nun mit einer Marge zwischen 5 und 7 Prozent. Auch die freie Cashflow-Marge im Automobilbereich wurde auf 3 bis 5 Prozent zurückgenommen, nach zuvor 4 bis 6 Prozent. Die aktualisierte Prognose beinhaltet zusätzliche Zollkosten von rund 500 Millionen Euro im zweiten Halbjahr, die teilweise durch bereits umgesetzte Preiserhöhungen abgefedert werden sollen.

Laut der UBS deutet die neue Margenspanne auf eine operative Marge von rund 6,5 Prozent im zweiten Halbjahr hin. Selbst wenn man die Zölle hypothetisch herausrechnet, bliebe der operative Gewinn damit klar unter der symbolischen Marke von 10 Prozent. Das sei ein deutliches Zeichen für die strukturellen Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld.

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Ein zweites Restrukturierungspaket ist bereits in Vorbereitung. Weitere einmalige Belastungen seien laut Investor-Relations-Team jedoch in der neuen Prognose berücksichtigt.

Obwohl die Porsche-Aktie mit einem Kurs von 43,30 Euro leicht höher eröffnete, sehen die UBS-Analysten keinen neuen Grund für Optimismus. Die Prognose für das Gesamtjahr – 37,3 Milliarden Euro Umsatz und eine operative Marge von 6,1 Prozent – bleibt weitgehend unverändert. Das Kursziel der UBS liegt mit 41 Euro leicht unter dem aktuellen Kurs, was einem Bewertungsabschlag von rund 5,3 Prozent entspricht. Das Rating lautet weiterhin "neutral".

Autor: sbh-Redaktion/neb


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