Das Deutsche Telekom Headquarter in Bonn (Deutschland)
Quelle: - ©Deutsche Telekom, Photo: Norbert Ittermann
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Telekom-Aktie: Starke Rallye, doch jetzt ist erstmal Vorsicht angesagt!

Die Anteile der Deutschen Telekom hatten in den vergangenen Wochen einen starken Lauf. Kurzfristig sollte aber mit Gegenwind gerechnet werden.
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Deutsche Telekom: Erst Schnarch-Aktie jetzt plötzlich Highflyer

Nach einem schwachen Jahr 2025 ist die Aktie der Deutschen Telekom wieder obenauf! Zwar fiel auch der Auftakt in 2026 verhalten aus, doch in den vergangenen Tagen zündete das Papier der Bonner den Turbo.

Neben der Einweihung eines KI-Rechenzentrums in München und einem starken Quartalsergebnis der Tochter T-Mobile US wurde die Aktie auch durch eine neue Lust auf defensive Value-Aktien beflügelt.

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Mit einem Plus von fast 15 Prozent seit dem Jahreswechsel gehören die Anteile des zuverlässigen Dividendenzahlers aktuell mit zu dem Besten, was der Deutsche Leitindex DAX zu bieten hat. Doch wenngleich der jüngste Kursanstieg zahlreiche Widerstände überwinden und für Kaufsignale sorgen konnte, ist kurzfristig Vorsicht angebracht.

Dieser Abwärtstrend hat viele Anlegerinnen und Anleger vergrault

Im vergangenen Jahr handelte die Telekom-Aktie nach dem Erreichen eines Mehrjahreshochs (dem höchsten Stand seit Februar 2021) bei rund 36 Euro in einem hartnäckigen Abwärtstrendkanal mit einer Breite von rund 4 Euro.

Dieser führte nicht nur zu einem Unterschreiten der gleitenden Durchschnitte, sondern Anfang August auch zu einem Death Cross und damit einem technischen Verkaufssignal, wodurch die Aktie ihre Verluste fortsetzte.

Erst im Bereich von 26 Euro, wo eine Unterstützung aus dem September 2024 liegt, konnte ein Boden etablierten werden, der sich schließlich sogar als Dreifachboden entpuppte. Solche besitzen gegenüber klassischen Doppelböden eine noch höhere Erfolgswahrscheinlichkeit, Gegenbewegungen einzuleiten.

Gegenbewegung läuft, Abwärtstrend bereits gebrochen!

Unterstützt wurde eine Trendwende der Aktie durch bullishe Divergenzen in den technischen Indikatoren RSI und MACD. Deren Aufwärtstrends begleiten die jüngste Rallye und verleihen ihr damit Nachhaltigkeit.

Daher ist mittel- und langfristig davon auszugehen, dass der Abwärtstrendkanal aus dem vergangenen Jahr nicht wieder aufgesucht wird und sich die Aktie in einer neuen Aufwärtsbewegung befindet. Diese konnte vor allem in den vergangenen Tagen mit der Rückeroberung der 200-Tage-Linie einen bedeutenden technischen Erfolg erzielen.

Technische Indikatoren schreien nach einer Konsolidierung

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) kurzfristig nicht auf Gegenwind stoßen könnte, ganz im Gegenteil. Der Sprung über die 200-Tage-Linie war ein technischer Kraftakt, wie der RSI beweist, der auf Tageskursbasis bei 75,3 Zählern und damit klar im überkauften Bereich notiert.

Auch der MACD deutet inzwischen auf einen fortgeschrittenen Aufwärtstrend hin, aus dem für das nächste Aufwärtsleg erstmal wieder etwas Luft abgelassen werden könnte. Außerdem haben sich die (nicht eingezeichneten) Bollinger Bänder inzwischen sehr weit ausgedehnt, was oft auch ein Zeichen dafür ist, dass ein Wert kurzfristig erstmal in die Gegenrichtung handelt.

Das ist mit Blick auf die starken Unterstützungen um 30 sowie um 28 Euro jedoch kein Problem. Erst für Kurse darunter würde sich das aktuell starke Chartbild wieder nachhaltig verschlechtern. Zur Oberseite liegen die nächsten Widerstände dagegen bei 32 sowie zwischen 34 und 35 Euro.

Fazit: Dabei bleiben bzw. geduldig auf die Lauer legen!

Die Telekom-Aktie hat in den vergangenen Wochen einen bemerkenswerten Wandel vom Underperformer zum Highflyer hinter sich. Anlegerinnen und Anleger haben die moderate Unternehmensbewertung sowie die Dividendenrendite von in einem von KI-Sorgen geprägten Marktumfeld wieder zu schätzen gelernt. Durch den starken Kursanstieg konnte das schwache Chartbild komplett umgekrempelt werden.

Kurzfristig droht eine Kurspause beziehungsweise eine Gegenbewegung, da das Papier nach dem Sprung über die 200-Tage-Linie überhitzt ist. Davon sollten sich bereits investierte Anlegerinnen und Anleger jedoch nicht entmutigen lassen, während Investoren, die noch über keine Positionen verfügen, schon bald vor einer Einstiegsgelegenheit stehen könnten. Kurswecker hierfür sollten bei 30 und 28 Euro gestellt werden.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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