Richemont schlägt die Erwartungen – Deutsche Bank sieht wieder Luft nach oben
Richemont überrascht mit starkem Schmuck- und Uhrenwachstum sowie Schwung aus Amerika und Japan. Die Deutsche Bank bleibt bei ihrer Kaufempfehlung und sieht zweistelliges Kurspotenzial.
Richemont hat im dritten Quartal besser geliefert als viele Anleger nach dem Vorjahresvergleich erwartet hatten – und bekommt Rückenwind von der Deutschen Bank. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung und lassen das Kursziel bei 195 Schweizer Franken. Zum Schlusskurs von 174,80 Schweizer Franken entspricht das einem Aufschlag von rund 12 Prozent.
Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz auf 6,399 Milliarden Euro. Währungsbereinigt legten die Erlöse um 11 Prozent zu, gemeldet stand ein Plus von 4 Prozent. Belastet wurde der Berichtswert vor allem durch negative Währungseffekte. Besonders auffällig: Das Schmuckgeschäft zog währungsbereinigt um 14 Prozent an und lag damit über den Markterwartungen. Auch die Uhrensparte überraschte positiv mit 7 Prozent Wachstum, während das Segment Other in etwa stagnierte.
Regional kamen die stärksten Impulse aus Amerika und Japan. In den Amerikas wuchs Richemont währungsbereinigt um 14 Prozent, Japan sprang um 17 Prozent nach oben. Asien-Pazifik entwickelte sich mit 6 Prozent solide; in China, Hongkong und Macau lagen die Umsätze im niedrigen einstelligen Plus. Europa legte um 8 Prozent zu, der Nahe Osten und Afrika um 20 Prozent. Über die Vertriebskanäle hinweg stieg das Retail-Geschäft währungsbereinigt um 12 Prozent, Großhandel um 9 Prozent, Online um 5 Prozent.
Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) verweist darauf, dass ein Teil der Dynamik von Preiserhöhungen stammt – die angesichts von US-Zöllen, Wechselkursen und steigenden Goldpreisen nötig seien, um Margendruck abzufedern. Aussagen zur Marge macht Richemont in der Mitteilung noch nicht. Gleichwohl werten die Analysten das Zahlenwerk als positive Read-across-Vorlage für den Luxus-Sektor und trauen der Aktie nach dem Umsatz-Überraschungseffekt einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu.
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