AKTIEN IM FOKUS: Neue Eskalation im Iran-Krieg stützt Chemiewerte teilweise

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FRANKFURT/OSLO (dpa-AFX) - In einem wieder von Kriegssorgen und Konjunkturängsten geprägtem Marktumfeld haben sich die Aktien von Chemieunternehmen am Mittwoch europaweit recht gut geschlagen. Während der breit gefasste Stoxx Europe 600 um 1,8 Prozent fiel, gab der Subindex der europäischen Chemiebranche lediglich um ein Prozent nach. Diese galt zur Hochphase des Iran-Krieges als eine der Profiteure.

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Zur Wochenmitte nun waren Aktien aus dem Chemiesektor wieder gefragt, denn das schon abgehakt geglaubte Thema Iran-Krieg ist an den Finanzmärkten wieder hochgekocht. US-Präsident Trump erklärte den Waffenstillstand mit dem Iran für wohl beendet. Zuvor war es bereits zu gegenseitigen Angriffen und auch dem Abschuss iranischer Raketen auf Bahrein gekommen. Die Ölpreise zogen kräftig an, womit die Sorgen vor Inflation, Konjunkturschwäche und Zinsreaktionen der Notenbanken wieder präsent sind.

Die gestiegenen Ölpreise sorgen zwar auch bei den Chemiekonzernen für Kostendruck auf der Rohstoffseite, aber Experten zufolge dürften europäische Unternehmen wegen ihrer hohen Preismacht besser mit der Situation zurechtkommen als ihre asiatischen Wettbewerber. Zumal eine mögliche erneute Sperrung der Straße von Hormus deren Zulieferkette erneut stark stören würde.

Damit legten hierzulande die Aktien von BASF (BASF Aktie) um ein Prozent zu. Sie gehörten so zu den wenigen Gewinnern im deutschen Leitindex Dax , der 2,4 Prozent einbüßte.

Im Index der mittelgroßen Werte MDax zählten die Anteilsscheine von Lanxess (Lanxess Aktie) und Evonik zu den Favoriten. Sie zogen an der Indexspitze um jeweils rund zwei Prozent an.

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 47,975 € +1,31%
Evonik Industries Aktie 16,48 € +1,73%
Lanxess Aktie 15,12 € +1,34%

Gefragt waren in diesem Umfeld auch Aktien von Düngermittelproduzenten. So legten die Papiere von K+S um fast zwei Prozent zu. Im Zuge des Kriegs waren die Düngemittelpreise sprunghaft gestiegen. Dies lag insbesondere am hohen Energiebedarf der Herstellung - und den ebenfalls massiv gestiegenen Energiepreisen. Für Verwerfungen hatte ferner die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran geführt. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Handelswege - nicht nur für Öl (Rohöl) und Gas, sondern auch Düngemittel aus Katar, Saudi-Arabien, Bahrain und Oman.

Mitte Juni hatten sich die USA und der Iran zwar auf ein Rahmenabkommen geeinigt, und jüngst fuhren auch wieder mehr Schiffe durch die Meerenge. Doch Teheran hatte in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Zuletzt gerieten mehrere Tanker in der strategisch wichtigen Meerenge erneut unter Beschuss, sodass die Furcht vor Versorgungsengpässen einmal mehr akut wurde.

An der Spitze des europäischen Branchenindex stiegen die Papiere des K+S-Wettbewerbers Yara International um gut vier Prozent. Hier stützte zusätzlich eine Kaufempfehlung der Danske Bank./la/ag/mis


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