Im Zentrum des Tests stand OUSG, Ondos tokenisierter US-Treasury-Fonds für akkreditierte Investoren und qualifizierte Käufer. Die Rücknahme wurde zunächst auf dem XRP Ledger verarbeitet. Anschließend leitete Mastercards Multi-Token Network die Zahlungsanweisungen an Kinexys weiter, die Blockchain-Plattform von JPMorgan. JPMorgan überwies daraufhin die US-Dollar auf Ripples Bankkonto in Singapur.
Damit wurde ein Prozess getestet, der außerhalb klassischer Banköffnungszeiten stattfand. Gerade bei grenzüberschreitenden Zahlungen dauern Abwicklungen über Korrespondenzbanken oft ein bis drei Geschäftstage.
Ondo-Präsident Ian De Bode sieht in dem Pilotprojekt einen Schritt in Richtung globaler Märkte, die rund um die Uhr laufen. Durch die Verbindung öffentlicher Blockchain-Infrastruktur mit Interbanken-Rails entstehe die Grundlage für Finanzmärkte, die nicht mehr an traditionelle Öffnungszeiten gebunden seien.
Auch RippleX-Manager Markus Infanger betonte, dass institutionelle Akteure grenzüberschreitende Bewegungen tokenisierter Vermögenswerte künftig als integrierten Ablauf abwickeln könnten, statt verschiedene Bestandteile über alte Bankensysteme zusammenzuführen.
Die Tokenisierung klassischer Finanzwerte gewinnt also weiter stark an Bedeutung. Erst diese Woche kündigte die Depository Trust & Clearing Corporation an, noch in diesem Jahr einen eigenen Tokenisierungsdienst zu starten. JPMorgans Kinexys-Plattform hat nach Unternehmensangaben inzwischen bereits Transaktionen im Wert von über drei Billionen US-Dollar verarbeitet.
Währenddessen hält Ex-Ripple-CTO David Schwartz XRP-Anlegern vom Kauf von Ripple-Aktien ab.
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