
Weder Donald Trump noch der Iran lassen locker
Im Iran-Krieg zeichnet sich nach wie vor kein Ende der Kampfhandlungen ab. Ganz im Gegenteil: Aus der Region wurden am Wochenende weitere Luftangriffe gemeldet, während die Auseinandersetzung auch verbal weiter eskaliert ist.
Sollte Iran die Straße von Hormus nicht wieder vollständig für den Schiffsverkehr öffnen, droht US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Die Islamische Republik wiederum drohte in diesem Fall damit, kritische Infrastruktur in den Golfstaaten anzugreifen und den wichtigen Schifffahrtsweg vollständig zu sperren.

Werbung
| Strategie | | Hebel |
|
Steigender Kurs
|
Call
|
5
|
10
|
20
|
|
Fallender Kurs
|
Put
|
5
|
10
|
20
|
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB3MEP0
,
DE000NB3ZYC8
,
DE000NB4DNG7
,
DE000NB5R8S6
,
DE000NB5ZXQ5
,
DE000NB50QX9
. Bitte
informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die
weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Gold und Silber (Silberpreis) können von Unsicherheit nicht profitieren
Eigentlich ist ein von so großer Unsicherheit geprägtes Marktumfeld bestens geeignet, um Anlegerinnen und Anleger Zuflucht in sicheren Häfen wie Gold und Silber finden zu lassen. Doch diese stürzten in der Nacht zum Montag einmal mehr ab und setzten ihren seit Wochen anhaltenden Crash damit fort.
Der explosionsartige Ölpreisanstieg hat die Zinserwartungen der Marktteilnehmenden auf links gedreht. Statt weiteren Zinssenkungen beginnen Investoren damit, auf eine Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank schon im Sommer zu spekulieren.
Der Anstieg der Anleiherenditen bedeutet ebenso wie der deswegen wiedererstarkende US-Dollar Gegenwind für die zinslosen Edelmetalle. Gleichzeitig fungieren diese als Liquiditätsreserve. Gold (Goldkurs) und Silber werden auch deshalb verkauft, weil Anlegerinnen und Anleger Verluste an anderer Stelle einzudämmen versuchen, nachdem auch der Aktienmarkt stark unter Druck geraten ist.

Weitere Schwäche schon zum Wochenauftakt
Am Montagmorgen handelt Silber nach einer ganz schwachen Handelseröffnung auf dem asiatischen Markt mit einem Minus von knapp 7 Prozent. In der Spitze hatte das Edelmetall sogar deutlich zweistellig an Wert verloren und handelte zeitweise unter 62 US-Dollar pro Feinunze. Auch Gold erwischt mit einem Minus von mehr als 7 Prozent einen grottenschlechten Wochenauftakt.
Gegenüber seinem noch vor wenigen Wochen markierten Allzeithoch hat Silber inzwischen fast die Hälfte seines Wertes verloren. Das stellt nicht weniger als einen Crash dar, der aus technischer Perspektive einem Blow-off-Top gefolgt war. Solche markieren üblicherweise das Ende von Bullenmärkten.
Jetzt droht ein jahrelange Bärenmarkt
Dementsprechend sollten sich Anlegerinnen und Anleger darauf einstellen, dass es Jahre dauern könnte, bis Silber noch einmal auf vergleichbare Notierungen zurückkehrt. Schon in der Vergangenheit war es beim kleinen Bruder von Gold zu ähnlichen Zyklen gekommen.
Kurzfristig ist Silber mit Blick auf den RSI zwar überverkauft, was eine technische Gegenbewegung (Dead-Cat-Bounce) immer wahrscheinlicher macht. Zu einer Trendwende und dem Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung dürfte diese aber kaum führen.
Das könnte dich auch interessieren | 22.03.26 - ARIVA.DE Redaktion |
Fazit: Neue Realität am Edelmetallmarkt
Nach dem Platzen der Spekulationsblase handeln Silber und Gold mit crashartigen Abverkäufen, die durch steigende Energiepreise und Anleiherenditen über das Wochenende weiter verstärkt werden.
Zwar könnte es technisch nun jederzeit zu Gegenbewegungen kommen, doch sollten sich Anlegerinnen und Anleger von der Illusion verabschieden, dass die Rekordstände von vor einigen Wochen rasch wieder angelaufen werden.
Bis es so weit ist, könnte ein jahrelanger Bärenmarkt bevorstehen, da ein Wiederaufflammen der Inflation und anhaltend hohe Marktzinsen drohen. Bei Silber und Gold gilt jetzt nicht mehr "Buy the dip", sondern "Sell the rip".
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross