LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis hat am Dienstag etwas nachgegeben. Eine Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.925 US-Dollar. Am Vortag hatte der Goldpreis noch zeitweise über 5.000 Dollar (Dollarkurs) notiert.
Für dich zusammengefasst:
Der Goldpreis hat am Dienstag auf 4.925 US-Dollar nachgegeben.
Für eine Feinunze Silber wurden am Dienstag 74,43 Dollar bezahlt.
Indien importierte im Januar Gold im Wert von über zwölf Milliarden Dollar.
Der Goldpreis hat sich zuletzt in vergleichsweise engen Bahnen bewegt, nachdem er insbesondere im Januar stark zugelegt hatte. Ende Januar war der Preis auf einen Rekordstand von knapp 5.600 Dollar gestiegen. Anfang Februar folgte der Sturz bis auf fast 4.400 Dollar. An den vergangenen Tagen bewegte er sich um die Marke von 5.000 Dollar.
Auch der Silberpreis gab am Dienstag nach. Für eine Feinunze Silber (Silberpreis) wurden 74,43 Dollar bezahlt. Am Montag hatte der Preis noch bei rund 77 Dollar gelegen.
Die robuste Nachfrage von Privatkunden in China und Indien, den beiden größten Märkten für physisches Edelmetall, war in den letzten Monaten eine wichtige Stütze für die Preise. Indische Importdaten zeigen für Januar sehr hohe Gold- und Silberimporte. Das Land importierte in diesem Zeitraum Gold im Wert von mehr als zwölf Milliarden Dollar, was den dritthöchsten monatlichen Gesamtwert seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Die Silberimporte stiegen auf über zwei Milliarden Dollar.
Banken wie die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) und Goldman Sachs prognostizieren zudem, dass die Preise ihren Aufwärtstrend wieder aufnehmen werden, da die Faktoren, die den stetigen Anstieg des Goldpreises begünstigt haben, weiter bestehen bleiben dürften.
Grund für die deutlichen Gewinne von Gold und Silber seit Ende 2025 ist vor allem die US-Geldpolitik. Noch ist unklar, wie stark der von US-Präsident Donald Trump nominierte Notenbankchef Kevin Warsh die Zinsen senken wird. Trump hatte immer wieder starken Druck auf die Fed ausgeübt und deutliche Zinssenkungen gefordert. Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet im Mai. Zinssenkungen würden das Umfeld für Edelmetalle weiter verbessern, da sie selber keine Zinsen abwerfen.
Neben der US-Geldpolitik stützen vor allem die vielen Krisen weltweit. Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen. Mit Spannung erwartet werden daher die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sowie zwischen der Ukraine und Russland.
Auch kaufen Notenbanken wie die chinesische, indische und polnische schon länger umfangreich Gold, auch um sich unabhängiger vom Dollar zu machen. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik und Energie benötigt wird.
Für Silber indes hat sich das Chartbild jüngst etwas eingetrübt. Denn das Edelmetall hat es zuletzt nicht geschafft, die Marke von 80 Dollar zu überwinden. Etwas über dieser Schwelle verläuft die 50-Tage-Durchschnittslinie, die als Maß für die mittelfristige Entwicklung gilt. Langfristig aber erscheint Silber aus markttechnischer Sicht weiter gut unterstützt./jsl/la/jha/
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