Dennoch dürfte der Nachrichtenfluss rund um die Lage in Venezuela den Ölmarkt kurzfristig weiterhin beschäftigen. Dabei ist nicht nur das Vorgehen der USA von Interesse, sondern auch die weiteren Reaktionen von Venezuelas Verbündeten Russland sowie des bisherigen Großabnehmers venezolanischen Öls, China.
Darüber hinaus rücken nächste Woche mit den Handelsbilanzdaten Chinas sowie den Monatspublikationen der US-Energiebehörde EIA und der OPEC aber auch die Markttendenzen abseits von Venezuela in den Fokus. Wir gehen davon aus, dass Chinas Rohöleinfuhren im Dezember etwas schwächer ausgefallen sind, unter anderem, weil die Lieferungen aus Venezuela aufgrund der US-Blockade geringer ausfielen. Dennoch dürfte für das Gesamtjahr ein deutlicher Zuwachs bei den Rohöleinfuhren zu Buche stehen, denn bis November lagen diese mit fast 11,5 Mio. Barrel täglich rund 400 Tsd. Barrel höher als im Vorjahr – und das, obwohl die heimische Rohölnachfrage in China eher schwächelt. Maßgeblich hierfür ist ein hoher Lageraufbau. Dieser dürfte auch in den Monatsberichten thematisiert und als einer der Risikofaktoren für die weitere Preisentwicklung benannt werden. Darüber hinaus wird die US-Energiebehörde ihre ersten Prognosen für das Jahr 2027 veröffentlichen. Von Interesse sind dabei vor allem die Einschätzungen für die US-Produktion. Da die EIA derzeit für 2026 mit einer Überversorgung am Markt und entsprechend fallenden Ölpreisen rechnet, dürfte der Ausblick für 2027 eher verhalten sein.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| SH4KLP | Call | Oil Brent | Hebel: 5,4 |
| FA2X5N | Put | Oil Brent | Hebel: 5,0 |
| SF91XK | Call | Oil WTI Light Crude | Hebel: 4,9 |
| FA6AXD | Put | Oil WTI Light Crude | Hebel: 5,3 |
Die Industriemetallpreise verbuchen bereits deutliche Gewinne im neuen Jahr, wobei Nickel und Kupfer herausstechen. Bei Nickel wartet man auf die Genehmigung der Produktionspläne im Hauptproduzentenland Indonesien. Sollten die Kürzungen der Regierung geringer ausfallen als vielfach befürchtet, könnte ein Teil der Preisgewinne seit Mitte Dezember wieder abgegeben werden. Wann sich die Regierung äußert, ist allerdings unklar. Am Kupfermarkt dürfte man zum einen weiter auf Chinas Einfuhren von Kupfererz schauen, die im Rahmen der Handelsbilanzdaten veröffentlicht werden. Zum anderen sind die Exporte von Kupferprodukten von Interesse. Der starke Anstieg in den letzten Monaten hat die Sorge geschürt, dass sich vor allem die Abnehmer in den USA aufgrund von Zollängsten im Vorfeld einer möglichen Einführung von Zöllen eindecken und den Markt andernorts „leerkaufen”.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| FD0JU5 | Call | Kupfer Future | Hebel: 4,7 |
| FA601W | Put | Kupfer Future | Hebel: 4,8 |
Auch die Edelmetalle starten das neue Jahr mit Gewinnen, bleiben aufgrund des starken Rücksetzers zum Jahresende aber noch hinter ihren Hochs von vor knapp zwei Wochen zurück. Die Entwicklungen in Venezuela und die US-Annexionspläne hinsichtlich Grönland schüren erneut das Interesse an sicheren Häfen. Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht könnte zudem die Hoffnungen auf Zinssenkungen in den USA wieder bestärken. Wir gehen allerdings davon aus, dass die Fed im Januar stillhält und auf weitere Datenpunkte warten wird.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
15
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
15
|

| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| FA92Y4 | Call | Gold | Hebel: 5,5 |
| FD502K | Put | Gold | Hebel: 5,6 |
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