Weidel gibt BSW Korb für gemeinsame Wahlkampfauftritte

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Alice Weidel (AfD).
- © Sebastian Widmann / Freier Fotograf / Getty Images News / Getty Images

BERLIN (dpa-AFX) - AfD-Chefin Alice Weidel hat dem BSW-Vorschlag für "Duelle" bei gemeinsamen Wahlkampfveranstaltungen eine Absage erteilt. Als AfD stehe man selbstverständlich für einen Dialog und einen demokratischen Austausch und nehme den Vorstoß grundsätzlich positiv auf, teilte Weidels Sprecher Daniel Tapp auch unter Verweis auf vergleichbare Positionen von AfD und BSW beim Thema Ukraine mit.

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"Letztlich ist aber jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich", fügte er hinzu. Das BSW stehe vor der Herausforderung, die Fünf-Prozent-Hürde bei den kommenden Landtagswahlen zu überspringen. "Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit."

BSW enttäuscht

BSW-Chefin Mohamed Ali sagte auf Nachfrage vor Journalisten, sie finde das enttäuschend und nicht überraschend. "Ich hab' befürchtet, dass sie sich nicht trauen wird, aber ich find' das auch entlarvend." BSW-Generalsekretär Oliver Ruhnert sagte: "Dass Alice Weidel kneift, ist unsouverän. Viele Wähler im Osten hätte ein solches Duell ganz sicher interessiert." Als BSW bleibe man offen für inhaltliche Debatten und bedauere diese Absage sehr.

Debatte auf "einem großen Marktplatz"

In einem Brief an die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla hatten Mohamed Ali, ihr Co-Chef Fabio De Masi und Ruhnert den Vorschlag für gemeinsame Auftritte "jenseits der bekannten Wahlformate" gemacht: "Eine kontroverse Debatte auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik zwischen den bekanntesten Gesichtern zweier Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen vom Mainstream bekämpft werden. Sie, Alice Weidel, gegen Sahra Wagenknecht."

Konkret schlug die BSW-Spitze "zwei Duelle mit Hin- und Rückspiel" vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September vor, eins in Magdeburg und eins in Schwerin./jr/DP/stw



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