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ROUNDUP: Triebwerksbauer Rolls-Royce erhöht Ziele für 2028 - Aktie teuer wie nie

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce kommt schneller aus seiner Krise als gedacht. So soll der operative Gewinn vor Sondereffekten im Jahr 2028 jetzt 4,9 bis 5,2 Milliarden britische Pfund (5,6 bis 6,0 Mrd Euro) erreichen, wie der Hersteller von Turbinen für große Jets von Airbus und Boeing am Donnerstag in London mitteilte. Zudem will er Milliardensummen in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Der Kurs von Rolls-Royce kletterte im frühen Handel auf ein Rekordhoch.

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Kurz nach dem Handelsstart in London gewann das Papier zeitweise mehr als acht Prozent auf 1.420 britische Pence. Zuletzt lag der Kurs noch mit knapp sechs Prozent im Plus. Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie damit etwa ein Fünftel an Wert gewonnen. In den vergangenen drei Jahren hat sich ihr Wert sogar in etwa verzehnfacht. Das Unternehmen ist an der Börse inzwischen umgerechnet mehr als 130 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Der deutsche Konkurrent MTU kommt gerade mal auf 20 Milliarden Euro.

Mit dem neuen Gewinnziel für 2028 erwartet das Management mindestens eine Milliarde mehr als bislang für den besten Fall angepeilt. Im laufenden Jahr rechnet Konzernchef Tufan Erginbilgic mit einem Ergebnis zwischen 4 und 4,2 Milliarden Pfund. "Unser Umbau schreitet zügig und intensiv voran", sagte der Manager bei der Vorlage der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres.

Rolls-Royce baut vor allem Antriebe für Langstreckenjets und war wegen der Corona-Krise und Qualitätsmängeln vor einigen Jahren in eine schwere Krise geraten. Dabei erging es dem Unternehmen deutlich schlechter als anderen Triebwerksherstellern wie GE Aerospace und der RTX-Tochter Pratt & Whitney sowie den europäischen Anbietern Safran (Safran Aktie) und MTU . Die Rolls-Royce-Spitze brachte den Hersteller mit dem Verkauf von Geschäftsteilen und dem Abbau tausender Stellen wieder auf Kurs.

So wuchs der Umsatz des Konzerns im vergangenen Jahr trotz weiterhin angespannter Lieferketten auf vergleichbarer Basis um zwölf Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der operative Gewinn sprang abseits von Sondereffekten um mehr als 40 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Pfund nach oben. Der Überschuss lag mit 5,8 Milliarden Pfund mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

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In den Jahren 2026 bis 2028 will das Unternehmen sieben bis neun Milliarden Pfund für den Rückkauf von Aktien ausgeben. Davon sollen zweieinhalb Milliarden bereits im laufenden Jahr fließen./stw/lew/zb

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