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ROUNDUP/Ifo-Index steigt: Wirtschaft zeigt 'erste Zeichen einer Belebung'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stärker als erwartet verbessert. Damit mehren sich aus Sicht von Experten die Zeichen einer Belebung nach einer jahrelangen Schwäche in Deutschland. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um einen Punkt auf 88,6 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Montag in München mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 88,3 Punkte gerechnet.

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Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihren Geschäften. Die Bewertung der Lage stieg um einen Punkt auf 86,7 Punkte. Auch die Erwartungen verbesserten sich. Hier stieg der Indikator um 0,9 Punkte auf 90,5 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage. Das Ifo-Institut befragt monatlich 9.000 Unternehmen.

Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Index erneut. Auch im Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima auf. Im Handel hingegen gab der Index leicht nach. Im Bauhauptgewerbe wiederum setzte das Geschäftsklima seine Erholung fort.

"Die deutsche Wirtschaft nimmt langsam Fahrt auf", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Dahinter stecken die Aufträge aus den Verteidigungs- und Infrastrukturprogrammen sowie leicht höhere Konsumausgaben." Die Zollkapriolen der USA hingegen sollte man nicht überbewerten. "Für die Unternehmen ist jetzt Planungssicherheit wichtiger, als ob es mit den Zöllen noch einmal etwas herauf oder herunter geht."

"Wir sehen immer deutlichere Anzeichen, dass die Konjunktur ordentlich Schwung aufnimmt", schrieb Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank. "Wir bleiben bei unserer Prognose, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr stärker wachsen dürfte als allgemein erwartet wird."

Skeptischer mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer: "Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Ifo-Geschäftsklima anders als in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres noch nicht klar nach oben zeigt", hieß es in einer Analyse. "Das Ausbleiben der notwendigen breiten Wirtschaftsreformen belastet die Stimmung." Rüstungsaufträge alleine würden noch keinen Aufschwung machen.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen gaben nach den Daten geringfügig nach. Der Eurokurs bewegte sich kaum. Auch der Aktienmarkt reagierte wenig./jsl/la/jha/

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