Sven Wagner
Sven Wagner
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall AG hat den Zuschlag für zwei zentrale Großaufträge zur Modernisierung der Bundeswehr erhalten. Dabei geht es um die umfassende Digitalisierung der IT- und Kommunikationssysteme in mehr als 10.000 militärischen Fahrzeugen. Das Gesamtvolumen dieser Aufträge beläuft sich auf rund 1,7 Milliarden Euro, von denen etwa die Hälfte auf Rheinmetall entfällt. Partner bei der Umsetzung sind der Softwarehersteller Blackned und das multinationale Rüstungsunternehmen KNDS.
Modernisierung der IT-Systeme
Im Rahmen des ersten Projekts wird Rheinmetall gemeinsam mit Blackned die Integration moderner IT-Systeme in die Fahrzeugflotten der Landstreitkräfte übernehmen. Das Vertragsvolumen teilt sich dabei auf: 730 Millionen Euro entfallen auf Rheinmetall, während Blackned einen Anteil von 470 Millionen Euro übernimmt. Ziel des Projekts ist es, bis Mitte 2030 die IT-Systeme von über 10.000 Kampf- und Unterstützungsfahrzeugen der Bundeswehr zu digitalisieren.
Diese Modernisierung soll eine verbesserte Steuerung und Koordination der Fahrzeuge im Einsatz ermöglichen, wodurch die Effizienz und Reaktionsfähigkeit der Streitkräfte gesteigert werden sollen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Digitale Kommunikationsmittel für Echtzeit-Vernetzung
Im zweiten Großauftrag ist Rheinmetall mit KNDS dafür verantwortlich, die Bundeswehr mit neuen digitalen Kommunikationslösungen auszustatten. Diese Technologie soll die Echtzeit-Vernetzung von Soldaten, Plattformen und Sensoren ermöglichen. Das Gesamtvolumen dieses Projekts liegt bei 1,98 Milliarden Euro, wobei Rheinmetall etwa die Hälfte des Auftragswerts erhält.
Der Fokus liegt auf der Ausstattung der Fahrzeuge mit hochmodernen Kommunikationssystemen, die den Informationsaustausch während der Einsätze deutlich beschleunigen und die Einsatzfähigkeit verbessern sollen.
Strategische Bedeutung der Digitalisierung
Mit diesen beiden Großaufträgen setzt die Bundeswehr einen wichtigen Schritt in Richtung Modernisierung und Erhöhung ihrer Einsatzfähigkeit. Die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall, Blackned und KNDS verdeutlicht zudem die wachsende Bedeutung strategischer Partnerschaften innerhalb der deutschen Verteidigungsindustrie.
Die Projekte sind Teil einer umfassenden Strategie, die Bundeswehr auf aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Herausforderungen vorzubereiten. Die Digitalisierung der Fahrzeug- und Kommunikationssysteme bildet dabei eine zentrale Säule, da sie nicht nur die operative Effizienz steigert, sondern auch die technische Interoperabilität innerhalb der NATO verbessert.
Quellen: handelsblatt.com/rtr
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