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Nordex geht nach Zahlen steil – auch Siemens-Energy-Anleger dürfen sich freuen!

Die von Nordex am Mittwochmorgen vorgelegten Quartalszahlen lassen die Aktie steil gehen. Das sorgt für kräftige Gewinne auch bei den Anteilen des Mitbewerbers.
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Nordex-Aktie steigt nach Zahlen weiter

Die Aktie des Herstellers von Windkraftanlagen Nordex legt am Mittwoch um 15 Prozent zu und verteuert sich mit einem Kurs von über 40 Euro auf den höchsten Stand seit September 2002. Hintergrund sind die am Morgen vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Quartal sowie für das vergangene Geschäftsjahr, die über den Erwartungen ausgefallen sind.

Die Erlöse im vierten Quartal kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr konnte mit 7,55 Milliarden Euro eine Steigerung um 3,5 Prozent erzielt werden. Hierbei spielten die Service-Erlöse eine entscheidende Rolle, wo ein Wachstum von 11,2 Prozent auf 863,3 Millionen Euro gelang.

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Starke Margenexpansion, Gewinn legt deutlich zu

Die schwachen Unternehmensmargen, lange ein Bremsklotz am Bein der Aktie, dürften nach dem vergangenen Quartal endgültig Geschichte sein. Im vergangenen Quartal erzielte Nordex eine EBITDA-Marge von 12,1 Prozent. Damit gelang gegenüber dem Vergleichszeitraum eine beeindruckende Steigerung um 7,2 Prozentpunkte.

Auch mit Blick auf das Gesamtjahr konnte die operative Ertragsspanne mit einem Plus von 4,3 Prozentpunkten auf 8,4 Prozent beträchtlich gesteigert werden. Das hat Eindruck im Konzernergebnis hinterlassen. Das EBITDA kletterte von 296,4 Millionen Euro im GJ 2024 auf 631,0 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Der Nettogewinn konnte unterdessen von 8,8 auf 274,3 Millionen Euro gesteigert werden.

Damit verbesserte sich auch Unternehmensbilanz deutlich. Die Nettoliquidität legte um 91,5 Prozent von 848,2 Millionen Euro auf 1,62 Milliarden Euro zu.

Volle Auftragsbücher beflügeln, starke Prognose für 2026

Auch die Auftragseingänge entwickelten sich mit 3,2 Milliarden Euro (+9,2 Prozent) unverändert stark. Insgesamt konnte Nordex 2025 Orders im Wert von 9,3 Milliarden Euro verbuchen. Das volle Orderbuch erlaubte dem Management daher eine starke Unternehmensprognose für das kommende Geschäftsjahr.

Die Erlöse sollen sich auf 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro belaufen. Damit könnte der Umsatz im besten Fall um fast 20 Prozent zulegen. Die EBITDA-Marge soll sich auf 8,0 bis 11,0 Prozent belaufen. Das impliziert eine weitere Verbesserung. Das mittelfristige Margenziel wurde von Management auf 10,0 bis 12,0 Prozent angehoben.

Aktie geht durch die Decke, zieht Siemens Energy mit nach oben

Das überraschend starke Abschneiden sowie die kraftstrotzende Prognose für 2026 sorgten für Begeisterung. Nach einem ohnehin starken Jahresauftakt legte die Nordex-Aktie am Mittwochvormittag um 15 Prozent zu.

Damit beträgt das Plus in diesem Jahr bereits 38 Prozent. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr hat sich Nordex um nicht weniger als 225 Prozent verteuern können – damit liegt der Windkraftanlagenhersteller nur wenig hinter Siemens Energy, das von den starken Nordex-Zahlen profitieren konnte und den deutschen Leitindex DAX mit einem Plus von rund 2,5 Prozent anführte. Siemens Energy hatte wie Nordex lange Zeit mit schwachen Margen im Windturbinengeschäft zu kämpfen.

Insgesamt präsentiert sich die Nordex-Aktie in einer anhaltend starken Verfassung. Ihr ist am Mittwoch der Ausbruch aus dem ohnehin schon beschleunigten Aufwärtstrend gelungen. Mit Blick auf den RSI ist die Aktie aber wieder als überkauft einzuschätzen. Dieser liegt auf Tageskursbasis bei 76,4 Punkten und auf Wochenkursbasis bei 83,5 Zählern.

Im Trendstärkeindikator MACD konnte das neue Mehrjahreshoch bislang nicht bestätigt werden, das erhöht die Pullback-Gefahr.

Fazit: Jetzt ans Absichern von Gewinnen denken!

Auch aus fundamentaler Perspektive wird die Luft zunehmend dünner. Für 2026 ist Nordex bereits mit einem KGVe von 26,2 bewertet. Das EV/EBITDA-Verhältnis liegt auf Basis der unternehmenseigenen Schätzungen im besten Fall bei rund 7, im schlechtesten Fall bei 11.

Damit ist das Unternehmen deutlich höher bewertet als vergleichbare Konkurrenten wie Vestas oder Orsted. Nur beim Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (0,9) hat Nordex aktuell die Nase vorne.

Anlegerinnen und Anleger, die frühzeitig investiert hatten, sollten mit Gewinnmitnahmen beginnen oder zumindest erste Trailing-Stopp-Orders setzen, um ihre zuletzt stattlichen Gewinne nicht zu gefährden. Für einen Neueinstieg ist die Aktie trotz der starken Geschäftsergebnisse nicht mehr zu empfehlen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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