Krypto-Investor verliert 3 Millionen in XRP durch Diebstahl
Hacker stehlen rund 3 Millionen in XRP von einem US-amerikanischen Rentner. Wie gefährdet sind Ripple-Anleger nun durch Krypto-Verbrecher?
Vor diesem Albtraumszenario fürchtet sich wohl jeder Krypto-Anleger, der seine Coins selbst verwahrt. Durch eine kleine Unaufmerksamkeit hat ein 54-Jähriger US-Amerikaner Cyberkriminellen eine Angriffsfläche geboten – und dadurch 1,2 Millionen XRP verloren.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als Brandon LaRoque Anfang dieses Monats feststellte, dass seine gesamten XRP-Bestände aus seiner Ellipal-Wallet verschwunden waren. Nach aktuellem Kurs wären die Coins fast 3 Millionen US-Dollar wert.
“Ich habe in den letzten acht Jahren XRP akkumuliert“, erklärte LaRoque in einem YouTube-Video, in dem er den Diebstahl schilderte. “Das war unsere gesamte Altersvorsorge, und ich weiß nicht, was wir jetzt tun sollen.“
Das Problem: Der Frührentner glaubte, dass seine Gelder in einem Cold Storage für Angreifer unerreichbar wären. Durch das Importieren seiner Seed-Phrase in die Ellipal-App hatte er das Setup jedoch effektiv in eine Hot Wallet umgewandelt.
Laut einer On-Chain-Untersuchung von ZachXBT konnten die Angreifer die gestohlenen XRP durch 120 Ripple-to-Tron-Brückentransaktionen umwandeln. Innerhalb von drei Tagen waren die Assets in OTC-Desks verschwunden, die mit Huione in Verbindung stehen, einem US-Sanktionen unterliegenden südostasiatischen Zahlungsnetzwerk.
Ein ähnlicher, aber noch dramatischerer Vorfall ereignete sich kürzlich, als ein Krypto-Investor binnen Sekunden 2.000 Bitcoin an nordkoreanische Hacker verlor. Mehr darüber erfahrt ihr hier: “Der teuerste Klick der Welt?“
Besonders zweifelhaft erscheint angesichts dieser Verbrechen eine neue “Recovery Economy”, die die Verzweiflung der Opfer auszunutzt. “Eine weitere Erkenntnis ist, dass über 95 Prozent der Recovery-Unternehmen räuberisch vorgehen und hohe Beträge für einfache Berichte verlangen […]”, schreibt ZachXBT.
Und ergänzt skeptisch: “Selbstverwahrung ist für die große Mehrheit der Menschen nicht die richtige Lösung.” Durch 2FA und weitere Sicherheitstools könnte die Verwahrung auf zentralisierten Krypto-Börsen für viele Nutzer inzwischen einfacher und sicherer sein.
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