Historisch betrachtet zählt das erste Quartal zu den solideren Phasen für Bitcoin. Über mehrere Marktzyklen hinweg konnte die größte Kryptowährung im Durchschnitt ein Plus von rund 51,21 Prozent im Zeitraum von Januar bis März verzeichnen. Damit gehört Q1 statistisch zu den stärkeren Quartalen, auch wenn die Schwankungsbreite zwischen einzelnen Jahren erheblich ist.

Diese Entwicklung wird häufig mit Kapitalzuflüssen zu Jahresbeginn erklärt. Neue Allokationen institutioneller Investoren, frisches Risikokapital und eine generell positive Marktstimmung nach dem Jahreswechsel haben in der Vergangenheit immer wieder als Katalysatoren gewirkt. Dennoch gilt auch hier: Die Daten spiegeln Durchschnittswerte wider, sodass einzelne Jahre deutlich davon abweichen können.
Für Ethereum fällt das Bild sogar noch markanter aus. Das erste Quartal ist historisch gesehen das stärkste des gesamten Jahres. Im Durchschnitt konnte Ethereum im Q1 um rund 77,4 Prozent zulegen und Bitcoin damit deutlich übertreffen. Ein möglicher Grund hierfür könnte eine Kapitalrotation von Bitcoin in Altcoins sein, da dieser Prozess historisch häufig auf eine starke Phase von Bitcoin folgt.

In der zweiten Jahreshälfte 2025 markierte ETH neue Höchststände. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem neu entstandene Ethereum Treasury-Unternehmen sowie steigende Zuflüsse in Spot ETFs. Dieser Trend könnte sich auch 2026 fortsetzen und eine selbstverstärkende Dynamik entfalten. Steigende Käufe durch Treasury-Unternehmen können höhere Kurse begünstigen, was wiederum zusätzliche Nachfrage über ETFs auslösen und den Kapitalzufluss weiter verstärken könnte.
Auch an den traditionellen Finanzmärkten zeigt sich zu Jahresbeginn häufig eine stärkere Phase. So erzielte der S&P 500 im ersten Quartal historisch überdurchschnittliche Renditen. Dies wird ebenso auf neue Kapitalallokationen und frische Mittelzuflüsse nach dem Jahreswechsel zurückgeführt. Ähnliche Muster lassen sich somit nicht nur im Krypto-Markt, sondern auch bei klassischen Indizes beobachten.

Das Jahr 2025 war für die Krypto-Märkte von deutlichen Höhen und Tiefen geprägt. Phasen starker Kursanstiege wechselten sich mit scharfen Korrekturen ab, während makroökonomische Unsicherheiten die Stimmung immer wieder belasteten.
Mit Blick auf 2026 mehren sich jedoch die Faktoren, die für ein freundlicheres Marktumfeld sprechen könnten, wie etwa mögliche geldpolitische Lockerungen. Zudem haben sich zentrale Belastungsthemen des Jahres 2025 zuletzt abgeschwächt. Vor allem der langanhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China, der über Monate hinweg sowohl traditionelle Märkte als auch den Krypto-Sektor belastete, wurde in weiten Teilen entschärft.
Sofern diese Themen nicht erneut eskalieren und keine neuen makroökonomischen Störfaktoren hinzukommen, könnte das Jahr 2026 ein konstruktiveres Umfeld für Risikoanlagen bieten. Besonders der Jahresbeginn rückt dabei in den Fokus der Anleger. Historische Muster, eine potenziell “unterstützendere“ Geldpolitik und stabilere Rahmenbedingungen könnten den Märkten neuen Schwung verleihen.

Quellen
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