Samsung Stand auf der CES
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Samsung will Zahl der Gemini-Geräte auf 800 Millionen verdoppeln

Mit einer aggressiven KI-Strategie an der Seite von Google schürt Samsung neue Hoffnung auf die Rückeroberung der Smartphone-Spitze und lässt die Aktie 7 Prozent springen.
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Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics treibt seine KI-Strategie weiter voran und will die Zahl seiner Mobilgeräte mit Googles Gemini-Technologie in diesem Jahr auf 800 Millionen verdoppeln. Die Aktie reagierte prompt: Am Montag legte das Papier um 7,47 Prozent auf 95,48 US-Dollar zu.

Rohs ambitionierte Agenda

"Wir werden KI so schnell wie möglich auf alle Produkte, alle Funktionen und alle Services anwenden", sagte Co-CEO T. M. Roh in seinem ersten Interview seit seinem Amtsantritt im November.

Der Vorstoß stärkt vor allem Google. Der US-Konzern steht im harten Wettbewerb mit OpenAI und anderen Anbietern, um mehr Verbraucher an seine KI-Plattform zu binden. Die massive Integration von Gemini in Samsungs Produktwelt verschafft Google (Alphabet A Aktie) einen erheblichen Skalenvorteil.

Samsung vs. Apple

Samsung will damit verlorene Marktanteile im Smartphone-Geschäft zurückgewinnen und den Vorsprung gegenüber Apple (Apple Aktie) bei integrierten KI-Funktionen ausbauen.

Roh kündigte an, dass Samsung künftig integrierte KI-Dienste über sein gesamtes Consumer-Portfolio hinweg anbieten will – einschließlich Fernseher und Haushaltsgeräte. Marktbeobachter wie Counterpoint erwarten, dass Apple im vergangenen Jahr zwar die Spitzenposition im Smartphone-Markt erringen konnte, Samsung jedoch bei KI-Funktionen klar in Führung liegt.

Der KI-Wettlauf spitzt sich zu

Roh erwartet, dass die Akzeptanz von KI-Anwendungen weiter rasant steigt. Interne Umfragen zeigen, dass die Bekanntheit der Marke "Galaxy AI" innerhalb eines Jahres von rund 30 auf 80 Prozent geklettert ist. "Auch wenn die Technologie heute noch skeptisch betrachtet wird, wird sie sich innerhalb von sechs bis zwölf Monaten breit durchsetzen", sagte Roh.

KI-Funktionen im Alltag

Während KI-gestützte Suche derzeit die meistgenutzte Funktion auf Smartphones ist, gewinnen generative Werkzeuge für Bildbearbeitung, Produktivität, Übersetzungen und Zusammenfassungen zunehmend an Bedeutung. Samsung sieht hier einen zentralen Hebel, um Nutzer enger an das eigene Ökosystem zu binden.

Nicht immun gegen Chip-Knappheit

Parallel zur KI-Expansion belasten strukturelle Risiken das Geschäft. Eine globale Knappheit bei Speicherchips stützt zwar das margenstarke Halbleitergeschäft, setzt jedoch die Smartphone-Sparte – Samsungs zweitgrößte Erlösquelle – unter Druck. "Keine Firma ist immun gegen diese beispiellose Situation", sagte Roh. Die Auswirkungen reichten von Mobiltelefonen bis zu Fernsehern und Haushaltsgeräten.

Preiserhöhungen schloss der Manager nicht aus; ein gewisser Effekt sei "unvermeidlich". Samsung arbeite jedoch mit Partnern an langfristigen Strategien, um die Belastungen zu dämpfen. 

Autor. Ariva-Redaktion/pg


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