Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
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Trump-Fantasie treibt Ölaktien: Chevron & Co. springen an – Milliardenhoffnung Venezuela

Die Aktien großer US-Ölkonzerne haben am Montag vorbörslich deutlich zugelegt. Auslöser waren Aussagen von Donald Trump, wonach die USA nach der Festnahme von Nicolás Maduro faktisch die Kontrolle über Venezuela übernehmen könnten.
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An den Märkten sorgte das sofort für Fantasie – insbesondere mit Blick auf die riesigen Ölreserven des Landes.

Am stärksten reagierte Chevron. Die Aktie legte zeitweise um bis zu 10 Prozent zu. Auch ConocoPhillips (ConocoPhillips Aktie) und Exxon Mobil verzeichneten Kursgewinne. Chevron (Chevron Aktie) gilt als klarer Profiteur: Der Konzern ist der einzige große US-Ölproduzent, der derzeit mit Sondergenehmigung noch in Venezuela aktiv ist – und hat das Land selbst nach der Verstaatlichung ausländischer Ölassets Anfang der 2000er-Jahre nicht vollständig verlassen.

Besonders deutlich fiel die Kursreaktion dann auch bei Chevron aus: Die Aktie legte im frühen Handel um mehr als 7 Prozent zu. Auch Exxon Mobil gewann rund 4 Prozent, während ConocoPhillips und Ölfeldausrüster SLB mit Kursaufschlägen von bis zu 9 Prozent ebenfalls zu den Gewinnern zählten.

Für andere Konzerne geht es um alte Rechnungen. ConocoPhillips hat laut internationalen Schiedsgerichten noch Forderungen von mehr als 8 Milliarden US-Dollar offen, Exxon Mobil rund 1 Milliarde US-Dollar. Ein politischer Neustart unter US-Einfluss könnte theoretisch die Tür für Entschädigungen oder neue Projekte öffnen.

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Doch Euphorie trifft auf Realität. Analysten warnen, dass massive Investitionen unwahrscheinlich sind, solange es keine stabilen rechtlichen und fiskalischen Rahmenbedingungen gibt. Zudem gilt die Infrastruktur des Landes als stark heruntergewirtschaftet. Händler rechnen damit, dass es Jahre dauern könnte, bis relevante Mengen Öl exportiert werden können. Trotz der weltweit größten Reserven steuert Venezuela aktuell weniger als 1 Prozent zur globalen Ölversorgung bei.

Für Chevron läuft das Geschäft unterdessen weiter. Dank US-Lizenz exportiert der Konzern weiterhin Öl – selbst während die US-Regierung zuletzt eine teilweise maritime Blockade verschärft hatte. Anleger setzen nun darauf, dass aus politischer Rhetorik mittelfristig reales Öl-Geschäft wird.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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