Eine Brille liegt auf einer Computertastatur (Symbolbild).
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Warum KI-Brillen 2026 zum nächsten großen Börsenthema werden könnten

KI muss nicht immer Nvidia heißen: Analysten sehen in smarten Brillen den nächsten großen Börsentrend. Warby Parker könnte davon besonders profitieren – dank starkem Service-Modell, wachsendem Markt und ambitionierten Absatzprognosen bis 2026.
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An der Börse denken viele bei künstlicher Intelligenz an Chipkonzerne. Doch Analysten sehen den nächsten großen Hype woanders: bei smarten Brillen. Besonders im Fokus steht dabei Warby Parker. Das US-Unternehmen ist bislang vor allem als moderner Brillenhändler bekannt und könnte laut der Einschätzung von Piper Sandler zu einem wichtigen Profiteur des aufkommenden Markts für KI-Brillen werden.

Der Reiz für Investoren liegt im Geschäftsmodell. Warby Parker verkauft nicht nur Brillen, sondern bietet auch Sehtests an und arbeitet mit Versicherungen zusammen. Diese Kombination aus Produkt und Service verschafft dem Unternehmen eine enge Kundenbindung – ein Vorteil, der sich bei der Einführung intelligenter Brillen auszahlen könnte. Piper Sandler traut Warby Parker zu, sich als relevanter Anbieter neben den bisherigen Platzhirschen zu etablieren, sobald KI-Funktionen im Alltag an Bedeutung gewinnen.

Der Markt selbst steckt noch in den Anfängen. Zwar dominieren aktuell Modelle wie die Ray-Ban-Meta-Brille, doch das Wachstumspotenzial ist erheblich. Polaris Market Research rechnet von 2025 bis 2034 mit einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von knapp 12 Prozent. Genau hier sehen die Analysten Chancen für spätere Markteinsteiger.

Piper Sandler erwartet, dass Warby Parker im ersten Jahr nach der Markteinführung eigener KI-Brillen rund 300.000 Stück verkauft. Im zweiten Jahr soll der Absatz auf etwa eine Million und im dritten auf rund zwei Millionen Einheiten steigen. Damit könnte das Unternehmen bis 2026 etwa 30 Prozent des Marktes für verschreibungspflichtige Smartglasses abdecken. Zum Vergleich: Ray-Ban Meta kam 2024 auf rund 20 Prozent.

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Vor diesem Hintergrund hat Piper Sandler das Kursziel für die Warby-Parker-Aktie von 22 auf 32 US-Dollar angehoben. Analystin Anna Andreeva begründet dies mit der starken Positionierung des Unternehmens sowie Partnerschaften mit Google (Alphabet A Aktie) und Samsung, die 2026 in den Markt für smarte Brillen einsteigen wollen.

Insgesamt ist die Analystenstimmung positiv. Laut S&P Global Market Intelligence empfehlen neun von 13 Analysten die Aktie zum Kauf, vier raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 25,00 US-Dollar, das höchste bei 32,00 US-Dollar.

Damit könnte Warby Parker zu einem der spannendsten Titel im noch jungen, aber schnell wachsenden Markt für KI-Brillen werden – einem Segment, das bislang von vielen Anlegern kaum beachtet wird.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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